BEGIN:VCALENDAR
VERSION:2.0
PRODID:-//MVFP Akademie - ECPv6.15.12.2//NONSGML v1.0//EN
CALSCALE:GREGORIAN
METHOD:PUBLISH
X-ORIGINAL-URL:https://mvfp-akademie.de
X-WR-CALDESC:Veranstaltungen für MVFP Akademie
REFRESH-INTERVAL;VALUE=DURATION:PT1H
X-Robots-Tag:noindex
X-PUBLISHED-TTL:PT1H
BEGIN:VTIMEZONE
TZID:Europe/Berlin
BEGIN:DAYLIGHT
TZOFFSETFROM:+0100
TZOFFSETTO:+0200
TZNAME:CEST
DTSTART:20250330T010000
END:DAYLIGHT
BEGIN:STANDARD
TZOFFSETFROM:+0200
TZOFFSETTO:+0100
TZNAME:CET
DTSTART:20251026T010000
END:STANDARD
BEGIN:DAYLIGHT
TZOFFSETFROM:+0100
TZOFFSETTO:+0200
TZNAME:CEST
DTSTART:20260329T010000
END:DAYLIGHT
BEGIN:STANDARD
TZOFFSETFROM:+0200
TZOFFSETTO:+0100
TZNAME:CET
DTSTART:20261025T010000
END:STANDARD
BEGIN:DAYLIGHT
TZOFFSETFROM:+0100
TZOFFSETTO:+0200
TZNAME:CEST
DTSTART:20270328T010000
END:DAYLIGHT
BEGIN:STANDARD
TZOFFSETFROM:+0200
TZOFFSETTO:+0100
TZNAME:CET
DTSTART:20271031T010000
END:STANDARD
END:VTIMEZONE
BEGIN:VEVENT
DTSTART;TZID=Europe/Berlin:20260521T093000
DTEND;TZID=Europe/Berlin:20260522T170000
DTSTAMP:20260511T164017
CREATED:20230404T085928Z
LAST-MODIFIED:20260508T082003Z
UID:42135-1779355800-1779469200@mvfp-akademie.de
SUMMARY:Social Media Bootcamp - Strategie\, Tools & Erfolgsfaktoren
DESCRIPTION:Von Patrick Klingberg\, Digitaler Architekt \n \n\n  \nExperte für KI im Marketing\, GEO-Spezialist und Sparringspartner für Verlage und Medienhäuser\n\n \nKey Takeaways \n \n\n\n\n\n\n\n\n\nGEO (Generative Engine Optimization) ist für Verlage und Medienhäuser doppelt relevant: als Sichtbarkeitskanal für die eigene Marke und als Thema\, das ihre Werbekunden bewegt.\n\n\n\n \n\n\n\nSEO ist ein Performance-Kanal. GEO ist ein Brand-Kanal. Beide folgen unterschiedlichen Logiken und brauchen unterschiedliche Strategien.\n\n\n\n \n\n\n\nGEO wirkt früher in der Nutzungsreise\, also schon bevor jemand aktiv sucht; wenn die Person noch Orientierung sucht.\n\n\n\n \n\n\n\nVerlage haben gegenüber anderen Branchen einen strukturellen Vorteil bei GEO\, wenn sie ihn gezielt nutzen.\n\n\n\n \n\n\n\nErste Maßnahmen lassen sich direkt umsetzen\, ohne großen Einsatz von Ressourcen. Stichwort: Quick wins.\n\n\n\n \n \nStellen Sie sich folgende Situation vor: Eine Leserin Ihres Magazins\, Fachmediums oder Ihrer Zeitung sucht nach Orientierung zu einem Thema\, das Ihr Redaktionsteam seit Jahren journalistisch aufarbeitet. Sie fragt ChatGPT und bekommt eine Antwort\, in der Sie als Medium nicht vorkommen.Warum ist das so? Denn es gibt kein schlechtes Google-Ranking und auch kein Algorithmus-Problem. Dennoch existiert Ihr Medium in diesem relevanten Moment schlicht nicht.In genau dieser Situation befinden sich momentan viele Verlage und Medienhäuser- meist\, ohne es zu merken. Denn die meisten Verlagshäuser und Medienunternehmen messen noch immer ausschließlich Google-Traffic und organische Reichweite. Die Frage\, wie sichtbar die eigene Marke in KI-generierten Antworten ist\, stellen sie sich noch nicht.Als GEO-Spezialist und Sparringspartner für Verlage und Medienhäuser erlebe ich in Gesprächen mit Verlagsteams regelmäßig\, dass es eine unangenehme Überraschung gibt\, wenn das eigene Titel-Portfolio bei ChatGPT oder Gemini [zum ersten Mal abgefragt wird. Manchmal taucht man auf\, oft aber nicht. Und wenn doch\, stimmt häufig nicht\, was die KI dort aufführt.Darum geht es in diesem Artikel. \n \nWas sich beim Thema Suche verändert\, und warum Verlage besonders betroffen sindGoogle dominiert die Suche seit 25 Jahren weshalb Verlage und Medienhäuser ihre Digitalstrategie darauf ausgerichtet haben: mit SEO\, Content-Optimierung und Traffic-Metriken. Das Spielfeld war klar – nun nicht mehr.Seit 2023 gibt es ein zweites Spielfeld\, auf dem immer mehr Spielzeit stattfindet\, ohne dass Verlage das Geschehen systematisch beobachten.ChatGPT hat Anfang 2026 die Marke von 900 Millionen wöchentlichen Nutzerinnen und Nutzern überschritten. Google‘s AI Overviews erreichen über zwei Milliarden Menschen. In Deutschland nutzen schätzungsweise 20 bis 24 Millionen Menschen monatlich ChatGPT\, also fast jede dritte erwachsene Person. All diese Menschen stellen keine Suchanfragen mehr. Sie führen Gespräche. Und sie bekommen auf ihre Fragen Antworten und keine Linklisten.Für Verlage bedeutet das zwei Dinge. \n \nErstens: Der Traffic aus klassischer Google-Suche geht zurück\, zum Teil massiv\, denn AI Overviews (AIO) beantworten Fragen direkt\, meist ohne\, dass noch auf tiefergehende Quellen geklickt wird. AIOs sind zwar nicht immer ausdifferenziert\, aber gerade für schnelle Fragen zwischendurch reicht vielen Nutzern die Zusammenfassung. Wer als Verlag auf Klickvolumen angewiesen ist\, spürt die Folgen bereits seit einiger Zeit deutlich.Zweitens: Es entsteht ein neuer Kanal\, in dem Markenbekanntheit\, Themenautorität und Vertrauen verhandelt werden. Dieser Kanal heißt GEO (Generative Engine Optimization).Nehmen wir zur Veranschaulichung zwei konkrete Szenarien aus dem Verlagsalltag: \n \nSzenario 1\, Fachmedium und Zielgruppenrecherche: Eine Marketingleiterin aus der Pharmabranche sucht ein Fachmedium für die nächste Anzeigenkampagne. Sie fragt ChatGPT: „Welche Fachmagazine für Apothekerinnen und Apotheker sind in Deutschland relevant?“ Sie bekommt eine Liste mit Titeln\, kurzen Einordnungen und Reichweiten. Welche Titel dort auftauchen\, hängt nicht mehr allein von Google-Rankings ab\, sondern davon\, wie konsistent und glaubwürdig die jeweilige Medienmarke in den Quellen vertreten ist\, die das Sprachmodell kennt. \nSzenario 2\, Verlag als Wissensgeber: Eine Leserin eines Publikumsmagazins hat eine komplexe Frage zum Titelthema der letzten Ausgabe. Sie fragt Copilot statt Google. Wenn das Magazin in der Copilot-Antwort als kompetente Quelle auftaucht\, entstehen bei der Leserin Wiedererkennung und Vertrauen\, auch ohne\, dass sie weiterklickt. Erscheint das Magazin nicht in den Ergebnissen\, können Wettbewerber oder eine generische Informationsseite für diesen Moment die Deutungshoheit übernehmen.In beiden Fällen entscheidet GEO darüber\, wer in dem Moment der Orientierungssuche präsent ist\, der den weiteren Weg des Konsumenten oder der Leserin bestimmt. \n \nZwei Kanäle\, zwei LogikenSEO und GEO werden gerne als zwei Versionen desselben Werkzeugs behandelt. Das sind sie nicht! Hier liegt ein eklatanter Denkfehler\, den ich in fast jedem Erstgespräch korrigiere.SEO ist ein Performance-Kanal\, das heißt jemand sucht aktiv\, gibt einen Begriff ein und klickt. Absicht – Klick – Messung – Conversion. Die Logik ist transaktional und direkt messbar.GEO hingegen ist ein Brand-Kanal. Wer in einer KI-Antwort erwähnt wird\, wird nicht angeklickt\, sondern wahrgenommen. Die Wirkung entsteht früher in der Nutzungsreise\, bereits in der Phase\, in der schon Orientierung gesucht wird\, aber noch keine konkrete Absicht formuliert ist. Das ist die Phase\, in der Medienhäuser traditionell stark sind. Genau dort greift GEO.Für Verlage bedeutet das: Wer in KI-Antworten als kompetente und verlässliche Quelle zu einem Thema erscheint\, baut Vertrauen auf\, noch bevor die eigentliche Nutzungsentscheidung getroffen wird. Das entspricht in der Wirkung klassischer Markenarbeit\, die aber auf einem neuen Kanal stattfindet.Das bedeutet auch für die interne Planung in den Verlagen: GEO gehört nicht ins Performance-Budget\, sondern ins Brand-Budget mit eigenen Brand-Metriken und Brand-Geduld.Trotzdem gilt: GEO ersetzt SEO nicht. Wer bei Google an Sichtbarkeit verliert\, verliert parallel in ChatGPT. Denn ChatGPT und Microsoft Copilot nutzen zwar Bing als primäre Datenquelle\, Bing bewertet aber ähnliche Qualitätssignale wie Google. Saubere Technik\, starker Content und nachweisbare Expertise sind also die Basis für beides – SEO und GEO. \nDer strukturelle Vorteil von Verlagen\, und wie man ihn nutztVerlage und Medienhäuser haben gegenüber den meisten anderen Branchen einen echten GEO-Vorteil: Sie produzieren bereits großen Mengen an thematisch fokussiertem\, fundiert recherchiertem Content. Genau das ist das Rohmaterial\, aus dem Sprachmodelle mit Vorliebe zitieren. Dieser Vorteil ist aber kein Automatismus. Er muss aktiviert werden. \n \nThemenautorität sichtbar machen Sprachmodelle denken nicht in Keywords\, sondern in Entitäten und Themenfeldern. Wer zu einem Thema dauerhaft\, präzise und belegbar publiziert\, wird als zuständige und vertrauensvolle Stimme erkannt. Für Verlage heißt das: Das redaktionelle Profil muss digital auch als Entität erkennbar sein\, nicht nur als Ansammlung von Artikeln. Daher sollte die erste Maßnahme nach dem Lesen dieses Artikels sein: Prüfen Sie\, wie Ihr Verlag und Ihre wichtigsten Titel auf Wikipedia\, Wikidata\, in Branchenverzeichnissen und auf LinkedIn beschrieben sind. Stimmen die Beschreibungen mit Ihrem tatsächlichen Themenfeld und Ihrer Reichweite überein? Inkonsistenz ist einer der häufigsten Gründe\, warum Medienmarken in KI-Antworten fehlen oder falsch eingeordnet werden. \nContent\, der zitiert werden kannSprachmodelle extrahieren Textabschnitte\, sogenannte Chunks\, die eine Frage direkt und präzise beantworten. Langer\, gut recherchierter Fließtext allein reicht dafür nicht.Drei Regeln aus meiner Praxis: \n\nDie Kernaussage gehört in die ersten 150 Wörter. Nicht als Einleitung\, sondern als direkte Antwort auf eine Frage\, die Nutzerinnen und Nutzer stellen könnten.\nAbsätze sollten 60 bis 80 Wörter umfassen. In sich geschlossene\, extrahierbare Einheiten sind für Sprachmodelle leichter zu verarbeiten als lange Fließtextblöcke.\nBelegbare Aussagen schlagen allgemeine Einordnungen. Eigene Studiendaten\, Zitate aus Interviews\, konkrete Zahlen: genau das\, was guten Journalismus ausmacht\, ist für GEO wertvoller als jeder Kommentar ohne Belege.\n\nBing nicht unterschätzen \n\nDass ChatGPT und Microsoft Copilot ihre Quellen primär aus Bing und nicht aus Google ziehen\, überrascht viele. Rund 87 Prozent der von ChatGPT verwendeten Quellen entsprechen den Top-10-Ergebnissen bei Bing. Bing hat in Deutschland zwar nur rund 5 bis 6 Prozent Marktanteil\, wer aber dort nicht präsent ist\, fehlt in einer der wichtigsten Quellen für KI-Antworten. Quick win: Registrieren Sie daher – am besten noch heute – Ihre wichtigsten Domains in den Bing Webmaster Tools und überprüfen Sie\, ob alle relevanten Seiten indexiert sind. Das dauert etwa 20 Minuten und schließt eine Lücke\, die die meisten Verlage noch haben.Was messen\, wenn klassische Klick-Metriken nicht mehr ausreichen?Der Traffic-Rückgang durch AI Overviews ist deutlich messbar. Weniger messbar\, aber ebenso real\, ist der Sichtbarkeitsgewinn oder -verlust auf dem GEO-Kanal. Einige relevante Kennzahlen für Verlage: \nØ  Citation Rate: Wie oft tauchen Ihre Titel beirelevanten Themenabfragen in KI-Antworten auf? Definieren Sie ein Set von 15bis 20 Prompts\, die Ihre Zielgruppe typischerweise stellt. Fragen Sie dieseregelmäßig ab\, manuell oder mit Tools wie Otterly.AI\, Peec AIoder Rankscale\, und dokumentieren Sie die Ergebnisse. \nØ  Sentiment und Genauigkeit: Analysieren Sie nichtnur ob Sie erwähnt werden\, sondern auch wie. Werden Ihre Titel mit den Themenassoziiert\, für die sie stehen? Werden Reichweiten und Zielgruppen korrektbeschrieben? Für Werbevermarkter ist das besonders relevant\, denn was ChatGPTüber Ihr Medium sagt\, beeinflusst möglicherweise bald auch Mediapläne. \nØ  AI-referred Traffic in GA4: Mit einemRegex-Filter im Session-Report lässt sich der Traffic aus ChatGPT\, Perplexity\,Gemini\, Copilot und anderen Quellen segmentieren und beobachten. Der Anteil desTraffics aus diesen Quellen wächst. Es lohnt sich\, ihn schon heute zu messen. \nWas als nächstes kommt\, und warum es für Verlage besonders relevant ist \n\n\nDie nächste Stufe nach der KI-Suche sind AI Agents: also eigenständig agierende Systeme\, die im Auftrag von Nutzerinnen und Nutzern recherchieren\, vergleichen und Entscheidungen vorbereiten. Gartner prognostiziert\, dass bis 2028 rund 90 Prozent aller B2B-Transaktionen durch solche Agents vorbereitet oder vermittelt werden.Für Verlage bedeutet das nicht nur\, dass die eigene Marke von Agents gefunden werden muss. Es bedeutet auch\, dass Mediaplanung\, Anzeigenbuchung und Zielgruppenrecherche künftig durch Agents laufen könnten\, die ihre Quellen aus denselben Datenräumen ziehen\, in denen GEO heute entschieden wird. \nWer jetzt nicht als verlässliche\, klar positionierte Medienmarke in diesen Datenräumen präsent ist\, riskiert\, aus automatisierten Prozessen herauszufallen\, still und ohne Benachrichtigung.\n\n \n\n \n \nFazit: Drei Fragen für heuteStatt einer weiteren Zusammenfassung lassen Sie mich mit drei konkreten Fragen schließen\, die Sie zeitnah – am besten noch heute\, für sich und Ihren Verlag beantworten sollten: \n \n\n\n\n\n\n1. Fragen Sie ChatGPT nach Ihrem Verlag und Ihren wichtigsten Titeln: Tauchen Sie auf? Stimmt\, was dort steht? Werden Sie für die richtigen Themen und Zielgruppen genannt? \n\n2. Wissen Sie\, welche Fragen Ihre Leserinnen und Leser sowie Ihre Werbekundinnen und Werbekunden an KI-Assistenten stellen\, und sind Ihre Inhalte so aufgebaut\, dass sie als Antwort in Frage kommen?3. Sind Ihre wichtigsten Domains bei Bing indexiert und der AI-Traffic in GA4 bereits messbar gemacht? \n \n \n\nVerlage\, die diese drei Fragen heute mit Ja beantworten können\, haben gegenüber dem Wettbewerb bereits einen Vorsprung\, der schon in 18 Monaten nur noch schwer aufzuholen sein wird. |
URL:https://mvfp-akademie.de/event/social-media-bootcamp/
LOCATION:Die Durchführung erfolgt DIGITAL!
CATEGORIES:Fachübergreifend,IT und Digital,Marketing,Social & Community,WebSeminare
ATTACH;FMTTYPE=image/png:https://mvfp-akademie.de/wp-content/uploads/2023/04/Header-Website-Social-Media-Bootcamp.png
END:VEVENT
BEGIN:VEVENT
DTSTART;TZID=Europe/Berlin:20260528T120000
DTEND;TZID=Europe/Berlin:20260528T130000
DTSTAMP:20260511T164017
CREATED:20260511T094615Z
LAST-MODIFIED:20260511T102922Z
UID:57975-1779969600-1779973200@mvfp-akademie.de
SUMMARY:Bildrechte kompakt: Typische Fehler vermeiden
DESCRIPTION:Von Patrick Klingberg\, Digitaler Architekt \n \n\n  \nExperte für KI im Marketing\, GEO-Spezialist und Sparringspartner für Verlage und Medienhäuser\n\n \nKey Takeaways \n \n\n\n\n\n\n\n\n\nGEO (Generative Engine Optimization) ist für Verlage und Medienhäuser doppelt relevant: als Sichtbarkeitskanal für die eigene Marke und als Thema\, das ihre Werbekunden bewegt.\n\n\n\n \n\n\n\nSEO ist ein Performance-Kanal. GEO ist ein Brand-Kanal. Beide folgen unterschiedlichen Logiken und brauchen unterschiedliche Strategien.\n\n\n\n \n\n\n\nGEO wirkt früher in der Nutzungsreise\, also schon bevor jemand aktiv sucht; wenn die Person noch Orientierung sucht.\n\n\n\n \n\n\n\nVerlage haben gegenüber anderen Branchen einen strukturellen Vorteil bei GEO\, wenn sie ihn gezielt nutzen.\n\n\n\n \n\n\n\nErste Maßnahmen lassen sich direkt umsetzen\, ohne großen Einsatz von Ressourcen. Stichwort: Quick wins.\n\n\n\n \n \nStellen Sie sich folgende Situation vor: Eine Leserin Ihres Magazins\, Fachmediums oder Ihrer Zeitung sucht nach Orientierung zu einem Thema\, das Ihr Redaktionsteam seit Jahren journalistisch aufarbeitet. Sie fragt ChatGPT und bekommt eine Antwort\, in der Sie als Medium nicht vorkommen.Warum ist das so? Denn es gibt kein schlechtes Google-Ranking und auch kein Algorithmus-Problem. Dennoch existiert Ihr Medium in diesem relevanten Moment schlicht nicht.In genau dieser Situation befinden sich momentan viele Verlage und Medienhäuser- meist\, ohne es zu merken. Denn die meisten Verlagshäuser und Medienunternehmen messen noch immer ausschließlich Google-Traffic und organische Reichweite. Die Frage\, wie sichtbar die eigene Marke in KI-generierten Antworten ist\, stellen sie sich noch nicht.Als GEO-Spezialist und Sparringspartner für Verlage und Medienhäuser erlebe ich in Gesprächen mit Verlagsteams regelmäßig\, dass es eine unangenehme Überraschung gibt\, wenn das eigene Titel-Portfolio bei ChatGPT oder Gemini [zum ersten Mal abgefragt wird. Manchmal taucht man auf\, oft aber nicht. Und wenn doch\, stimmt häufig nicht\, was die KI dort aufführt.Darum geht es in diesem Artikel. \n \nWas sich beim Thema Suche verändert\, und warum Verlage besonders betroffen sindGoogle dominiert die Suche seit 25 Jahren weshalb Verlage und Medienhäuser ihre Digitalstrategie darauf ausgerichtet haben: mit SEO\, Content-Optimierung und Traffic-Metriken. Das Spielfeld war klar – nun nicht mehr.Seit 2023 gibt es ein zweites Spielfeld\, auf dem immer mehr Spielzeit stattfindet\, ohne dass Verlage das Geschehen systematisch beobachten.ChatGPT hat Anfang 2026 die Marke von 900 Millionen wöchentlichen Nutzerinnen und Nutzern überschritten. Google‘s AI Overviews erreichen über zwei Milliarden Menschen. In Deutschland nutzen schätzungsweise 20 bis 24 Millionen Menschen monatlich ChatGPT\, also fast jede dritte erwachsene Person. All diese Menschen stellen keine Suchanfragen mehr. Sie führen Gespräche. Und sie bekommen auf ihre Fragen Antworten und keine Linklisten.Für Verlage bedeutet das zwei Dinge. \n \nErstens: Der Traffic aus klassischer Google-Suche geht zurück\, zum Teil massiv\, denn AI Overviews (AIO) beantworten Fragen direkt\, meist ohne\, dass noch auf tiefergehende Quellen geklickt wird. AIOs sind zwar nicht immer ausdifferenziert\, aber gerade für schnelle Fragen zwischendurch reicht vielen Nutzern die Zusammenfassung. Wer als Verlag auf Klickvolumen angewiesen ist\, spürt die Folgen bereits seit einiger Zeit deutlich.Zweitens: Es entsteht ein neuer Kanal\, in dem Markenbekanntheit\, Themenautorität und Vertrauen verhandelt werden. Dieser Kanal heißt GEO (Generative Engine Optimization).Nehmen wir zur Veranschaulichung zwei konkrete Szenarien aus dem Verlagsalltag: \n \nSzenario 1\, Fachmedium und Zielgruppenrecherche: Eine Marketingleiterin aus der Pharmabranche sucht ein Fachmedium für die nächste Anzeigenkampagne. Sie fragt ChatGPT: „Welche Fachmagazine für Apothekerinnen und Apotheker sind in Deutschland relevant?“ Sie bekommt eine Liste mit Titeln\, kurzen Einordnungen und Reichweiten. Welche Titel dort auftauchen\, hängt nicht mehr allein von Google-Rankings ab\, sondern davon\, wie konsistent und glaubwürdig die jeweilige Medienmarke in den Quellen vertreten ist\, die das Sprachmodell kennt. \nSzenario 2\, Verlag als Wissensgeber: Eine Leserin eines Publikumsmagazins hat eine komplexe Frage zum Titelthema der letzten Ausgabe. Sie fragt Copilot statt Google. Wenn das Magazin in der Copilot-Antwort als kompetente Quelle auftaucht\, entstehen bei der Leserin Wiedererkennung und Vertrauen\, auch ohne\, dass sie weiterklickt. Erscheint das Magazin nicht in den Ergebnissen\, können Wettbewerber oder eine generische Informationsseite für diesen Moment die Deutungshoheit übernehmen.In beiden Fällen entscheidet GEO darüber\, wer in dem Moment der Orientierungssuche präsent ist\, der den weiteren Weg des Konsumenten oder der Leserin bestimmt. \n \nZwei Kanäle\, zwei LogikenSEO und GEO werden gerne als zwei Versionen desselben Werkzeugs behandelt. Das sind sie nicht! Hier liegt ein eklatanter Denkfehler\, den ich in fast jedem Erstgespräch korrigiere.SEO ist ein Performance-Kanal\, das heißt jemand sucht aktiv\, gibt einen Begriff ein und klickt. Absicht – Klick – Messung – Conversion. Die Logik ist transaktional und direkt messbar.GEO hingegen ist ein Brand-Kanal. Wer in einer KI-Antwort erwähnt wird\, wird nicht angeklickt\, sondern wahrgenommen. Die Wirkung entsteht früher in der Nutzungsreise\, bereits in der Phase\, in der schon Orientierung gesucht wird\, aber noch keine konkrete Absicht formuliert ist. Das ist die Phase\, in der Medienhäuser traditionell stark sind. Genau dort greift GEO.Für Verlage bedeutet das: Wer in KI-Antworten als kompetente und verlässliche Quelle zu einem Thema erscheint\, baut Vertrauen auf\, noch bevor die eigentliche Nutzungsentscheidung getroffen wird. Das entspricht in der Wirkung klassischer Markenarbeit\, die aber auf einem neuen Kanal stattfindet.Das bedeutet auch für die interne Planung in den Verlagen: GEO gehört nicht ins Performance-Budget\, sondern ins Brand-Budget mit eigenen Brand-Metriken und Brand-Geduld.Trotzdem gilt: GEO ersetzt SEO nicht. Wer bei Google an Sichtbarkeit verliert\, verliert parallel in ChatGPT. Denn ChatGPT und Microsoft Copilot nutzen zwar Bing als primäre Datenquelle\, Bing bewertet aber ähnliche Qualitätssignale wie Google. Saubere Technik\, starker Content und nachweisbare Expertise sind also die Basis für beides – SEO und GEO. \nDer strukturelle Vorteil von Verlagen\, und wie man ihn nutztVerlage und Medienhäuser haben gegenüber den meisten anderen Branchen einen echten GEO-Vorteil: Sie produzieren bereits großen Mengen an thematisch fokussiertem\, fundiert recherchiertem Content. Genau das ist das Rohmaterial\, aus dem Sprachmodelle mit Vorliebe zitieren. Dieser Vorteil ist aber kein Automatismus. Er muss aktiviert werden. \n \nThemenautorität sichtbar machen Sprachmodelle denken nicht in Keywords\, sondern in Entitäten und Themenfeldern. Wer zu einem Thema dauerhaft\, präzise und belegbar publiziert\, wird als zuständige und vertrauensvolle Stimme erkannt. Für Verlage heißt das: Das redaktionelle Profil muss digital auch als Entität erkennbar sein\, nicht nur als Ansammlung von Artikeln. Daher sollte die erste Maßnahme nach dem Lesen dieses Artikels sein: Prüfen Sie\, wie Ihr Verlag und Ihre wichtigsten Titel auf Wikipedia\, Wikidata\, in Branchenverzeichnissen und auf LinkedIn beschrieben sind. Stimmen die Beschreibungen mit Ihrem tatsächlichen Themenfeld und Ihrer Reichweite überein? Inkonsistenz ist einer der häufigsten Gründe\, warum Medienmarken in KI-Antworten fehlen oder falsch eingeordnet werden. \nContent\, der zitiert werden kannSprachmodelle extrahieren Textabschnitte\, sogenannte Chunks\, die eine Frage direkt und präzise beantworten. Langer\, gut recherchierter Fließtext allein reicht dafür nicht.Drei Regeln aus meiner Praxis: \n\nDie Kernaussage gehört in die ersten 150 Wörter. Nicht als Einleitung\, sondern als direkte Antwort auf eine Frage\, die Nutzerinnen und Nutzer stellen könnten.\nAbsätze sollten 60 bis 80 Wörter umfassen. In sich geschlossene\, extrahierbare Einheiten sind für Sprachmodelle leichter zu verarbeiten als lange Fließtextblöcke.\nBelegbare Aussagen schlagen allgemeine Einordnungen. Eigene Studiendaten\, Zitate aus Interviews\, konkrete Zahlen: genau das\, was guten Journalismus ausmacht\, ist für GEO wertvoller als jeder Kommentar ohne Belege.\n\nBing nicht unterschätzen \n\nDass ChatGPT und Microsoft Copilot ihre Quellen primär aus Bing und nicht aus Google ziehen\, überrascht viele. Rund 87 Prozent der von ChatGPT verwendeten Quellen entsprechen den Top-10-Ergebnissen bei Bing. Bing hat in Deutschland zwar nur rund 5 bis 6 Prozent Marktanteil\, wer aber dort nicht präsent ist\, fehlt in einer der wichtigsten Quellen für KI-Antworten. Quick win: Registrieren Sie daher – am besten noch heute – Ihre wichtigsten Domains in den Bing Webmaster Tools und überprüfen Sie\, ob alle relevanten Seiten indexiert sind. Das dauert etwa 20 Minuten und schließt eine Lücke\, die die meisten Verlage noch haben.Was messen\, wenn klassische Klick-Metriken nicht mehr ausreichen?Der Traffic-Rückgang durch AI Overviews ist deutlich messbar. Weniger messbar\, aber ebenso real\, ist der Sichtbarkeitsgewinn oder -verlust auf dem GEO-Kanal. Einige relevante Kennzahlen für Verlage: \nØ  Citation Rate: Wie oft tauchen Ihre Titel beirelevanten Themenabfragen in KI-Antworten auf? Definieren Sie ein Set von 15bis 20 Prompts\, die Ihre Zielgruppe typischerweise stellt. Fragen Sie dieseregelmäßig ab\, manuell oder mit Tools wie Otterly.AI\, Peec AIoder Rankscale\, und dokumentieren Sie die Ergebnisse. \nØ  Sentiment und Genauigkeit: Analysieren Sie nichtnur ob Sie erwähnt werden\, sondern auch wie. Werden Ihre Titel mit den Themenassoziiert\, für die sie stehen? Werden Reichweiten und Zielgruppen korrektbeschrieben? Für Werbevermarkter ist das besonders relevant\, denn was ChatGPTüber Ihr Medium sagt\, beeinflusst möglicherweise bald auch Mediapläne. \nØ  AI-referred Traffic in GA4: Mit einemRegex-Filter im Session-Report lässt sich der Traffic aus ChatGPT\, Perplexity\,Gemini\, Copilot und anderen Quellen segmentieren und beobachten. Der Anteil desTraffics aus diesen Quellen wächst. Es lohnt sich\, ihn schon heute zu messen. \nWas als nächstes kommt\, und warum es für Verlage besonders relevant ist \n\n\nDie nächste Stufe nach der KI-Suche sind AI Agents: also eigenständig agierende Systeme\, die im Auftrag von Nutzerinnen und Nutzern recherchieren\, vergleichen und Entscheidungen vorbereiten. Gartner prognostiziert\, dass bis 2028 rund 90 Prozent aller B2B-Transaktionen durch solche Agents vorbereitet oder vermittelt werden.Für Verlage bedeutet das nicht nur\, dass die eigene Marke von Agents gefunden werden muss. Es bedeutet auch\, dass Mediaplanung\, Anzeigenbuchung und Zielgruppenrecherche künftig durch Agents laufen könnten\, die ihre Quellen aus denselben Datenräumen ziehen\, in denen GEO heute entschieden wird. \nWer jetzt nicht als verlässliche\, klar positionierte Medienmarke in diesen Datenräumen präsent ist\, riskiert\, aus automatisierten Prozessen herauszufallen\, still und ohne Benachrichtigung.\n\n \n\n \n \nFazit: Drei Fragen für heuteStatt einer weiteren Zusammenfassung lassen Sie mich mit drei konkreten Fragen schließen\, die Sie zeitnah – am besten noch heute\, für sich und Ihren Verlag beantworten sollten: \n \n\n\n\n\n\n1. Fragen Sie ChatGPT nach Ihrem Verlag und Ihren wichtigsten Titeln: Tauchen Sie auf? Stimmt\, was dort steht? Werden Sie für die richtigen Themen und Zielgruppen genannt? \n\n2. Wissen Sie\, welche Fragen Ihre Leserinnen und Leser sowie Ihre Werbekundinnen und Werbekunden an KI-Assistenten stellen\, und sind Ihre Inhalte so aufgebaut\, dass sie als Antwort in Frage kommen?3. Sind Ihre wichtigsten Domains bei Bing indexiert und der AI-Traffic in GA4 bereits messbar gemacht? \n \n \n\nVerlage\, die diese drei Fragen heute mit Ja beantworten können\, haben gegenüber dem Wettbewerb bereits einen Vorsprung\, der schon in 18 Monaten nur noch schwer aufzuholen sein wird. |
URL:https://mvfp-akademie.de/event/bildrechte-kompakt-typische-fehler-vermeiden/
LOCATION:Die Durchführung erfolgt DIGITAL!
CATEGORIES:WebSessions
ATTACH;FMTTYPE=image/jpeg:https://mvfp-akademie.de/wp-content/uploads/2026/05/Header-WebSession-Bildrechte-Max-Quality.jpg
END:VEVENT
BEGIN:VEVENT
DTSTART;TZID=Europe/Berlin:20260609T093000
DTEND;TZID=Europe/Berlin:20260609T140000
DTSTAMP:20260511T164017
CREATED:20260316T150407Z
LAST-MODIFIED:20260318T063249Z
UID:57365-1780997400-1781013600@mvfp-akademie.de
SUMMARY:AI Act & Co.: Was Verlage bei der Nutzung von KI rechtlich beachten müssen
DESCRIPTION:Von Patrick Klingberg\, Digitaler Architekt \n \n\n  \nExperte für KI im Marketing\, GEO-Spezialist und Sparringspartner für Verlage und Medienhäuser\n\n \nKey Takeaways \n \n\n\n\n\n\n\n\n\nGEO (Generative Engine Optimization) ist für Verlage und Medienhäuser doppelt relevant: als Sichtbarkeitskanal für die eigene Marke und als Thema\, das ihre Werbekunden bewegt.\n\n\n\n \n\n\n\nSEO ist ein Performance-Kanal. GEO ist ein Brand-Kanal. Beide folgen unterschiedlichen Logiken und brauchen unterschiedliche Strategien.\n\n\n\n \n\n\n\nGEO wirkt früher in der Nutzungsreise\, also schon bevor jemand aktiv sucht; wenn die Person noch Orientierung sucht.\n\n\n\n \n\n\n\nVerlage haben gegenüber anderen Branchen einen strukturellen Vorteil bei GEO\, wenn sie ihn gezielt nutzen.\n\n\n\n \n\n\n\nErste Maßnahmen lassen sich direkt umsetzen\, ohne großen Einsatz von Ressourcen. Stichwort: Quick wins.\n\n\n\n \n \nStellen Sie sich folgende Situation vor: Eine Leserin Ihres Magazins\, Fachmediums oder Ihrer Zeitung sucht nach Orientierung zu einem Thema\, das Ihr Redaktionsteam seit Jahren journalistisch aufarbeitet. Sie fragt ChatGPT und bekommt eine Antwort\, in der Sie als Medium nicht vorkommen.Warum ist das so? Denn es gibt kein schlechtes Google-Ranking und auch kein Algorithmus-Problem. Dennoch existiert Ihr Medium in diesem relevanten Moment schlicht nicht.In genau dieser Situation befinden sich momentan viele Verlage und Medienhäuser- meist\, ohne es zu merken. Denn die meisten Verlagshäuser und Medienunternehmen messen noch immer ausschließlich Google-Traffic und organische Reichweite. Die Frage\, wie sichtbar die eigene Marke in KI-generierten Antworten ist\, stellen sie sich noch nicht.Als GEO-Spezialist und Sparringspartner für Verlage und Medienhäuser erlebe ich in Gesprächen mit Verlagsteams regelmäßig\, dass es eine unangenehme Überraschung gibt\, wenn das eigene Titel-Portfolio bei ChatGPT oder Gemini [zum ersten Mal abgefragt wird. Manchmal taucht man auf\, oft aber nicht. Und wenn doch\, stimmt häufig nicht\, was die KI dort aufführt.Darum geht es in diesem Artikel. \n \nWas sich beim Thema Suche verändert\, und warum Verlage besonders betroffen sindGoogle dominiert die Suche seit 25 Jahren weshalb Verlage und Medienhäuser ihre Digitalstrategie darauf ausgerichtet haben: mit SEO\, Content-Optimierung und Traffic-Metriken. Das Spielfeld war klar – nun nicht mehr.Seit 2023 gibt es ein zweites Spielfeld\, auf dem immer mehr Spielzeit stattfindet\, ohne dass Verlage das Geschehen systematisch beobachten.ChatGPT hat Anfang 2026 die Marke von 900 Millionen wöchentlichen Nutzerinnen und Nutzern überschritten. Google‘s AI Overviews erreichen über zwei Milliarden Menschen. In Deutschland nutzen schätzungsweise 20 bis 24 Millionen Menschen monatlich ChatGPT\, also fast jede dritte erwachsene Person. All diese Menschen stellen keine Suchanfragen mehr. Sie führen Gespräche. Und sie bekommen auf ihre Fragen Antworten und keine Linklisten.Für Verlage bedeutet das zwei Dinge. \n \nErstens: Der Traffic aus klassischer Google-Suche geht zurück\, zum Teil massiv\, denn AI Overviews (AIO) beantworten Fragen direkt\, meist ohne\, dass noch auf tiefergehende Quellen geklickt wird. AIOs sind zwar nicht immer ausdifferenziert\, aber gerade für schnelle Fragen zwischendurch reicht vielen Nutzern die Zusammenfassung. Wer als Verlag auf Klickvolumen angewiesen ist\, spürt die Folgen bereits seit einiger Zeit deutlich.Zweitens: Es entsteht ein neuer Kanal\, in dem Markenbekanntheit\, Themenautorität und Vertrauen verhandelt werden. Dieser Kanal heißt GEO (Generative Engine Optimization).Nehmen wir zur Veranschaulichung zwei konkrete Szenarien aus dem Verlagsalltag: \n \nSzenario 1\, Fachmedium und Zielgruppenrecherche: Eine Marketingleiterin aus der Pharmabranche sucht ein Fachmedium für die nächste Anzeigenkampagne. Sie fragt ChatGPT: „Welche Fachmagazine für Apothekerinnen und Apotheker sind in Deutschland relevant?“ Sie bekommt eine Liste mit Titeln\, kurzen Einordnungen und Reichweiten. Welche Titel dort auftauchen\, hängt nicht mehr allein von Google-Rankings ab\, sondern davon\, wie konsistent und glaubwürdig die jeweilige Medienmarke in den Quellen vertreten ist\, die das Sprachmodell kennt. \nSzenario 2\, Verlag als Wissensgeber: Eine Leserin eines Publikumsmagazins hat eine komplexe Frage zum Titelthema der letzten Ausgabe. Sie fragt Copilot statt Google. Wenn das Magazin in der Copilot-Antwort als kompetente Quelle auftaucht\, entstehen bei der Leserin Wiedererkennung und Vertrauen\, auch ohne\, dass sie weiterklickt. Erscheint das Magazin nicht in den Ergebnissen\, können Wettbewerber oder eine generische Informationsseite für diesen Moment die Deutungshoheit übernehmen.In beiden Fällen entscheidet GEO darüber\, wer in dem Moment der Orientierungssuche präsent ist\, der den weiteren Weg des Konsumenten oder der Leserin bestimmt. \n \nZwei Kanäle\, zwei LogikenSEO und GEO werden gerne als zwei Versionen desselben Werkzeugs behandelt. Das sind sie nicht! Hier liegt ein eklatanter Denkfehler\, den ich in fast jedem Erstgespräch korrigiere.SEO ist ein Performance-Kanal\, das heißt jemand sucht aktiv\, gibt einen Begriff ein und klickt. Absicht – Klick – Messung – Conversion. Die Logik ist transaktional und direkt messbar.GEO hingegen ist ein Brand-Kanal. Wer in einer KI-Antwort erwähnt wird\, wird nicht angeklickt\, sondern wahrgenommen. Die Wirkung entsteht früher in der Nutzungsreise\, bereits in der Phase\, in der schon Orientierung gesucht wird\, aber noch keine konkrete Absicht formuliert ist. Das ist die Phase\, in der Medienhäuser traditionell stark sind. Genau dort greift GEO.Für Verlage bedeutet das: Wer in KI-Antworten als kompetente und verlässliche Quelle zu einem Thema erscheint\, baut Vertrauen auf\, noch bevor die eigentliche Nutzungsentscheidung getroffen wird. Das entspricht in der Wirkung klassischer Markenarbeit\, die aber auf einem neuen Kanal stattfindet.Das bedeutet auch für die interne Planung in den Verlagen: GEO gehört nicht ins Performance-Budget\, sondern ins Brand-Budget mit eigenen Brand-Metriken und Brand-Geduld.Trotzdem gilt: GEO ersetzt SEO nicht. Wer bei Google an Sichtbarkeit verliert\, verliert parallel in ChatGPT. Denn ChatGPT und Microsoft Copilot nutzen zwar Bing als primäre Datenquelle\, Bing bewertet aber ähnliche Qualitätssignale wie Google. Saubere Technik\, starker Content und nachweisbare Expertise sind also die Basis für beides – SEO und GEO. \nDer strukturelle Vorteil von Verlagen\, und wie man ihn nutztVerlage und Medienhäuser haben gegenüber den meisten anderen Branchen einen echten GEO-Vorteil: Sie produzieren bereits großen Mengen an thematisch fokussiertem\, fundiert recherchiertem Content. Genau das ist das Rohmaterial\, aus dem Sprachmodelle mit Vorliebe zitieren. Dieser Vorteil ist aber kein Automatismus. Er muss aktiviert werden. \n \nThemenautorität sichtbar machen Sprachmodelle denken nicht in Keywords\, sondern in Entitäten und Themenfeldern. Wer zu einem Thema dauerhaft\, präzise und belegbar publiziert\, wird als zuständige und vertrauensvolle Stimme erkannt. Für Verlage heißt das: Das redaktionelle Profil muss digital auch als Entität erkennbar sein\, nicht nur als Ansammlung von Artikeln. Daher sollte die erste Maßnahme nach dem Lesen dieses Artikels sein: Prüfen Sie\, wie Ihr Verlag und Ihre wichtigsten Titel auf Wikipedia\, Wikidata\, in Branchenverzeichnissen und auf LinkedIn beschrieben sind. Stimmen die Beschreibungen mit Ihrem tatsächlichen Themenfeld und Ihrer Reichweite überein? Inkonsistenz ist einer der häufigsten Gründe\, warum Medienmarken in KI-Antworten fehlen oder falsch eingeordnet werden. \nContent\, der zitiert werden kannSprachmodelle extrahieren Textabschnitte\, sogenannte Chunks\, die eine Frage direkt und präzise beantworten. Langer\, gut recherchierter Fließtext allein reicht dafür nicht.Drei Regeln aus meiner Praxis: \n\nDie Kernaussage gehört in die ersten 150 Wörter. Nicht als Einleitung\, sondern als direkte Antwort auf eine Frage\, die Nutzerinnen und Nutzer stellen könnten.\nAbsätze sollten 60 bis 80 Wörter umfassen. In sich geschlossene\, extrahierbare Einheiten sind für Sprachmodelle leichter zu verarbeiten als lange Fließtextblöcke.\nBelegbare Aussagen schlagen allgemeine Einordnungen. Eigene Studiendaten\, Zitate aus Interviews\, konkrete Zahlen: genau das\, was guten Journalismus ausmacht\, ist für GEO wertvoller als jeder Kommentar ohne Belege.\n\nBing nicht unterschätzen \n\nDass ChatGPT und Microsoft Copilot ihre Quellen primär aus Bing und nicht aus Google ziehen\, überrascht viele. Rund 87 Prozent der von ChatGPT verwendeten Quellen entsprechen den Top-10-Ergebnissen bei Bing. Bing hat in Deutschland zwar nur rund 5 bis 6 Prozent Marktanteil\, wer aber dort nicht präsent ist\, fehlt in einer der wichtigsten Quellen für KI-Antworten. Quick win: Registrieren Sie daher – am besten noch heute – Ihre wichtigsten Domains in den Bing Webmaster Tools und überprüfen Sie\, ob alle relevanten Seiten indexiert sind. Das dauert etwa 20 Minuten und schließt eine Lücke\, die die meisten Verlage noch haben.Was messen\, wenn klassische Klick-Metriken nicht mehr ausreichen?Der Traffic-Rückgang durch AI Overviews ist deutlich messbar. Weniger messbar\, aber ebenso real\, ist der Sichtbarkeitsgewinn oder -verlust auf dem GEO-Kanal. Einige relevante Kennzahlen für Verlage: \nØ  Citation Rate: Wie oft tauchen Ihre Titel beirelevanten Themenabfragen in KI-Antworten auf? Definieren Sie ein Set von 15bis 20 Prompts\, die Ihre Zielgruppe typischerweise stellt. Fragen Sie dieseregelmäßig ab\, manuell oder mit Tools wie Otterly.AI\, Peec AIoder Rankscale\, und dokumentieren Sie die Ergebnisse. \nØ  Sentiment und Genauigkeit: Analysieren Sie nichtnur ob Sie erwähnt werden\, sondern auch wie. Werden Ihre Titel mit den Themenassoziiert\, für die sie stehen? Werden Reichweiten und Zielgruppen korrektbeschrieben? Für Werbevermarkter ist das besonders relevant\, denn was ChatGPTüber Ihr Medium sagt\, beeinflusst möglicherweise bald auch Mediapläne. \nØ  AI-referred Traffic in GA4: Mit einemRegex-Filter im Session-Report lässt sich der Traffic aus ChatGPT\, Perplexity\,Gemini\, Copilot und anderen Quellen segmentieren und beobachten. Der Anteil desTraffics aus diesen Quellen wächst. Es lohnt sich\, ihn schon heute zu messen. \nWas als nächstes kommt\, und warum es für Verlage besonders relevant ist \n\n\nDie nächste Stufe nach der KI-Suche sind AI Agents: also eigenständig agierende Systeme\, die im Auftrag von Nutzerinnen und Nutzern recherchieren\, vergleichen und Entscheidungen vorbereiten. Gartner prognostiziert\, dass bis 2028 rund 90 Prozent aller B2B-Transaktionen durch solche Agents vorbereitet oder vermittelt werden.Für Verlage bedeutet das nicht nur\, dass die eigene Marke von Agents gefunden werden muss. Es bedeutet auch\, dass Mediaplanung\, Anzeigenbuchung und Zielgruppenrecherche künftig durch Agents laufen könnten\, die ihre Quellen aus denselben Datenräumen ziehen\, in denen GEO heute entschieden wird. \nWer jetzt nicht als verlässliche\, klar positionierte Medienmarke in diesen Datenräumen präsent ist\, riskiert\, aus automatisierten Prozessen herauszufallen\, still und ohne Benachrichtigung.\n\n \n\n \n \nFazit: Drei Fragen für heuteStatt einer weiteren Zusammenfassung lassen Sie mich mit drei konkreten Fragen schließen\, die Sie zeitnah – am besten noch heute\, für sich und Ihren Verlag beantworten sollten: \n \n\n\n\n\n\n1. Fragen Sie ChatGPT nach Ihrem Verlag und Ihren wichtigsten Titeln: Tauchen Sie auf? Stimmt\, was dort steht? Werden Sie für die richtigen Themen und Zielgruppen genannt? \n\n2. Wissen Sie\, welche Fragen Ihre Leserinnen und Leser sowie Ihre Werbekundinnen und Werbekunden an KI-Assistenten stellen\, und sind Ihre Inhalte so aufgebaut\, dass sie als Antwort in Frage kommen?3. Sind Ihre wichtigsten Domains bei Bing indexiert und der AI-Traffic in GA4 bereits messbar gemacht? \n \n \n\nVerlage\, die diese drei Fragen heute mit Ja beantworten können\, haben gegenüber dem Wettbewerb bereits einen Vorsprung\, der schon in 18 Monaten nur noch schwer aufzuholen sein wird. |
URL:https://mvfp-akademie.de/event/ai-act-co-was-verlage-bei-der-nutzung-von-ki-rechtlich-beachten-muessen/
LOCATION:Die Durchführung erfolgt DIGITAL!
CATEGORIES:Fachübergreifend,IT und Digital,KI,WebSeminare
ATTACH;FMTTYPE=image/png:https://mvfp-akademie.de/wp-content/uploads/2026/03/ai_law_banner_1200x300.png
END:VEVENT
BEGIN:VEVENT
DTSTART;TZID=Europe/Berlin:20260616T100000
DTEND;TZID=Europe/Berlin:20260616T160000
DTSTAMP:20260511T164017
CREATED:20260304T110409Z
LAST-MODIFIED:20260505T091716Z
UID:57189-1781604000-1781625600@mvfp-akademie.de
SUMMARY:Unternehmensbesuch VNR Group: Transformation vom Verlag zum Medientechnologie-Unternehmen
DESCRIPTION:Von Patrick Klingberg\, Digitaler Architekt \n \n\n  \nExperte für KI im Marketing\, GEO-Spezialist und Sparringspartner für Verlage und Medienhäuser\n\n \nKey Takeaways \n \n\n\n\n\n\n\n\n\nGEO (Generative Engine Optimization) ist für Verlage und Medienhäuser doppelt relevant: als Sichtbarkeitskanal für die eigene Marke und als Thema\, das ihre Werbekunden bewegt.\n\n\n\n \n\n\n\nSEO ist ein Performance-Kanal. GEO ist ein Brand-Kanal. Beide folgen unterschiedlichen Logiken und brauchen unterschiedliche Strategien.\n\n\n\n \n\n\n\nGEO wirkt früher in der Nutzungsreise\, also schon bevor jemand aktiv sucht; wenn die Person noch Orientierung sucht.\n\n\n\n \n\n\n\nVerlage haben gegenüber anderen Branchen einen strukturellen Vorteil bei GEO\, wenn sie ihn gezielt nutzen.\n\n\n\n \n\n\n\nErste Maßnahmen lassen sich direkt umsetzen\, ohne großen Einsatz von Ressourcen. Stichwort: Quick wins.\n\n\n\n \n \nStellen Sie sich folgende Situation vor: Eine Leserin Ihres Magazins\, Fachmediums oder Ihrer Zeitung sucht nach Orientierung zu einem Thema\, das Ihr Redaktionsteam seit Jahren journalistisch aufarbeitet. Sie fragt ChatGPT und bekommt eine Antwort\, in der Sie als Medium nicht vorkommen.Warum ist das so? Denn es gibt kein schlechtes Google-Ranking und auch kein Algorithmus-Problem. Dennoch existiert Ihr Medium in diesem relevanten Moment schlicht nicht.In genau dieser Situation befinden sich momentan viele Verlage und Medienhäuser- meist\, ohne es zu merken. Denn die meisten Verlagshäuser und Medienunternehmen messen noch immer ausschließlich Google-Traffic und organische Reichweite. Die Frage\, wie sichtbar die eigene Marke in KI-generierten Antworten ist\, stellen sie sich noch nicht.Als GEO-Spezialist und Sparringspartner für Verlage und Medienhäuser erlebe ich in Gesprächen mit Verlagsteams regelmäßig\, dass es eine unangenehme Überraschung gibt\, wenn das eigene Titel-Portfolio bei ChatGPT oder Gemini [zum ersten Mal abgefragt wird. Manchmal taucht man auf\, oft aber nicht. Und wenn doch\, stimmt häufig nicht\, was die KI dort aufführt.Darum geht es in diesem Artikel. \n \nWas sich beim Thema Suche verändert\, und warum Verlage besonders betroffen sindGoogle dominiert die Suche seit 25 Jahren weshalb Verlage und Medienhäuser ihre Digitalstrategie darauf ausgerichtet haben: mit SEO\, Content-Optimierung und Traffic-Metriken. Das Spielfeld war klar – nun nicht mehr.Seit 2023 gibt es ein zweites Spielfeld\, auf dem immer mehr Spielzeit stattfindet\, ohne dass Verlage das Geschehen systematisch beobachten.ChatGPT hat Anfang 2026 die Marke von 900 Millionen wöchentlichen Nutzerinnen und Nutzern überschritten. Google‘s AI Overviews erreichen über zwei Milliarden Menschen. In Deutschland nutzen schätzungsweise 20 bis 24 Millionen Menschen monatlich ChatGPT\, also fast jede dritte erwachsene Person. All diese Menschen stellen keine Suchanfragen mehr. Sie führen Gespräche. Und sie bekommen auf ihre Fragen Antworten und keine Linklisten.Für Verlage bedeutet das zwei Dinge. \n \nErstens: Der Traffic aus klassischer Google-Suche geht zurück\, zum Teil massiv\, denn AI Overviews (AIO) beantworten Fragen direkt\, meist ohne\, dass noch auf tiefergehende Quellen geklickt wird. AIOs sind zwar nicht immer ausdifferenziert\, aber gerade für schnelle Fragen zwischendurch reicht vielen Nutzern die Zusammenfassung. Wer als Verlag auf Klickvolumen angewiesen ist\, spürt die Folgen bereits seit einiger Zeit deutlich.Zweitens: Es entsteht ein neuer Kanal\, in dem Markenbekanntheit\, Themenautorität und Vertrauen verhandelt werden. Dieser Kanal heißt GEO (Generative Engine Optimization).Nehmen wir zur Veranschaulichung zwei konkrete Szenarien aus dem Verlagsalltag: \n \nSzenario 1\, Fachmedium und Zielgruppenrecherche: Eine Marketingleiterin aus der Pharmabranche sucht ein Fachmedium für die nächste Anzeigenkampagne. Sie fragt ChatGPT: „Welche Fachmagazine für Apothekerinnen und Apotheker sind in Deutschland relevant?“ Sie bekommt eine Liste mit Titeln\, kurzen Einordnungen und Reichweiten. Welche Titel dort auftauchen\, hängt nicht mehr allein von Google-Rankings ab\, sondern davon\, wie konsistent und glaubwürdig die jeweilige Medienmarke in den Quellen vertreten ist\, die das Sprachmodell kennt. \nSzenario 2\, Verlag als Wissensgeber: Eine Leserin eines Publikumsmagazins hat eine komplexe Frage zum Titelthema der letzten Ausgabe. Sie fragt Copilot statt Google. Wenn das Magazin in der Copilot-Antwort als kompetente Quelle auftaucht\, entstehen bei der Leserin Wiedererkennung und Vertrauen\, auch ohne\, dass sie weiterklickt. Erscheint das Magazin nicht in den Ergebnissen\, können Wettbewerber oder eine generische Informationsseite für diesen Moment die Deutungshoheit übernehmen.In beiden Fällen entscheidet GEO darüber\, wer in dem Moment der Orientierungssuche präsent ist\, der den weiteren Weg des Konsumenten oder der Leserin bestimmt. \n \nZwei Kanäle\, zwei LogikenSEO und GEO werden gerne als zwei Versionen desselben Werkzeugs behandelt. Das sind sie nicht! Hier liegt ein eklatanter Denkfehler\, den ich in fast jedem Erstgespräch korrigiere.SEO ist ein Performance-Kanal\, das heißt jemand sucht aktiv\, gibt einen Begriff ein und klickt. Absicht – Klick – Messung – Conversion. Die Logik ist transaktional und direkt messbar.GEO hingegen ist ein Brand-Kanal. Wer in einer KI-Antwort erwähnt wird\, wird nicht angeklickt\, sondern wahrgenommen. Die Wirkung entsteht früher in der Nutzungsreise\, bereits in der Phase\, in der schon Orientierung gesucht wird\, aber noch keine konkrete Absicht formuliert ist. Das ist die Phase\, in der Medienhäuser traditionell stark sind. Genau dort greift GEO.Für Verlage bedeutet das: Wer in KI-Antworten als kompetente und verlässliche Quelle zu einem Thema erscheint\, baut Vertrauen auf\, noch bevor die eigentliche Nutzungsentscheidung getroffen wird. Das entspricht in der Wirkung klassischer Markenarbeit\, die aber auf einem neuen Kanal stattfindet.Das bedeutet auch für die interne Planung in den Verlagen: GEO gehört nicht ins Performance-Budget\, sondern ins Brand-Budget mit eigenen Brand-Metriken und Brand-Geduld.Trotzdem gilt: GEO ersetzt SEO nicht. Wer bei Google an Sichtbarkeit verliert\, verliert parallel in ChatGPT. Denn ChatGPT und Microsoft Copilot nutzen zwar Bing als primäre Datenquelle\, Bing bewertet aber ähnliche Qualitätssignale wie Google. Saubere Technik\, starker Content und nachweisbare Expertise sind also die Basis für beides – SEO und GEO. \nDer strukturelle Vorteil von Verlagen\, und wie man ihn nutztVerlage und Medienhäuser haben gegenüber den meisten anderen Branchen einen echten GEO-Vorteil: Sie produzieren bereits großen Mengen an thematisch fokussiertem\, fundiert recherchiertem Content. Genau das ist das Rohmaterial\, aus dem Sprachmodelle mit Vorliebe zitieren. Dieser Vorteil ist aber kein Automatismus. Er muss aktiviert werden. \n \nThemenautorität sichtbar machen Sprachmodelle denken nicht in Keywords\, sondern in Entitäten und Themenfeldern. Wer zu einem Thema dauerhaft\, präzise und belegbar publiziert\, wird als zuständige und vertrauensvolle Stimme erkannt. Für Verlage heißt das: Das redaktionelle Profil muss digital auch als Entität erkennbar sein\, nicht nur als Ansammlung von Artikeln. Daher sollte die erste Maßnahme nach dem Lesen dieses Artikels sein: Prüfen Sie\, wie Ihr Verlag und Ihre wichtigsten Titel auf Wikipedia\, Wikidata\, in Branchenverzeichnissen und auf LinkedIn beschrieben sind. Stimmen die Beschreibungen mit Ihrem tatsächlichen Themenfeld und Ihrer Reichweite überein? Inkonsistenz ist einer der häufigsten Gründe\, warum Medienmarken in KI-Antworten fehlen oder falsch eingeordnet werden. \nContent\, der zitiert werden kannSprachmodelle extrahieren Textabschnitte\, sogenannte Chunks\, die eine Frage direkt und präzise beantworten. Langer\, gut recherchierter Fließtext allein reicht dafür nicht.Drei Regeln aus meiner Praxis: \n\nDie Kernaussage gehört in die ersten 150 Wörter. Nicht als Einleitung\, sondern als direkte Antwort auf eine Frage\, die Nutzerinnen und Nutzer stellen könnten.\nAbsätze sollten 60 bis 80 Wörter umfassen. In sich geschlossene\, extrahierbare Einheiten sind für Sprachmodelle leichter zu verarbeiten als lange Fließtextblöcke.\nBelegbare Aussagen schlagen allgemeine Einordnungen. Eigene Studiendaten\, Zitate aus Interviews\, konkrete Zahlen: genau das\, was guten Journalismus ausmacht\, ist für GEO wertvoller als jeder Kommentar ohne Belege.\n\nBing nicht unterschätzen \n\nDass ChatGPT und Microsoft Copilot ihre Quellen primär aus Bing und nicht aus Google ziehen\, überrascht viele. Rund 87 Prozent der von ChatGPT verwendeten Quellen entsprechen den Top-10-Ergebnissen bei Bing. Bing hat in Deutschland zwar nur rund 5 bis 6 Prozent Marktanteil\, wer aber dort nicht präsent ist\, fehlt in einer der wichtigsten Quellen für KI-Antworten. Quick win: Registrieren Sie daher – am besten noch heute – Ihre wichtigsten Domains in den Bing Webmaster Tools und überprüfen Sie\, ob alle relevanten Seiten indexiert sind. Das dauert etwa 20 Minuten und schließt eine Lücke\, die die meisten Verlage noch haben.Was messen\, wenn klassische Klick-Metriken nicht mehr ausreichen?Der Traffic-Rückgang durch AI Overviews ist deutlich messbar. Weniger messbar\, aber ebenso real\, ist der Sichtbarkeitsgewinn oder -verlust auf dem GEO-Kanal. Einige relevante Kennzahlen für Verlage: \nØ  Citation Rate: Wie oft tauchen Ihre Titel beirelevanten Themenabfragen in KI-Antworten auf? Definieren Sie ein Set von 15bis 20 Prompts\, die Ihre Zielgruppe typischerweise stellt. Fragen Sie dieseregelmäßig ab\, manuell oder mit Tools wie Otterly.AI\, Peec AIoder Rankscale\, und dokumentieren Sie die Ergebnisse. \nØ  Sentiment und Genauigkeit: Analysieren Sie nichtnur ob Sie erwähnt werden\, sondern auch wie. Werden Ihre Titel mit den Themenassoziiert\, für die sie stehen? Werden Reichweiten und Zielgruppen korrektbeschrieben? Für Werbevermarkter ist das besonders relevant\, denn was ChatGPTüber Ihr Medium sagt\, beeinflusst möglicherweise bald auch Mediapläne. \nØ  AI-referred Traffic in GA4: Mit einemRegex-Filter im Session-Report lässt sich der Traffic aus ChatGPT\, Perplexity\,Gemini\, Copilot und anderen Quellen segmentieren und beobachten. Der Anteil desTraffics aus diesen Quellen wächst. Es lohnt sich\, ihn schon heute zu messen. \nWas als nächstes kommt\, und warum es für Verlage besonders relevant ist \n\n\nDie nächste Stufe nach der KI-Suche sind AI Agents: also eigenständig agierende Systeme\, die im Auftrag von Nutzerinnen und Nutzern recherchieren\, vergleichen und Entscheidungen vorbereiten. Gartner prognostiziert\, dass bis 2028 rund 90 Prozent aller B2B-Transaktionen durch solche Agents vorbereitet oder vermittelt werden.Für Verlage bedeutet das nicht nur\, dass die eigene Marke von Agents gefunden werden muss. Es bedeutet auch\, dass Mediaplanung\, Anzeigenbuchung und Zielgruppenrecherche künftig durch Agents laufen könnten\, die ihre Quellen aus denselben Datenräumen ziehen\, in denen GEO heute entschieden wird. \nWer jetzt nicht als verlässliche\, klar positionierte Medienmarke in diesen Datenräumen präsent ist\, riskiert\, aus automatisierten Prozessen herauszufallen\, still und ohne Benachrichtigung.\n\n \n\n \n \nFazit: Drei Fragen für heuteStatt einer weiteren Zusammenfassung lassen Sie mich mit drei konkreten Fragen schließen\, die Sie zeitnah – am besten noch heute\, für sich und Ihren Verlag beantworten sollten: \n \n\n\n\n\n\n1. Fragen Sie ChatGPT nach Ihrem Verlag und Ihren wichtigsten Titeln: Tauchen Sie auf? Stimmt\, was dort steht? Werden Sie für die richtigen Themen und Zielgruppen genannt? \n\n2. Wissen Sie\, welche Fragen Ihre Leserinnen und Leser sowie Ihre Werbekundinnen und Werbekunden an KI-Assistenten stellen\, und sind Ihre Inhalte so aufgebaut\, dass sie als Antwort in Frage kommen?3. Sind Ihre wichtigsten Domains bei Bing indexiert und der AI-Traffic in GA4 bereits messbar gemacht? \n \n \n\nVerlage\, die diese drei Fragen heute mit Ja beantworten können\, haben gegenüber dem Wettbewerb bereits einen Vorsprung\, der schon in 18 Monaten nur noch schwer aufzuholen sein wird. |
URL:https://mvfp-akademie.de/event/unternehmensbesuch-vnr-group-transformation-vom-verlag-zum-medientechnologie-unternehmen/
LOCATION:VNR Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG\, Theodor-Heuss-Straße 2-4\, Bonn\, 53177\, Germany
CATEGORIES:Fachübergreifend,IT und Digital,Marketing,Unternehmensbesuche,Vertrieb
ATTACH;FMTTYPE=image/png:https://mvfp-akademie.de/wp-content/uploads/2026/03/Header-Unternehmensbesuch-VNR-Verlag.png
END:VEVENT
BEGIN:VEVENT
DTSTART;TZID=Europe/Berlin:20260618T093000
DTEND;TZID=Europe/Berlin:20260618T130000
DTSTAMP:20260511T164017
CREATED:20260309T142733Z
LAST-MODIFIED:20260311T160638Z
UID:57278-1781775000-1781787600@mvfp-akademie.de
SUMMARY:Leadgenerierung für Verlage – Strategie\, Kampagnen & Automatisierung
DESCRIPTION:Von Patrick Klingberg\, Digitaler Architekt \n \n\n  \nExperte für KI im Marketing\, GEO-Spezialist und Sparringspartner für Verlage und Medienhäuser\n\n \nKey Takeaways \n \n\n\n\n\n\n\n\n\nGEO (Generative Engine Optimization) ist für Verlage und Medienhäuser doppelt relevant: als Sichtbarkeitskanal für die eigene Marke und als Thema\, das ihre Werbekunden bewegt.\n\n\n\n \n\n\n\nSEO ist ein Performance-Kanal. GEO ist ein Brand-Kanal. Beide folgen unterschiedlichen Logiken und brauchen unterschiedliche Strategien.\n\n\n\n \n\n\n\nGEO wirkt früher in der Nutzungsreise\, also schon bevor jemand aktiv sucht; wenn die Person noch Orientierung sucht.\n\n\n\n \n\n\n\nVerlage haben gegenüber anderen Branchen einen strukturellen Vorteil bei GEO\, wenn sie ihn gezielt nutzen.\n\n\n\n \n\n\n\nErste Maßnahmen lassen sich direkt umsetzen\, ohne großen Einsatz von Ressourcen. Stichwort: Quick wins.\n\n\n\n \n \nStellen Sie sich folgende Situation vor: Eine Leserin Ihres Magazins\, Fachmediums oder Ihrer Zeitung sucht nach Orientierung zu einem Thema\, das Ihr Redaktionsteam seit Jahren journalistisch aufarbeitet. Sie fragt ChatGPT und bekommt eine Antwort\, in der Sie als Medium nicht vorkommen.Warum ist das so? Denn es gibt kein schlechtes Google-Ranking und auch kein Algorithmus-Problem. Dennoch existiert Ihr Medium in diesem relevanten Moment schlicht nicht.In genau dieser Situation befinden sich momentan viele Verlage und Medienhäuser- meist\, ohne es zu merken. Denn die meisten Verlagshäuser und Medienunternehmen messen noch immer ausschließlich Google-Traffic und organische Reichweite. Die Frage\, wie sichtbar die eigene Marke in KI-generierten Antworten ist\, stellen sie sich noch nicht.Als GEO-Spezialist und Sparringspartner für Verlage und Medienhäuser erlebe ich in Gesprächen mit Verlagsteams regelmäßig\, dass es eine unangenehme Überraschung gibt\, wenn das eigene Titel-Portfolio bei ChatGPT oder Gemini [zum ersten Mal abgefragt wird. Manchmal taucht man auf\, oft aber nicht. Und wenn doch\, stimmt häufig nicht\, was die KI dort aufführt.Darum geht es in diesem Artikel. \n \nWas sich beim Thema Suche verändert\, und warum Verlage besonders betroffen sindGoogle dominiert die Suche seit 25 Jahren weshalb Verlage und Medienhäuser ihre Digitalstrategie darauf ausgerichtet haben: mit SEO\, Content-Optimierung und Traffic-Metriken. Das Spielfeld war klar – nun nicht mehr.Seit 2023 gibt es ein zweites Spielfeld\, auf dem immer mehr Spielzeit stattfindet\, ohne dass Verlage das Geschehen systematisch beobachten.ChatGPT hat Anfang 2026 die Marke von 900 Millionen wöchentlichen Nutzerinnen und Nutzern überschritten. Google‘s AI Overviews erreichen über zwei Milliarden Menschen. In Deutschland nutzen schätzungsweise 20 bis 24 Millionen Menschen monatlich ChatGPT\, also fast jede dritte erwachsene Person. All diese Menschen stellen keine Suchanfragen mehr. Sie führen Gespräche. Und sie bekommen auf ihre Fragen Antworten und keine Linklisten.Für Verlage bedeutet das zwei Dinge. \n \nErstens: Der Traffic aus klassischer Google-Suche geht zurück\, zum Teil massiv\, denn AI Overviews (AIO) beantworten Fragen direkt\, meist ohne\, dass noch auf tiefergehende Quellen geklickt wird. AIOs sind zwar nicht immer ausdifferenziert\, aber gerade für schnelle Fragen zwischendurch reicht vielen Nutzern die Zusammenfassung. Wer als Verlag auf Klickvolumen angewiesen ist\, spürt die Folgen bereits seit einiger Zeit deutlich.Zweitens: Es entsteht ein neuer Kanal\, in dem Markenbekanntheit\, Themenautorität und Vertrauen verhandelt werden. Dieser Kanal heißt GEO (Generative Engine Optimization).Nehmen wir zur Veranschaulichung zwei konkrete Szenarien aus dem Verlagsalltag: \n \nSzenario 1\, Fachmedium und Zielgruppenrecherche: Eine Marketingleiterin aus der Pharmabranche sucht ein Fachmedium für die nächste Anzeigenkampagne. Sie fragt ChatGPT: „Welche Fachmagazine für Apothekerinnen und Apotheker sind in Deutschland relevant?“ Sie bekommt eine Liste mit Titeln\, kurzen Einordnungen und Reichweiten. Welche Titel dort auftauchen\, hängt nicht mehr allein von Google-Rankings ab\, sondern davon\, wie konsistent und glaubwürdig die jeweilige Medienmarke in den Quellen vertreten ist\, die das Sprachmodell kennt. \nSzenario 2\, Verlag als Wissensgeber: Eine Leserin eines Publikumsmagazins hat eine komplexe Frage zum Titelthema der letzten Ausgabe. Sie fragt Copilot statt Google. Wenn das Magazin in der Copilot-Antwort als kompetente Quelle auftaucht\, entstehen bei der Leserin Wiedererkennung und Vertrauen\, auch ohne\, dass sie weiterklickt. Erscheint das Magazin nicht in den Ergebnissen\, können Wettbewerber oder eine generische Informationsseite für diesen Moment die Deutungshoheit übernehmen.In beiden Fällen entscheidet GEO darüber\, wer in dem Moment der Orientierungssuche präsent ist\, der den weiteren Weg des Konsumenten oder der Leserin bestimmt. \n \nZwei Kanäle\, zwei LogikenSEO und GEO werden gerne als zwei Versionen desselben Werkzeugs behandelt. Das sind sie nicht! Hier liegt ein eklatanter Denkfehler\, den ich in fast jedem Erstgespräch korrigiere.SEO ist ein Performance-Kanal\, das heißt jemand sucht aktiv\, gibt einen Begriff ein und klickt. Absicht – Klick – Messung – Conversion. Die Logik ist transaktional und direkt messbar.GEO hingegen ist ein Brand-Kanal. Wer in einer KI-Antwort erwähnt wird\, wird nicht angeklickt\, sondern wahrgenommen. Die Wirkung entsteht früher in der Nutzungsreise\, bereits in der Phase\, in der schon Orientierung gesucht wird\, aber noch keine konkrete Absicht formuliert ist. Das ist die Phase\, in der Medienhäuser traditionell stark sind. Genau dort greift GEO.Für Verlage bedeutet das: Wer in KI-Antworten als kompetente und verlässliche Quelle zu einem Thema erscheint\, baut Vertrauen auf\, noch bevor die eigentliche Nutzungsentscheidung getroffen wird. Das entspricht in der Wirkung klassischer Markenarbeit\, die aber auf einem neuen Kanal stattfindet.Das bedeutet auch für die interne Planung in den Verlagen: GEO gehört nicht ins Performance-Budget\, sondern ins Brand-Budget mit eigenen Brand-Metriken und Brand-Geduld.Trotzdem gilt: GEO ersetzt SEO nicht. Wer bei Google an Sichtbarkeit verliert\, verliert parallel in ChatGPT. Denn ChatGPT und Microsoft Copilot nutzen zwar Bing als primäre Datenquelle\, Bing bewertet aber ähnliche Qualitätssignale wie Google. Saubere Technik\, starker Content und nachweisbare Expertise sind also die Basis für beides – SEO und GEO. \nDer strukturelle Vorteil von Verlagen\, und wie man ihn nutztVerlage und Medienhäuser haben gegenüber den meisten anderen Branchen einen echten GEO-Vorteil: Sie produzieren bereits großen Mengen an thematisch fokussiertem\, fundiert recherchiertem Content. Genau das ist das Rohmaterial\, aus dem Sprachmodelle mit Vorliebe zitieren. Dieser Vorteil ist aber kein Automatismus. Er muss aktiviert werden. \n \nThemenautorität sichtbar machen Sprachmodelle denken nicht in Keywords\, sondern in Entitäten und Themenfeldern. Wer zu einem Thema dauerhaft\, präzise und belegbar publiziert\, wird als zuständige und vertrauensvolle Stimme erkannt. Für Verlage heißt das: Das redaktionelle Profil muss digital auch als Entität erkennbar sein\, nicht nur als Ansammlung von Artikeln. Daher sollte die erste Maßnahme nach dem Lesen dieses Artikels sein: Prüfen Sie\, wie Ihr Verlag und Ihre wichtigsten Titel auf Wikipedia\, Wikidata\, in Branchenverzeichnissen und auf LinkedIn beschrieben sind. Stimmen die Beschreibungen mit Ihrem tatsächlichen Themenfeld und Ihrer Reichweite überein? Inkonsistenz ist einer der häufigsten Gründe\, warum Medienmarken in KI-Antworten fehlen oder falsch eingeordnet werden. \nContent\, der zitiert werden kannSprachmodelle extrahieren Textabschnitte\, sogenannte Chunks\, die eine Frage direkt und präzise beantworten. Langer\, gut recherchierter Fließtext allein reicht dafür nicht.Drei Regeln aus meiner Praxis: \n\nDie Kernaussage gehört in die ersten 150 Wörter. Nicht als Einleitung\, sondern als direkte Antwort auf eine Frage\, die Nutzerinnen und Nutzer stellen könnten.\nAbsätze sollten 60 bis 80 Wörter umfassen. In sich geschlossene\, extrahierbare Einheiten sind für Sprachmodelle leichter zu verarbeiten als lange Fließtextblöcke.\nBelegbare Aussagen schlagen allgemeine Einordnungen. Eigene Studiendaten\, Zitate aus Interviews\, konkrete Zahlen: genau das\, was guten Journalismus ausmacht\, ist für GEO wertvoller als jeder Kommentar ohne Belege.\n\nBing nicht unterschätzen \n\nDass ChatGPT und Microsoft Copilot ihre Quellen primär aus Bing und nicht aus Google ziehen\, überrascht viele. Rund 87 Prozent der von ChatGPT verwendeten Quellen entsprechen den Top-10-Ergebnissen bei Bing. Bing hat in Deutschland zwar nur rund 5 bis 6 Prozent Marktanteil\, wer aber dort nicht präsent ist\, fehlt in einer der wichtigsten Quellen für KI-Antworten. Quick win: Registrieren Sie daher – am besten noch heute – Ihre wichtigsten Domains in den Bing Webmaster Tools und überprüfen Sie\, ob alle relevanten Seiten indexiert sind. Das dauert etwa 20 Minuten und schließt eine Lücke\, die die meisten Verlage noch haben.Was messen\, wenn klassische Klick-Metriken nicht mehr ausreichen?Der Traffic-Rückgang durch AI Overviews ist deutlich messbar. Weniger messbar\, aber ebenso real\, ist der Sichtbarkeitsgewinn oder -verlust auf dem GEO-Kanal. Einige relevante Kennzahlen für Verlage: \nØ  Citation Rate: Wie oft tauchen Ihre Titel beirelevanten Themenabfragen in KI-Antworten auf? Definieren Sie ein Set von 15bis 20 Prompts\, die Ihre Zielgruppe typischerweise stellt. Fragen Sie dieseregelmäßig ab\, manuell oder mit Tools wie Otterly.AI\, Peec AIoder Rankscale\, und dokumentieren Sie die Ergebnisse. \nØ  Sentiment und Genauigkeit: Analysieren Sie nichtnur ob Sie erwähnt werden\, sondern auch wie. Werden Ihre Titel mit den Themenassoziiert\, für die sie stehen? Werden Reichweiten und Zielgruppen korrektbeschrieben? Für Werbevermarkter ist das besonders relevant\, denn was ChatGPTüber Ihr Medium sagt\, beeinflusst möglicherweise bald auch Mediapläne. \nØ  AI-referred Traffic in GA4: Mit einemRegex-Filter im Session-Report lässt sich der Traffic aus ChatGPT\, Perplexity\,Gemini\, Copilot und anderen Quellen segmentieren und beobachten. Der Anteil desTraffics aus diesen Quellen wächst. Es lohnt sich\, ihn schon heute zu messen. \nWas als nächstes kommt\, und warum es für Verlage besonders relevant ist \n\n\nDie nächste Stufe nach der KI-Suche sind AI Agents: also eigenständig agierende Systeme\, die im Auftrag von Nutzerinnen und Nutzern recherchieren\, vergleichen und Entscheidungen vorbereiten. Gartner prognostiziert\, dass bis 2028 rund 90 Prozent aller B2B-Transaktionen durch solche Agents vorbereitet oder vermittelt werden.Für Verlage bedeutet das nicht nur\, dass die eigene Marke von Agents gefunden werden muss. Es bedeutet auch\, dass Mediaplanung\, Anzeigenbuchung und Zielgruppenrecherche künftig durch Agents laufen könnten\, die ihre Quellen aus denselben Datenräumen ziehen\, in denen GEO heute entschieden wird. \nWer jetzt nicht als verlässliche\, klar positionierte Medienmarke in diesen Datenräumen präsent ist\, riskiert\, aus automatisierten Prozessen herauszufallen\, still und ohne Benachrichtigung.\n\n \n\n \n \nFazit: Drei Fragen für heuteStatt einer weiteren Zusammenfassung lassen Sie mich mit drei konkreten Fragen schließen\, die Sie zeitnah – am besten noch heute\, für sich und Ihren Verlag beantworten sollten: \n \n\n\n\n\n\n1. Fragen Sie ChatGPT nach Ihrem Verlag und Ihren wichtigsten Titeln: Tauchen Sie auf? Stimmt\, was dort steht? Werden Sie für die richtigen Themen und Zielgruppen genannt? \n\n2. Wissen Sie\, welche Fragen Ihre Leserinnen und Leser sowie Ihre Werbekundinnen und Werbekunden an KI-Assistenten stellen\, und sind Ihre Inhalte so aufgebaut\, dass sie als Antwort in Frage kommen?3. Sind Ihre wichtigsten Domains bei Bing indexiert und der AI-Traffic in GA4 bereits messbar gemacht? \n \n \n\nVerlage\, die diese drei Fragen heute mit Ja beantworten können\, haben gegenüber dem Wettbewerb bereits einen Vorsprung\, der schon in 18 Monaten nur noch schwer aufzuholen sein wird. |
URL:https://mvfp-akademie.de/event/leadgenerierung-fuer-verlage-strategie-kampagnen-automatisierung/
LOCATION:Die Durchführung erfolgt DIGITAL!
CATEGORIES:Abo & Subscription,Fachübergreifend,IT und Digital,WebSeminare
ATTACH;FMTTYPE=image/jpeg:https://mvfp-akademie.de/wp-content/uploads/2026/03/Header-Website-Leadgenerierung-High-Quality.jpg
END:VEVENT
BEGIN:VEVENT
DTSTART;TZID=Europe/Berlin:20260622T090000
DTEND;TZID=Europe/Berlin:20260622T170000
DTSTAMP:20260511T164017
CREATED:20260324T125325Z
LAST-MODIFIED:20260429T063808Z
UID:57456-1782118800-1782147600@mvfp-akademie.de
SUMMARY:Workshop: Marke first - Relevanz in Zeiten von KI
DESCRIPTION:Von Patrick Klingberg\, Digitaler Architekt \n \n\n  \nExperte für KI im Marketing\, GEO-Spezialist und Sparringspartner für Verlage und Medienhäuser\n\n \nKey Takeaways \n \n\n\n\n\n\n\n\n\nGEO (Generative Engine Optimization) ist für Verlage und Medienhäuser doppelt relevant: als Sichtbarkeitskanal für die eigene Marke und als Thema\, das ihre Werbekunden bewegt.\n\n\n\n \n\n\n\nSEO ist ein Performance-Kanal. GEO ist ein Brand-Kanal. Beide folgen unterschiedlichen Logiken und brauchen unterschiedliche Strategien.\n\n\n\n \n\n\n\nGEO wirkt früher in der Nutzungsreise\, also schon bevor jemand aktiv sucht; wenn die Person noch Orientierung sucht.\n\n\n\n \n\n\n\nVerlage haben gegenüber anderen Branchen einen strukturellen Vorteil bei GEO\, wenn sie ihn gezielt nutzen.\n\n\n\n \n\n\n\nErste Maßnahmen lassen sich direkt umsetzen\, ohne großen Einsatz von Ressourcen. Stichwort: Quick wins.\n\n\n\n \n \nStellen Sie sich folgende Situation vor: Eine Leserin Ihres Magazins\, Fachmediums oder Ihrer Zeitung sucht nach Orientierung zu einem Thema\, das Ihr Redaktionsteam seit Jahren journalistisch aufarbeitet. Sie fragt ChatGPT und bekommt eine Antwort\, in der Sie als Medium nicht vorkommen.Warum ist das so? Denn es gibt kein schlechtes Google-Ranking und auch kein Algorithmus-Problem. Dennoch existiert Ihr Medium in diesem relevanten Moment schlicht nicht.In genau dieser Situation befinden sich momentan viele Verlage und Medienhäuser- meist\, ohne es zu merken. Denn die meisten Verlagshäuser und Medienunternehmen messen noch immer ausschließlich Google-Traffic und organische Reichweite. Die Frage\, wie sichtbar die eigene Marke in KI-generierten Antworten ist\, stellen sie sich noch nicht.Als GEO-Spezialist und Sparringspartner für Verlage und Medienhäuser erlebe ich in Gesprächen mit Verlagsteams regelmäßig\, dass es eine unangenehme Überraschung gibt\, wenn das eigene Titel-Portfolio bei ChatGPT oder Gemini [zum ersten Mal abgefragt wird. Manchmal taucht man auf\, oft aber nicht. Und wenn doch\, stimmt häufig nicht\, was die KI dort aufführt.Darum geht es in diesem Artikel. \n \nWas sich beim Thema Suche verändert\, und warum Verlage besonders betroffen sindGoogle dominiert die Suche seit 25 Jahren weshalb Verlage und Medienhäuser ihre Digitalstrategie darauf ausgerichtet haben: mit SEO\, Content-Optimierung und Traffic-Metriken. Das Spielfeld war klar – nun nicht mehr.Seit 2023 gibt es ein zweites Spielfeld\, auf dem immer mehr Spielzeit stattfindet\, ohne dass Verlage das Geschehen systematisch beobachten.ChatGPT hat Anfang 2026 die Marke von 900 Millionen wöchentlichen Nutzerinnen und Nutzern überschritten. Google‘s AI Overviews erreichen über zwei Milliarden Menschen. In Deutschland nutzen schätzungsweise 20 bis 24 Millionen Menschen monatlich ChatGPT\, also fast jede dritte erwachsene Person. All diese Menschen stellen keine Suchanfragen mehr. Sie führen Gespräche. Und sie bekommen auf ihre Fragen Antworten und keine Linklisten.Für Verlage bedeutet das zwei Dinge. \n \nErstens: Der Traffic aus klassischer Google-Suche geht zurück\, zum Teil massiv\, denn AI Overviews (AIO) beantworten Fragen direkt\, meist ohne\, dass noch auf tiefergehende Quellen geklickt wird. AIOs sind zwar nicht immer ausdifferenziert\, aber gerade für schnelle Fragen zwischendurch reicht vielen Nutzern die Zusammenfassung. Wer als Verlag auf Klickvolumen angewiesen ist\, spürt die Folgen bereits seit einiger Zeit deutlich.Zweitens: Es entsteht ein neuer Kanal\, in dem Markenbekanntheit\, Themenautorität und Vertrauen verhandelt werden. Dieser Kanal heißt GEO (Generative Engine Optimization).Nehmen wir zur Veranschaulichung zwei konkrete Szenarien aus dem Verlagsalltag: \n \nSzenario 1\, Fachmedium und Zielgruppenrecherche: Eine Marketingleiterin aus der Pharmabranche sucht ein Fachmedium für die nächste Anzeigenkampagne. Sie fragt ChatGPT: „Welche Fachmagazine für Apothekerinnen und Apotheker sind in Deutschland relevant?“ Sie bekommt eine Liste mit Titeln\, kurzen Einordnungen und Reichweiten. Welche Titel dort auftauchen\, hängt nicht mehr allein von Google-Rankings ab\, sondern davon\, wie konsistent und glaubwürdig die jeweilige Medienmarke in den Quellen vertreten ist\, die das Sprachmodell kennt. \nSzenario 2\, Verlag als Wissensgeber: Eine Leserin eines Publikumsmagazins hat eine komplexe Frage zum Titelthema der letzten Ausgabe. Sie fragt Copilot statt Google. Wenn das Magazin in der Copilot-Antwort als kompetente Quelle auftaucht\, entstehen bei der Leserin Wiedererkennung und Vertrauen\, auch ohne\, dass sie weiterklickt. Erscheint das Magazin nicht in den Ergebnissen\, können Wettbewerber oder eine generische Informationsseite für diesen Moment die Deutungshoheit übernehmen.In beiden Fällen entscheidet GEO darüber\, wer in dem Moment der Orientierungssuche präsent ist\, der den weiteren Weg des Konsumenten oder der Leserin bestimmt. \n \nZwei Kanäle\, zwei LogikenSEO und GEO werden gerne als zwei Versionen desselben Werkzeugs behandelt. Das sind sie nicht! Hier liegt ein eklatanter Denkfehler\, den ich in fast jedem Erstgespräch korrigiere.SEO ist ein Performance-Kanal\, das heißt jemand sucht aktiv\, gibt einen Begriff ein und klickt. Absicht – Klick – Messung – Conversion. Die Logik ist transaktional und direkt messbar.GEO hingegen ist ein Brand-Kanal. Wer in einer KI-Antwort erwähnt wird\, wird nicht angeklickt\, sondern wahrgenommen. Die Wirkung entsteht früher in der Nutzungsreise\, bereits in der Phase\, in der schon Orientierung gesucht wird\, aber noch keine konkrete Absicht formuliert ist. Das ist die Phase\, in der Medienhäuser traditionell stark sind. Genau dort greift GEO.Für Verlage bedeutet das: Wer in KI-Antworten als kompetente und verlässliche Quelle zu einem Thema erscheint\, baut Vertrauen auf\, noch bevor die eigentliche Nutzungsentscheidung getroffen wird. Das entspricht in der Wirkung klassischer Markenarbeit\, die aber auf einem neuen Kanal stattfindet.Das bedeutet auch für die interne Planung in den Verlagen: GEO gehört nicht ins Performance-Budget\, sondern ins Brand-Budget mit eigenen Brand-Metriken und Brand-Geduld.Trotzdem gilt: GEO ersetzt SEO nicht. Wer bei Google an Sichtbarkeit verliert\, verliert parallel in ChatGPT. Denn ChatGPT und Microsoft Copilot nutzen zwar Bing als primäre Datenquelle\, Bing bewertet aber ähnliche Qualitätssignale wie Google. Saubere Technik\, starker Content und nachweisbare Expertise sind also die Basis für beides – SEO und GEO. \nDer strukturelle Vorteil von Verlagen\, und wie man ihn nutztVerlage und Medienhäuser haben gegenüber den meisten anderen Branchen einen echten GEO-Vorteil: Sie produzieren bereits großen Mengen an thematisch fokussiertem\, fundiert recherchiertem Content. Genau das ist das Rohmaterial\, aus dem Sprachmodelle mit Vorliebe zitieren. Dieser Vorteil ist aber kein Automatismus. Er muss aktiviert werden. \n \nThemenautorität sichtbar machen Sprachmodelle denken nicht in Keywords\, sondern in Entitäten und Themenfeldern. Wer zu einem Thema dauerhaft\, präzise und belegbar publiziert\, wird als zuständige und vertrauensvolle Stimme erkannt. Für Verlage heißt das: Das redaktionelle Profil muss digital auch als Entität erkennbar sein\, nicht nur als Ansammlung von Artikeln. Daher sollte die erste Maßnahme nach dem Lesen dieses Artikels sein: Prüfen Sie\, wie Ihr Verlag und Ihre wichtigsten Titel auf Wikipedia\, Wikidata\, in Branchenverzeichnissen und auf LinkedIn beschrieben sind. Stimmen die Beschreibungen mit Ihrem tatsächlichen Themenfeld und Ihrer Reichweite überein? Inkonsistenz ist einer der häufigsten Gründe\, warum Medienmarken in KI-Antworten fehlen oder falsch eingeordnet werden. \nContent\, der zitiert werden kannSprachmodelle extrahieren Textabschnitte\, sogenannte Chunks\, die eine Frage direkt und präzise beantworten. Langer\, gut recherchierter Fließtext allein reicht dafür nicht.Drei Regeln aus meiner Praxis: \n\nDie Kernaussage gehört in die ersten 150 Wörter. Nicht als Einleitung\, sondern als direkte Antwort auf eine Frage\, die Nutzerinnen und Nutzer stellen könnten.\nAbsätze sollten 60 bis 80 Wörter umfassen. In sich geschlossene\, extrahierbare Einheiten sind für Sprachmodelle leichter zu verarbeiten als lange Fließtextblöcke.\nBelegbare Aussagen schlagen allgemeine Einordnungen. Eigene Studiendaten\, Zitate aus Interviews\, konkrete Zahlen: genau das\, was guten Journalismus ausmacht\, ist für GEO wertvoller als jeder Kommentar ohne Belege.\n\nBing nicht unterschätzen \n\nDass ChatGPT und Microsoft Copilot ihre Quellen primär aus Bing und nicht aus Google ziehen\, überrascht viele. Rund 87 Prozent der von ChatGPT verwendeten Quellen entsprechen den Top-10-Ergebnissen bei Bing. Bing hat in Deutschland zwar nur rund 5 bis 6 Prozent Marktanteil\, wer aber dort nicht präsent ist\, fehlt in einer der wichtigsten Quellen für KI-Antworten. Quick win: Registrieren Sie daher – am besten noch heute – Ihre wichtigsten Domains in den Bing Webmaster Tools und überprüfen Sie\, ob alle relevanten Seiten indexiert sind. Das dauert etwa 20 Minuten und schließt eine Lücke\, die die meisten Verlage noch haben.Was messen\, wenn klassische Klick-Metriken nicht mehr ausreichen?Der Traffic-Rückgang durch AI Overviews ist deutlich messbar. Weniger messbar\, aber ebenso real\, ist der Sichtbarkeitsgewinn oder -verlust auf dem GEO-Kanal. Einige relevante Kennzahlen für Verlage: \nØ  Citation Rate: Wie oft tauchen Ihre Titel beirelevanten Themenabfragen in KI-Antworten auf? Definieren Sie ein Set von 15bis 20 Prompts\, die Ihre Zielgruppe typischerweise stellt. Fragen Sie dieseregelmäßig ab\, manuell oder mit Tools wie Otterly.AI\, Peec AIoder Rankscale\, und dokumentieren Sie die Ergebnisse. \nØ  Sentiment und Genauigkeit: Analysieren Sie nichtnur ob Sie erwähnt werden\, sondern auch wie. Werden Ihre Titel mit den Themenassoziiert\, für die sie stehen? Werden Reichweiten und Zielgruppen korrektbeschrieben? Für Werbevermarkter ist das besonders relevant\, denn was ChatGPTüber Ihr Medium sagt\, beeinflusst möglicherweise bald auch Mediapläne. \nØ  AI-referred Traffic in GA4: Mit einemRegex-Filter im Session-Report lässt sich der Traffic aus ChatGPT\, Perplexity\,Gemini\, Copilot und anderen Quellen segmentieren und beobachten. Der Anteil desTraffics aus diesen Quellen wächst. Es lohnt sich\, ihn schon heute zu messen. \nWas als nächstes kommt\, und warum es für Verlage besonders relevant ist \n\n\nDie nächste Stufe nach der KI-Suche sind AI Agents: also eigenständig agierende Systeme\, die im Auftrag von Nutzerinnen und Nutzern recherchieren\, vergleichen und Entscheidungen vorbereiten. Gartner prognostiziert\, dass bis 2028 rund 90 Prozent aller B2B-Transaktionen durch solche Agents vorbereitet oder vermittelt werden.Für Verlage bedeutet das nicht nur\, dass die eigene Marke von Agents gefunden werden muss. Es bedeutet auch\, dass Mediaplanung\, Anzeigenbuchung und Zielgruppenrecherche künftig durch Agents laufen könnten\, die ihre Quellen aus denselben Datenräumen ziehen\, in denen GEO heute entschieden wird. \nWer jetzt nicht als verlässliche\, klar positionierte Medienmarke in diesen Datenräumen präsent ist\, riskiert\, aus automatisierten Prozessen herauszufallen\, still und ohne Benachrichtigung.\n\n \n\n \n \nFazit: Drei Fragen für heuteStatt einer weiteren Zusammenfassung lassen Sie mich mit drei konkreten Fragen schließen\, die Sie zeitnah – am besten noch heute\, für sich und Ihren Verlag beantworten sollten: \n \n\n\n\n\n\n1. Fragen Sie ChatGPT nach Ihrem Verlag und Ihren wichtigsten Titeln: Tauchen Sie auf? Stimmt\, was dort steht? Werden Sie für die richtigen Themen und Zielgruppen genannt? \n\n2. Wissen Sie\, welche Fragen Ihre Leserinnen und Leser sowie Ihre Werbekundinnen und Werbekunden an KI-Assistenten stellen\, und sind Ihre Inhalte so aufgebaut\, dass sie als Antwort in Frage kommen?3. Sind Ihre wichtigsten Domains bei Bing indexiert und der AI-Traffic in GA4 bereits messbar gemacht? \n \n \n\nVerlage\, die diese drei Fragen heute mit Ja beantworten können\, haben gegenüber dem Wettbewerb bereits einen Vorsprung\, der schon in 18 Monaten nur noch schwer aufzuholen sein wird. |
URL:https://mvfp-akademie.de/event/workshop-marke-first-relevanz-in-zeiten-von-ki/
LOCATION:Space\, Am Sandtorkai 27\, Hamburg\, Hamburg\, 20457
CATEGORIES:Fachübergreifend,Marketing,Redaktion,Vertrieb,Workshops
ATTACH;FMTTYPE=image/png:https://mvfp-akademie.de/wp-content/uploads/2026/03/Header-Workshop-Branding.png
END:VEVENT
BEGIN:VEVENT
DTSTART;TZID=Europe/Berlin:20260623T100000
DTEND;TZID=Europe/Berlin:20260624T160000
DTSTAMP:20260511T164017
CREATED:20260203T155724Z
LAST-MODIFIED:20260206T103949Z
UID:56333-1782208800-1782316800@mvfp-akademie.de
SUMMARY:AI meets Media Sales
DESCRIPTION:Von Patrick Klingberg\, Digitaler Architekt \n \n\n  \nExperte für KI im Marketing\, GEO-Spezialist und Sparringspartner für Verlage und Medienhäuser\n\n \nKey Takeaways \n \n\n\n\n\n\n\n\n\nGEO (Generative Engine Optimization) ist für Verlage und Medienhäuser doppelt relevant: als Sichtbarkeitskanal für die eigene Marke und als Thema\, das ihre Werbekunden bewegt.\n\n\n\n \n\n\n\nSEO ist ein Performance-Kanal. GEO ist ein Brand-Kanal. Beide folgen unterschiedlichen Logiken und brauchen unterschiedliche Strategien.\n\n\n\n \n\n\n\nGEO wirkt früher in der Nutzungsreise\, also schon bevor jemand aktiv sucht; wenn die Person noch Orientierung sucht.\n\n\n\n \n\n\n\nVerlage haben gegenüber anderen Branchen einen strukturellen Vorteil bei GEO\, wenn sie ihn gezielt nutzen.\n\n\n\n \n\n\n\nErste Maßnahmen lassen sich direkt umsetzen\, ohne großen Einsatz von Ressourcen. Stichwort: Quick wins.\n\n\n\n \n \nStellen Sie sich folgende Situation vor: Eine Leserin Ihres Magazins\, Fachmediums oder Ihrer Zeitung sucht nach Orientierung zu einem Thema\, das Ihr Redaktionsteam seit Jahren journalistisch aufarbeitet. Sie fragt ChatGPT und bekommt eine Antwort\, in der Sie als Medium nicht vorkommen.Warum ist das so? Denn es gibt kein schlechtes Google-Ranking und auch kein Algorithmus-Problem. Dennoch existiert Ihr Medium in diesem relevanten Moment schlicht nicht.In genau dieser Situation befinden sich momentan viele Verlage und Medienhäuser- meist\, ohne es zu merken. Denn die meisten Verlagshäuser und Medienunternehmen messen noch immer ausschließlich Google-Traffic und organische Reichweite. Die Frage\, wie sichtbar die eigene Marke in KI-generierten Antworten ist\, stellen sie sich noch nicht.Als GEO-Spezialist und Sparringspartner für Verlage und Medienhäuser erlebe ich in Gesprächen mit Verlagsteams regelmäßig\, dass es eine unangenehme Überraschung gibt\, wenn das eigene Titel-Portfolio bei ChatGPT oder Gemini [zum ersten Mal abgefragt wird. Manchmal taucht man auf\, oft aber nicht. Und wenn doch\, stimmt häufig nicht\, was die KI dort aufführt.Darum geht es in diesem Artikel. \n \nWas sich beim Thema Suche verändert\, und warum Verlage besonders betroffen sindGoogle dominiert die Suche seit 25 Jahren weshalb Verlage und Medienhäuser ihre Digitalstrategie darauf ausgerichtet haben: mit SEO\, Content-Optimierung und Traffic-Metriken. Das Spielfeld war klar – nun nicht mehr.Seit 2023 gibt es ein zweites Spielfeld\, auf dem immer mehr Spielzeit stattfindet\, ohne dass Verlage das Geschehen systematisch beobachten.ChatGPT hat Anfang 2026 die Marke von 900 Millionen wöchentlichen Nutzerinnen und Nutzern überschritten. Google‘s AI Overviews erreichen über zwei Milliarden Menschen. In Deutschland nutzen schätzungsweise 20 bis 24 Millionen Menschen monatlich ChatGPT\, also fast jede dritte erwachsene Person. All diese Menschen stellen keine Suchanfragen mehr. Sie führen Gespräche. Und sie bekommen auf ihre Fragen Antworten und keine Linklisten.Für Verlage bedeutet das zwei Dinge. \n \nErstens: Der Traffic aus klassischer Google-Suche geht zurück\, zum Teil massiv\, denn AI Overviews (AIO) beantworten Fragen direkt\, meist ohne\, dass noch auf tiefergehende Quellen geklickt wird. AIOs sind zwar nicht immer ausdifferenziert\, aber gerade für schnelle Fragen zwischendurch reicht vielen Nutzern die Zusammenfassung. Wer als Verlag auf Klickvolumen angewiesen ist\, spürt die Folgen bereits seit einiger Zeit deutlich.Zweitens: Es entsteht ein neuer Kanal\, in dem Markenbekanntheit\, Themenautorität und Vertrauen verhandelt werden. Dieser Kanal heißt GEO (Generative Engine Optimization).Nehmen wir zur Veranschaulichung zwei konkrete Szenarien aus dem Verlagsalltag: \n \nSzenario 1\, Fachmedium und Zielgruppenrecherche: Eine Marketingleiterin aus der Pharmabranche sucht ein Fachmedium für die nächste Anzeigenkampagne. Sie fragt ChatGPT: „Welche Fachmagazine für Apothekerinnen und Apotheker sind in Deutschland relevant?“ Sie bekommt eine Liste mit Titeln\, kurzen Einordnungen und Reichweiten. Welche Titel dort auftauchen\, hängt nicht mehr allein von Google-Rankings ab\, sondern davon\, wie konsistent und glaubwürdig die jeweilige Medienmarke in den Quellen vertreten ist\, die das Sprachmodell kennt. \nSzenario 2\, Verlag als Wissensgeber: Eine Leserin eines Publikumsmagazins hat eine komplexe Frage zum Titelthema der letzten Ausgabe. Sie fragt Copilot statt Google. Wenn das Magazin in der Copilot-Antwort als kompetente Quelle auftaucht\, entstehen bei der Leserin Wiedererkennung und Vertrauen\, auch ohne\, dass sie weiterklickt. Erscheint das Magazin nicht in den Ergebnissen\, können Wettbewerber oder eine generische Informationsseite für diesen Moment die Deutungshoheit übernehmen.In beiden Fällen entscheidet GEO darüber\, wer in dem Moment der Orientierungssuche präsent ist\, der den weiteren Weg des Konsumenten oder der Leserin bestimmt. \n \nZwei Kanäle\, zwei LogikenSEO und GEO werden gerne als zwei Versionen desselben Werkzeugs behandelt. Das sind sie nicht! Hier liegt ein eklatanter Denkfehler\, den ich in fast jedem Erstgespräch korrigiere.SEO ist ein Performance-Kanal\, das heißt jemand sucht aktiv\, gibt einen Begriff ein und klickt. Absicht – Klick – Messung – Conversion. Die Logik ist transaktional und direkt messbar.GEO hingegen ist ein Brand-Kanal. Wer in einer KI-Antwort erwähnt wird\, wird nicht angeklickt\, sondern wahrgenommen. Die Wirkung entsteht früher in der Nutzungsreise\, bereits in der Phase\, in der schon Orientierung gesucht wird\, aber noch keine konkrete Absicht formuliert ist. Das ist die Phase\, in der Medienhäuser traditionell stark sind. Genau dort greift GEO.Für Verlage bedeutet das: Wer in KI-Antworten als kompetente und verlässliche Quelle zu einem Thema erscheint\, baut Vertrauen auf\, noch bevor die eigentliche Nutzungsentscheidung getroffen wird. Das entspricht in der Wirkung klassischer Markenarbeit\, die aber auf einem neuen Kanal stattfindet.Das bedeutet auch für die interne Planung in den Verlagen: GEO gehört nicht ins Performance-Budget\, sondern ins Brand-Budget mit eigenen Brand-Metriken und Brand-Geduld.Trotzdem gilt: GEO ersetzt SEO nicht. Wer bei Google an Sichtbarkeit verliert\, verliert parallel in ChatGPT. Denn ChatGPT und Microsoft Copilot nutzen zwar Bing als primäre Datenquelle\, Bing bewertet aber ähnliche Qualitätssignale wie Google. Saubere Technik\, starker Content und nachweisbare Expertise sind also die Basis für beides – SEO und GEO. \nDer strukturelle Vorteil von Verlagen\, und wie man ihn nutztVerlage und Medienhäuser haben gegenüber den meisten anderen Branchen einen echten GEO-Vorteil: Sie produzieren bereits großen Mengen an thematisch fokussiertem\, fundiert recherchiertem Content. Genau das ist das Rohmaterial\, aus dem Sprachmodelle mit Vorliebe zitieren. Dieser Vorteil ist aber kein Automatismus. Er muss aktiviert werden. \n \nThemenautorität sichtbar machen Sprachmodelle denken nicht in Keywords\, sondern in Entitäten und Themenfeldern. Wer zu einem Thema dauerhaft\, präzise und belegbar publiziert\, wird als zuständige und vertrauensvolle Stimme erkannt. Für Verlage heißt das: Das redaktionelle Profil muss digital auch als Entität erkennbar sein\, nicht nur als Ansammlung von Artikeln. Daher sollte die erste Maßnahme nach dem Lesen dieses Artikels sein: Prüfen Sie\, wie Ihr Verlag und Ihre wichtigsten Titel auf Wikipedia\, Wikidata\, in Branchenverzeichnissen und auf LinkedIn beschrieben sind. Stimmen die Beschreibungen mit Ihrem tatsächlichen Themenfeld und Ihrer Reichweite überein? Inkonsistenz ist einer der häufigsten Gründe\, warum Medienmarken in KI-Antworten fehlen oder falsch eingeordnet werden. \nContent\, der zitiert werden kannSprachmodelle extrahieren Textabschnitte\, sogenannte Chunks\, die eine Frage direkt und präzise beantworten. Langer\, gut recherchierter Fließtext allein reicht dafür nicht.Drei Regeln aus meiner Praxis: \n\nDie Kernaussage gehört in die ersten 150 Wörter. Nicht als Einleitung\, sondern als direkte Antwort auf eine Frage\, die Nutzerinnen und Nutzer stellen könnten.\nAbsätze sollten 60 bis 80 Wörter umfassen. In sich geschlossene\, extrahierbare Einheiten sind für Sprachmodelle leichter zu verarbeiten als lange Fließtextblöcke.\nBelegbare Aussagen schlagen allgemeine Einordnungen. Eigene Studiendaten\, Zitate aus Interviews\, konkrete Zahlen: genau das\, was guten Journalismus ausmacht\, ist für GEO wertvoller als jeder Kommentar ohne Belege.\n\nBing nicht unterschätzen \n\nDass ChatGPT und Microsoft Copilot ihre Quellen primär aus Bing und nicht aus Google ziehen\, überrascht viele. Rund 87 Prozent der von ChatGPT verwendeten Quellen entsprechen den Top-10-Ergebnissen bei Bing. Bing hat in Deutschland zwar nur rund 5 bis 6 Prozent Marktanteil\, wer aber dort nicht präsent ist\, fehlt in einer der wichtigsten Quellen für KI-Antworten. Quick win: Registrieren Sie daher – am besten noch heute – Ihre wichtigsten Domains in den Bing Webmaster Tools und überprüfen Sie\, ob alle relevanten Seiten indexiert sind. Das dauert etwa 20 Minuten und schließt eine Lücke\, die die meisten Verlage noch haben.Was messen\, wenn klassische Klick-Metriken nicht mehr ausreichen?Der Traffic-Rückgang durch AI Overviews ist deutlich messbar. Weniger messbar\, aber ebenso real\, ist der Sichtbarkeitsgewinn oder -verlust auf dem GEO-Kanal. Einige relevante Kennzahlen für Verlage: \nØ  Citation Rate: Wie oft tauchen Ihre Titel beirelevanten Themenabfragen in KI-Antworten auf? Definieren Sie ein Set von 15bis 20 Prompts\, die Ihre Zielgruppe typischerweise stellt. Fragen Sie dieseregelmäßig ab\, manuell oder mit Tools wie Otterly.AI\, Peec AIoder Rankscale\, und dokumentieren Sie die Ergebnisse. \nØ  Sentiment und Genauigkeit: Analysieren Sie nichtnur ob Sie erwähnt werden\, sondern auch wie. Werden Ihre Titel mit den Themenassoziiert\, für die sie stehen? Werden Reichweiten und Zielgruppen korrektbeschrieben? Für Werbevermarkter ist das besonders relevant\, denn was ChatGPTüber Ihr Medium sagt\, beeinflusst möglicherweise bald auch Mediapläne. \nØ  AI-referred Traffic in GA4: Mit einemRegex-Filter im Session-Report lässt sich der Traffic aus ChatGPT\, Perplexity\,Gemini\, Copilot und anderen Quellen segmentieren und beobachten. Der Anteil desTraffics aus diesen Quellen wächst. Es lohnt sich\, ihn schon heute zu messen. \nWas als nächstes kommt\, und warum es für Verlage besonders relevant ist \n\n\nDie nächste Stufe nach der KI-Suche sind AI Agents: also eigenständig agierende Systeme\, die im Auftrag von Nutzerinnen und Nutzern recherchieren\, vergleichen und Entscheidungen vorbereiten. Gartner prognostiziert\, dass bis 2028 rund 90 Prozent aller B2B-Transaktionen durch solche Agents vorbereitet oder vermittelt werden.Für Verlage bedeutet das nicht nur\, dass die eigene Marke von Agents gefunden werden muss. Es bedeutet auch\, dass Mediaplanung\, Anzeigenbuchung und Zielgruppenrecherche künftig durch Agents laufen könnten\, die ihre Quellen aus denselben Datenräumen ziehen\, in denen GEO heute entschieden wird. \nWer jetzt nicht als verlässliche\, klar positionierte Medienmarke in diesen Datenräumen präsent ist\, riskiert\, aus automatisierten Prozessen herauszufallen\, still und ohne Benachrichtigung.\n\n \n\n \n \nFazit: Drei Fragen für heuteStatt einer weiteren Zusammenfassung lassen Sie mich mit drei konkreten Fragen schließen\, die Sie zeitnah – am besten noch heute\, für sich und Ihren Verlag beantworten sollten: \n \n\n\n\n\n\n1. Fragen Sie ChatGPT nach Ihrem Verlag und Ihren wichtigsten Titeln: Tauchen Sie auf? Stimmt\, was dort steht? Werden Sie für die richtigen Themen und Zielgruppen genannt? \n\n2. Wissen Sie\, welche Fragen Ihre Leserinnen und Leser sowie Ihre Werbekundinnen und Werbekunden an KI-Assistenten stellen\, und sind Ihre Inhalte so aufgebaut\, dass sie als Antwort in Frage kommen?3. Sind Ihre wichtigsten Domains bei Bing indexiert und der AI-Traffic in GA4 bereits messbar gemacht? \n \n \n\nVerlage\, die diese drei Fragen heute mit Ja beantworten können\, haben gegenüber dem Wettbewerb bereits einen Vorsprung\, der schon in 18 Monaten nur noch schwer aufzuholen sein wird. |
URL:https://mvfp-akademie.de/event/ai-meets-media-sales/
LOCATION:Die Durchführung erfolgt DIGITAL!
CATEGORIES:Anzeigen,Fachübergreifend,IT und Digital,KI,Marketing,Vertrieb
ATTACH;FMTTYPE=image/jpeg:https://mvfp-akademie.de/wp-content/uploads/2026/02/Header-BDZV-Media-Sales-Website-High-Quality.jpg
END:VEVENT
BEGIN:VEVENT
DTSTART;TZID=Europe/Berlin:20260701T093000
DTEND;TZID=Europe/Berlin:20260701T123000
DTSTAMP:20260511T164017
CREATED:20260331T081524Z
LAST-MODIFIED:20260331T082756Z
UID:57498-1782898200-1782909000@mvfp-akademie.de
SUMMARY:Claude kompakt: Prompting\, Oberfläche & Add-in für Excel
DESCRIPTION:Von Patrick Klingberg\, Digitaler Architekt \n \n\n  \nExperte für KI im Marketing\, GEO-Spezialist und Sparringspartner für Verlage und Medienhäuser\n\n \nKey Takeaways \n \n\n\n\n\n\n\n\n\nGEO (Generative Engine Optimization) ist für Verlage und Medienhäuser doppelt relevant: als Sichtbarkeitskanal für die eigene Marke und als Thema\, das ihre Werbekunden bewegt.\n\n\n\n \n\n\n\nSEO ist ein Performance-Kanal. GEO ist ein Brand-Kanal. Beide folgen unterschiedlichen Logiken und brauchen unterschiedliche Strategien.\n\n\n\n \n\n\n\nGEO wirkt früher in der Nutzungsreise\, also schon bevor jemand aktiv sucht; wenn die Person noch Orientierung sucht.\n\n\n\n \n\n\n\nVerlage haben gegenüber anderen Branchen einen strukturellen Vorteil bei GEO\, wenn sie ihn gezielt nutzen.\n\n\n\n \n\n\n\nErste Maßnahmen lassen sich direkt umsetzen\, ohne großen Einsatz von Ressourcen. Stichwort: Quick wins.\n\n\n\n \n \nStellen Sie sich folgende Situation vor: Eine Leserin Ihres Magazins\, Fachmediums oder Ihrer Zeitung sucht nach Orientierung zu einem Thema\, das Ihr Redaktionsteam seit Jahren journalistisch aufarbeitet. Sie fragt ChatGPT und bekommt eine Antwort\, in der Sie als Medium nicht vorkommen.Warum ist das so? Denn es gibt kein schlechtes Google-Ranking und auch kein Algorithmus-Problem. Dennoch existiert Ihr Medium in diesem relevanten Moment schlicht nicht.In genau dieser Situation befinden sich momentan viele Verlage und Medienhäuser- meist\, ohne es zu merken. Denn die meisten Verlagshäuser und Medienunternehmen messen noch immer ausschließlich Google-Traffic und organische Reichweite. Die Frage\, wie sichtbar die eigene Marke in KI-generierten Antworten ist\, stellen sie sich noch nicht.Als GEO-Spezialist und Sparringspartner für Verlage und Medienhäuser erlebe ich in Gesprächen mit Verlagsteams regelmäßig\, dass es eine unangenehme Überraschung gibt\, wenn das eigene Titel-Portfolio bei ChatGPT oder Gemini [zum ersten Mal abgefragt wird. Manchmal taucht man auf\, oft aber nicht. Und wenn doch\, stimmt häufig nicht\, was die KI dort aufführt.Darum geht es in diesem Artikel. \n \nWas sich beim Thema Suche verändert\, und warum Verlage besonders betroffen sindGoogle dominiert die Suche seit 25 Jahren weshalb Verlage und Medienhäuser ihre Digitalstrategie darauf ausgerichtet haben: mit SEO\, Content-Optimierung und Traffic-Metriken. Das Spielfeld war klar – nun nicht mehr.Seit 2023 gibt es ein zweites Spielfeld\, auf dem immer mehr Spielzeit stattfindet\, ohne dass Verlage das Geschehen systematisch beobachten.ChatGPT hat Anfang 2026 die Marke von 900 Millionen wöchentlichen Nutzerinnen und Nutzern überschritten. Google‘s AI Overviews erreichen über zwei Milliarden Menschen. In Deutschland nutzen schätzungsweise 20 bis 24 Millionen Menschen monatlich ChatGPT\, also fast jede dritte erwachsene Person. All diese Menschen stellen keine Suchanfragen mehr. Sie führen Gespräche. Und sie bekommen auf ihre Fragen Antworten und keine Linklisten.Für Verlage bedeutet das zwei Dinge. \n \nErstens: Der Traffic aus klassischer Google-Suche geht zurück\, zum Teil massiv\, denn AI Overviews (AIO) beantworten Fragen direkt\, meist ohne\, dass noch auf tiefergehende Quellen geklickt wird. AIOs sind zwar nicht immer ausdifferenziert\, aber gerade für schnelle Fragen zwischendurch reicht vielen Nutzern die Zusammenfassung. Wer als Verlag auf Klickvolumen angewiesen ist\, spürt die Folgen bereits seit einiger Zeit deutlich.Zweitens: Es entsteht ein neuer Kanal\, in dem Markenbekanntheit\, Themenautorität und Vertrauen verhandelt werden. Dieser Kanal heißt GEO (Generative Engine Optimization).Nehmen wir zur Veranschaulichung zwei konkrete Szenarien aus dem Verlagsalltag: \n \nSzenario 1\, Fachmedium und Zielgruppenrecherche: Eine Marketingleiterin aus der Pharmabranche sucht ein Fachmedium für die nächste Anzeigenkampagne. Sie fragt ChatGPT: „Welche Fachmagazine für Apothekerinnen und Apotheker sind in Deutschland relevant?“ Sie bekommt eine Liste mit Titeln\, kurzen Einordnungen und Reichweiten. Welche Titel dort auftauchen\, hängt nicht mehr allein von Google-Rankings ab\, sondern davon\, wie konsistent und glaubwürdig die jeweilige Medienmarke in den Quellen vertreten ist\, die das Sprachmodell kennt. \nSzenario 2\, Verlag als Wissensgeber: Eine Leserin eines Publikumsmagazins hat eine komplexe Frage zum Titelthema der letzten Ausgabe. Sie fragt Copilot statt Google. Wenn das Magazin in der Copilot-Antwort als kompetente Quelle auftaucht\, entstehen bei der Leserin Wiedererkennung und Vertrauen\, auch ohne\, dass sie weiterklickt. Erscheint das Magazin nicht in den Ergebnissen\, können Wettbewerber oder eine generische Informationsseite für diesen Moment die Deutungshoheit übernehmen.In beiden Fällen entscheidet GEO darüber\, wer in dem Moment der Orientierungssuche präsent ist\, der den weiteren Weg des Konsumenten oder der Leserin bestimmt. \n \nZwei Kanäle\, zwei LogikenSEO und GEO werden gerne als zwei Versionen desselben Werkzeugs behandelt. Das sind sie nicht! Hier liegt ein eklatanter Denkfehler\, den ich in fast jedem Erstgespräch korrigiere.SEO ist ein Performance-Kanal\, das heißt jemand sucht aktiv\, gibt einen Begriff ein und klickt. Absicht – Klick – Messung – Conversion. Die Logik ist transaktional und direkt messbar.GEO hingegen ist ein Brand-Kanal. Wer in einer KI-Antwort erwähnt wird\, wird nicht angeklickt\, sondern wahrgenommen. Die Wirkung entsteht früher in der Nutzungsreise\, bereits in der Phase\, in der schon Orientierung gesucht wird\, aber noch keine konkrete Absicht formuliert ist. Das ist die Phase\, in der Medienhäuser traditionell stark sind. Genau dort greift GEO.Für Verlage bedeutet das: Wer in KI-Antworten als kompetente und verlässliche Quelle zu einem Thema erscheint\, baut Vertrauen auf\, noch bevor die eigentliche Nutzungsentscheidung getroffen wird. Das entspricht in der Wirkung klassischer Markenarbeit\, die aber auf einem neuen Kanal stattfindet.Das bedeutet auch für die interne Planung in den Verlagen: GEO gehört nicht ins Performance-Budget\, sondern ins Brand-Budget mit eigenen Brand-Metriken und Brand-Geduld.Trotzdem gilt: GEO ersetzt SEO nicht. Wer bei Google an Sichtbarkeit verliert\, verliert parallel in ChatGPT. Denn ChatGPT und Microsoft Copilot nutzen zwar Bing als primäre Datenquelle\, Bing bewertet aber ähnliche Qualitätssignale wie Google. Saubere Technik\, starker Content und nachweisbare Expertise sind also die Basis für beides – SEO und GEO. \nDer strukturelle Vorteil von Verlagen\, und wie man ihn nutztVerlage und Medienhäuser haben gegenüber den meisten anderen Branchen einen echten GEO-Vorteil: Sie produzieren bereits großen Mengen an thematisch fokussiertem\, fundiert recherchiertem Content. Genau das ist das Rohmaterial\, aus dem Sprachmodelle mit Vorliebe zitieren. Dieser Vorteil ist aber kein Automatismus. Er muss aktiviert werden. \n \nThemenautorität sichtbar machen Sprachmodelle denken nicht in Keywords\, sondern in Entitäten und Themenfeldern. Wer zu einem Thema dauerhaft\, präzise und belegbar publiziert\, wird als zuständige und vertrauensvolle Stimme erkannt. Für Verlage heißt das: Das redaktionelle Profil muss digital auch als Entität erkennbar sein\, nicht nur als Ansammlung von Artikeln. Daher sollte die erste Maßnahme nach dem Lesen dieses Artikels sein: Prüfen Sie\, wie Ihr Verlag und Ihre wichtigsten Titel auf Wikipedia\, Wikidata\, in Branchenverzeichnissen und auf LinkedIn beschrieben sind. Stimmen die Beschreibungen mit Ihrem tatsächlichen Themenfeld und Ihrer Reichweite überein? Inkonsistenz ist einer der häufigsten Gründe\, warum Medienmarken in KI-Antworten fehlen oder falsch eingeordnet werden. \nContent\, der zitiert werden kannSprachmodelle extrahieren Textabschnitte\, sogenannte Chunks\, die eine Frage direkt und präzise beantworten. Langer\, gut recherchierter Fließtext allein reicht dafür nicht.Drei Regeln aus meiner Praxis: \n\nDie Kernaussage gehört in die ersten 150 Wörter. Nicht als Einleitung\, sondern als direkte Antwort auf eine Frage\, die Nutzerinnen und Nutzer stellen könnten.\nAbsätze sollten 60 bis 80 Wörter umfassen. In sich geschlossene\, extrahierbare Einheiten sind für Sprachmodelle leichter zu verarbeiten als lange Fließtextblöcke.\nBelegbare Aussagen schlagen allgemeine Einordnungen. Eigene Studiendaten\, Zitate aus Interviews\, konkrete Zahlen: genau das\, was guten Journalismus ausmacht\, ist für GEO wertvoller als jeder Kommentar ohne Belege.\n\nBing nicht unterschätzen \n\nDass ChatGPT und Microsoft Copilot ihre Quellen primär aus Bing und nicht aus Google ziehen\, überrascht viele. Rund 87 Prozent der von ChatGPT verwendeten Quellen entsprechen den Top-10-Ergebnissen bei Bing. Bing hat in Deutschland zwar nur rund 5 bis 6 Prozent Marktanteil\, wer aber dort nicht präsent ist\, fehlt in einer der wichtigsten Quellen für KI-Antworten. Quick win: Registrieren Sie daher – am besten noch heute – Ihre wichtigsten Domains in den Bing Webmaster Tools und überprüfen Sie\, ob alle relevanten Seiten indexiert sind. Das dauert etwa 20 Minuten und schließt eine Lücke\, die die meisten Verlage noch haben.Was messen\, wenn klassische Klick-Metriken nicht mehr ausreichen?Der Traffic-Rückgang durch AI Overviews ist deutlich messbar. Weniger messbar\, aber ebenso real\, ist der Sichtbarkeitsgewinn oder -verlust auf dem GEO-Kanal. Einige relevante Kennzahlen für Verlage: \nØ  Citation Rate: Wie oft tauchen Ihre Titel beirelevanten Themenabfragen in KI-Antworten auf? Definieren Sie ein Set von 15bis 20 Prompts\, die Ihre Zielgruppe typischerweise stellt. Fragen Sie dieseregelmäßig ab\, manuell oder mit Tools wie Otterly.AI\, Peec AIoder Rankscale\, und dokumentieren Sie die Ergebnisse. \nØ  Sentiment und Genauigkeit: Analysieren Sie nichtnur ob Sie erwähnt werden\, sondern auch wie. Werden Ihre Titel mit den Themenassoziiert\, für die sie stehen? Werden Reichweiten und Zielgruppen korrektbeschrieben? Für Werbevermarkter ist das besonders relevant\, denn was ChatGPTüber Ihr Medium sagt\, beeinflusst möglicherweise bald auch Mediapläne. \nØ  AI-referred Traffic in GA4: Mit einemRegex-Filter im Session-Report lässt sich der Traffic aus ChatGPT\, Perplexity\,Gemini\, Copilot und anderen Quellen segmentieren und beobachten. Der Anteil desTraffics aus diesen Quellen wächst. Es lohnt sich\, ihn schon heute zu messen. \nWas als nächstes kommt\, und warum es für Verlage besonders relevant ist \n\n\nDie nächste Stufe nach der KI-Suche sind AI Agents: also eigenständig agierende Systeme\, die im Auftrag von Nutzerinnen und Nutzern recherchieren\, vergleichen und Entscheidungen vorbereiten. Gartner prognostiziert\, dass bis 2028 rund 90 Prozent aller B2B-Transaktionen durch solche Agents vorbereitet oder vermittelt werden.Für Verlage bedeutet das nicht nur\, dass die eigene Marke von Agents gefunden werden muss. Es bedeutet auch\, dass Mediaplanung\, Anzeigenbuchung und Zielgruppenrecherche künftig durch Agents laufen könnten\, die ihre Quellen aus denselben Datenräumen ziehen\, in denen GEO heute entschieden wird. \nWer jetzt nicht als verlässliche\, klar positionierte Medienmarke in diesen Datenräumen präsent ist\, riskiert\, aus automatisierten Prozessen herauszufallen\, still und ohne Benachrichtigung.\n\n \n\n \n \nFazit: Drei Fragen für heuteStatt einer weiteren Zusammenfassung lassen Sie mich mit drei konkreten Fragen schließen\, die Sie zeitnah – am besten noch heute\, für sich und Ihren Verlag beantworten sollten: \n \n\n\n\n\n\n1. Fragen Sie ChatGPT nach Ihrem Verlag und Ihren wichtigsten Titeln: Tauchen Sie auf? Stimmt\, was dort steht? Werden Sie für die richtigen Themen und Zielgruppen genannt? \n\n2. Wissen Sie\, welche Fragen Ihre Leserinnen und Leser sowie Ihre Werbekundinnen und Werbekunden an KI-Assistenten stellen\, und sind Ihre Inhalte so aufgebaut\, dass sie als Antwort in Frage kommen?3. Sind Ihre wichtigsten Domains bei Bing indexiert und der AI-Traffic in GA4 bereits messbar gemacht? \n \n \n\nVerlage\, die diese drei Fragen heute mit Ja beantworten können\, haben gegenüber dem Wettbewerb bereits einen Vorsprung\, der schon in 18 Monaten nur noch schwer aufzuholen sein wird. |
URL:https://mvfp-akademie.de/event/claude-kompakt-prompting-oberflaeche-add-in-fuer-excel/
LOCATION:Die Durchführung erfolgt DIGITAL!
CATEGORIES:Fachübergreifend,IT und Digital,KI,WebSeminare
ATTACH;FMTTYPE=image/png:https://mvfp-akademie.de/wp-content/uploads/2026/03/Screenshot-2026-03-31-102724.png
END:VEVENT
BEGIN:VEVENT
DTSTART;TZID=Europe/Berlin:20260702T093000
DTEND;TZID=Europe/Berlin:20260702T150000
DTSTAMP:20260511T164017
CREATED:20231222T120951Z
LAST-MODIFIED:20260505T061837Z
UID:46553-1782984600-1783004400@mvfp-akademie.de
SUMMARY:Newsletter als Geschäftsmodell: Wie kann ich mit redaktionellen E-Mails Geld verdienen?
DESCRIPTION:Von Patrick Klingberg\, Digitaler Architekt \n \n\n  \nExperte für KI im Marketing\, GEO-Spezialist und Sparringspartner für Verlage und Medienhäuser\n\n \nKey Takeaways \n \n\n\n\n\n\n\n\n\nGEO (Generative Engine Optimization) ist für Verlage und Medienhäuser doppelt relevant: als Sichtbarkeitskanal für die eigene Marke und als Thema\, das ihre Werbekunden bewegt.\n\n\n\n \n\n\n\nSEO ist ein Performance-Kanal. GEO ist ein Brand-Kanal. Beide folgen unterschiedlichen Logiken und brauchen unterschiedliche Strategien.\n\n\n\n \n\n\n\nGEO wirkt früher in der Nutzungsreise\, also schon bevor jemand aktiv sucht; wenn die Person noch Orientierung sucht.\n\n\n\n \n\n\n\nVerlage haben gegenüber anderen Branchen einen strukturellen Vorteil bei GEO\, wenn sie ihn gezielt nutzen.\n\n\n\n \n\n\n\nErste Maßnahmen lassen sich direkt umsetzen\, ohne großen Einsatz von Ressourcen. Stichwort: Quick wins.\n\n\n\n \n \nStellen Sie sich folgende Situation vor: Eine Leserin Ihres Magazins\, Fachmediums oder Ihrer Zeitung sucht nach Orientierung zu einem Thema\, das Ihr Redaktionsteam seit Jahren journalistisch aufarbeitet. Sie fragt ChatGPT und bekommt eine Antwort\, in der Sie als Medium nicht vorkommen.Warum ist das so? Denn es gibt kein schlechtes Google-Ranking und auch kein Algorithmus-Problem. Dennoch existiert Ihr Medium in diesem relevanten Moment schlicht nicht.In genau dieser Situation befinden sich momentan viele Verlage und Medienhäuser- meist\, ohne es zu merken. Denn die meisten Verlagshäuser und Medienunternehmen messen noch immer ausschließlich Google-Traffic und organische Reichweite. Die Frage\, wie sichtbar die eigene Marke in KI-generierten Antworten ist\, stellen sie sich noch nicht.Als GEO-Spezialist und Sparringspartner für Verlage und Medienhäuser erlebe ich in Gesprächen mit Verlagsteams regelmäßig\, dass es eine unangenehme Überraschung gibt\, wenn das eigene Titel-Portfolio bei ChatGPT oder Gemini [zum ersten Mal abgefragt wird. Manchmal taucht man auf\, oft aber nicht. Und wenn doch\, stimmt häufig nicht\, was die KI dort aufführt.Darum geht es in diesem Artikel. \n \nWas sich beim Thema Suche verändert\, und warum Verlage besonders betroffen sindGoogle dominiert die Suche seit 25 Jahren weshalb Verlage und Medienhäuser ihre Digitalstrategie darauf ausgerichtet haben: mit SEO\, Content-Optimierung und Traffic-Metriken. Das Spielfeld war klar – nun nicht mehr.Seit 2023 gibt es ein zweites Spielfeld\, auf dem immer mehr Spielzeit stattfindet\, ohne dass Verlage das Geschehen systematisch beobachten.ChatGPT hat Anfang 2026 die Marke von 900 Millionen wöchentlichen Nutzerinnen und Nutzern überschritten. Google‘s AI Overviews erreichen über zwei Milliarden Menschen. In Deutschland nutzen schätzungsweise 20 bis 24 Millionen Menschen monatlich ChatGPT\, also fast jede dritte erwachsene Person. All diese Menschen stellen keine Suchanfragen mehr. Sie führen Gespräche. Und sie bekommen auf ihre Fragen Antworten und keine Linklisten.Für Verlage bedeutet das zwei Dinge. \n \nErstens: Der Traffic aus klassischer Google-Suche geht zurück\, zum Teil massiv\, denn AI Overviews (AIO) beantworten Fragen direkt\, meist ohne\, dass noch auf tiefergehende Quellen geklickt wird. AIOs sind zwar nicht immer ausdifferenziert\, aber gerade für schnelle Fragen zwischendurch reicht vielen Nutzern die Zusammenfassung. Wer als Verlag auf Klickvolumen angewiesen ist\, spürt die Folgen bereits seit einiger Zeit deutlich.Zweitens: Es entsteht ein neuer Kanal\, in dem Markenbekanntheit\, Themenautorität und Vertrauen verhandelt werden. Dieser Kanal heißt GEO (Generative Engine Optimization).Nehmen wir zur Veranschaulichung zwei konkrete Szenarien aus dem Verlagsalltag: \n \nSzenario 1\, Fachmedium und Zielgruppenrecherche: Eine Marketingleiterin aus der Pharmabranche sucht ein Fachmedium für die nächste Anzeigenkampagne. Sie fragt ChatGPT: „Welche Fachmagazine für Apothekerinnen und Apotheker sind in Deutschland relevant?“ Sie bekommt eine Liste mit Titeln\, kurzen Einordnungen und Reichweiten. Welche Titel dort auftauchen\, hängt nicht mehr allein von Google-Rankings ab\, sondern davon\, wie konsistent und glaubwürdig die jeweilige Medienmarke in den Quellen vertreten ist\, die das Sprachmodell kennt. \nSzenario 2\, Verlag als Wissensgeber: Eine Leserin eines Publikumsmagazins hat eine komplexe Frage zum Titelthema der letzten Ausgabe. Sie fragt Copilot statt Google. Wenn das Magazin in der Copilot-Antwort als kompetente Quelle auftaucht\, entstehen bei der Leserin Wiedererkennung und Vertrauen\, auch ohne\, dass sie weiterklickt. Erscheint das Magazin nicht in den Ergebnissen\, können Wettbewerber oder eine generische Informationsseite für diesen Moment die Deutungshoheit übernehmen.In beiden Fällen entscheidet GEO darüber\, wer in dem Moment der Orientierungssuche präsent ist\, der den weiteren Weg des Konsumenten oder der Leserin bestimmt. \n \nZwei Kanäle\, zwei LogikenSEO und GEO werden gerne als zwei Versionen desselben Werkzeugs behandelt. Das sind sie nicht! Hier liegt ein eklatanter Denkfehler\, den ich in fast jedem Erstgespräch korrigiere.SEO ist ein Performance-Kanal\, das heißt jemand sucht aktiv\, gibt einen Begriff ein und klickt. Absicht – Klick – Messung – Conversion. Die Logik ist transaktional und direkt messbar.GEO hingegen ist ein Brand-Kanal. Wer in einer KI-Antwort erwähnt wird\, wird nicht angeklickt\, sondern wahrgenommen. Die Wirkung entsteht früher in der Nutzungsreise\, bereits in der Phase\, in der schon Orientierung gesucht wird\, aber noch keine konkrete Absicht formuliert ist. Das ist die Phase\, in der Medienhäuser traditionell stark sind. Genau dort greift GEO.Für Verlage bedeutet das: Wer in KI-Antworten als kompetente und verlässliche Quelle zu einem Thema erscheint\, baut Vertrauen auf\, noch bevor die eigentliche Nutzungsentscheidung getroffen wird. Das entspricht in der Wirkung klassischer Markenarbeit\, die aber auf einem neuen Kanal stattfindet.Das bedeutet auch für die interne Planung in den Verlagen: GEO gehört nicht ins Performance-Budget\, sondern ins Brand-Budget mit eigenen Brand-Metriken und Brand-Geduld.Trotzdem gilt: GEO ersetzt SEO nicht. Wer bei Google an Sichtbarkeit verliert\, verliert parallel in ChatGPT. Denn ChatGPT und Microsoft Copilot nutzen zwar Bing als primäre Datenquelle\, Bing bewertet aber ähnliche Qualitätssignale wie Google. Saubere Technik\, starker Content und nachweisbare Expertise sind also die Basis für beides – SEO und GEO. \nDer strukturelle Vorteil von Verlagen\, und wie man ihn nutztVerlage und Medienhäuser haben gegenüber den meisten anderen Branchen einen echten GEO-Vorteil: Sie produzieren bereits großen Mengen an thematisch fokussiertem\, fundiert recherchiertem Content. Genau das ist das Rohmaterial\, aus dem Sprachmodelle mit Vorliebe zitieren. Dieser Vorteil ist aber kein Automatismus. Er muss aktiviert werden. \n \nThemenautorität sichtbar machen Sprachmodelle denken nicht in Keywords\, sondern in Entitäten und Themenfeldern. Wer zu einem Thema dauerhaft\, präzise und belegbar publiziert\, wird als zuständige und vertrauensvolle Stimme erkannt. Für Verlage heißt das: Das redaktionelle Profil muss digital auch als Entität erkennbar sein\, nicht nur als Ansammlung von Artikeln. Daher sollte die erste Maßnahme nach dem Lesen dieses Artikels sein: Prüfen Sie\, wie Ihr Verlag und Ihre wichtigsten Titel auf Wikipedia\, Wikidata\, in Branchenverzeichnissen und auf LinkedIn beschrieben sind. Stimmen die Beschreibungen mit Ihrem tatsächlichen Themenfeld und Ihrer Reichweite überein? Inkonsistenz ist einer der häufigsten Gründe\, warum Medienmarken in KI-Antworten fehlen oder falsch eingeordnet werden. \nContent\, der zitiert werden kannSprachmodelle extrahieren Textabschnitte\, sogenannte Chunks\, die eine Frage direkt und präzise beantworten. Langer\, gut recherchierter Fließtext allein reicht dafür nicht.Drei Regeln aus meiner Praxis: \n\nDie Kernaussage gehört in die ersten 150 Wörter. Nicht als Einleitung\, sondern als direkte Antwort auf eine Frage\, die Nutzerinnen und Nutzer stellen könnten.\nAbsätze sollten 60 bis 80 Wörter umfassen. In sich geschlossene\, extrahierbare Einheiten sind für Sprachmodelle leichter zu verarbeiten als lange Fließtextblöcke.\nBelegbare Aussagen schlagen allgemeine Einordnungen. Eigene Studiendaten\, Zitate aus Interviews\, konkrete Zahlen: genau das\, was guten Journalismus ausmacht\, ist für GEO wertvoller als jeder Kommentar ohne Belege.\n\nBing nicht unterschätzen \n\nDass ChatGPT und Microsoft Copilot ihre Quellen primär aus Bing und nicht aus Google ziehen\, überrascht viele. Rund 87 Prozent der von ChatGPT verwendeten Quellen entsprechen den Top-10-Ergebnissen bei Bing. Bing hat in Deutschland zwar nur rund 5 bis 6 Prozent Marktanteil\, wer aber dort nicht präsent ist\, fehlt in einer der wichtigsten Quellen für KI-Antworten. Quick win: Registrieren Sie daher – am besten noch heute – Ihre wichtigsten Domains in den Bing Webmaster Tools und überprüfen Sie\, ob alle relevanten Seiten indexiert sind. Das dauert etwa 20 Minuten und schließt eine Lücke\, die die meisten Verlage noch haben.Was messen\, wenn klassische Klick-Metriken nicht mehr ausreichen?Der Traffic-Rückgang durch AI Overviews ist deutlich messbar. Weniger messbar\, aber ebenso real\, ist der Sichtbarkeitsgewinn oder -verlust auf dem GEO-Kanal. Einige relevante Kennzahlen für Verlage: \nØ  Citation Rate: Wie oft tauchen Ihre Titel beirelevanten Themenabfragen in KI-Antworten auf? Definieren Sie ein Set von 15bis 20 Prompts\, die Ihre Zielgruppe typischerweise stellt. Fragen Sie dieseregelmäßig ab\, manuell oder mit Tools wie Otterly.AI\, Peec AIoder Rankscale\, und dokumentieren Sie die Ergebnisse. \nØ  Sentiment und Genauigkeit: Analysieren Sie nichtnur ob Sie erwähnt werden\, sondern auch wie. Werden Ihre Titel mit den Themenassoziiert\, für die sie stehen? Werden Reichweiten und Zielgruppen korrektbeschrieben? Für Werbevermarkter ist das besonders relevant\, denn was ChatGPTüber Ihr Medium sagt\, beeinflusst möglicherweise bald auch Mediapläne. \nØ  AI-referred Traffic in GA4: Mit einemRegex-Filter im Session-Report lässt sich der Traffic aus ChatGPT\, Perplexity\,Gemini\, Copilot und anderen Quellen segmentieren und beobachten. Der Anteil desTraffics aus diesen Quellen wächst. Es lohnt sich\, ihn schon heute zu messen. \nWas als nächstes kommt\, und warum es für Verlage besonders relevant ist \n\n\nDie nächste Stufe nach der KI-Suche sind AI Agents: also eigenständig agierende Systeme\, die im Auftrag von Nutzerinnen und Nutzern recherchieren\, vergleichen und Entscheidungen vorbereiten. Gartner prognostiziert\, dass bis 2028 rund 90 Prozent aller B2B-Transaktionen durch solche Agents vorbereitet oder vermittelt werden.Für Verlage bedeutet das nicht nur\, dass die eigene Marke von Agents gefunden werden muss. Es bedeutet auch\, dass Mediaplanung\, Anzeigenbuchung und Zielgruppenrecherche künftig durch Agents laufen könnten\, die ihre Quellen aus denselben Datenräumen ziehen\, in denen GEO heute entschieden wird. \nWer jetzt nicht als verlässliche\, klar positionierte Medienmarke in diesen Datenräumen präsent ist\, riskiert\, aus automatisierten Prozessen herauszufallen\, still und ohne Benachrichtigung.\n\n \n\n \n \nFazit: Drei Fragen für heuteStatt einer weiteren Zusammenfassung lassen Sie mich mit drei konkreten Fragen schließen\, die Sie zeitnah – am besten noch heute\, für sich und Ihren Verlag beantworten sollten: \n \n\n\n\n\n\n1. Fragen Sie ChatGPT nach Ihrem Verlag und Ihren wichtigsten Titeln: Tauchen Sie auf? Stimmt\, was dort steht? Werden Sie für die richtigen Themen und Zielgruppen genannt? \n\n2. Wissen Sie\, welche Fragen Ihre Leserinnen und Leser sowie Ihre Werbekundinnen und Werbekunden an KI-Assistenten stellen\, und sind Ihre Inhalte so aufgebaut\, dass sie als Antwort in Frage kommen?3. Sind Ihre wichtigsten Domains bei Bing indexiert und der AI-Traffic in GA4 bereits messbar gemacht? \n \n \n\nVerlage\, die diese drei Fragen heute mit Ja beantworten können\, haben gegenüber dem Wettbewerb bereits einen Vorsprung\, der schon in 18 Monaten nur noch schwer aufzuholen sein wird. |
URL:https://mvfp-akademie.de/event/newsletter-als-geschaeftsmodell-wie-kann-ich-mit-redaktionellen-e-mails-geld-verdienen/
LOCATION:Die Durchführung erfolgt DIGITAL!
CATEGORIES:Abo & Subscription,Fachübergreifend,IT und Digital,Vertrieb
ATTACH;FMTTYPE=image/png:https://mvfp-akademie.de/wp-content/uploads/2023/12/Header-Newsletter-als-1200x300-px.png
END:VEVENT
BEGIN:VEVENT
DTSTART;TZID=Europe/Berlin:20260703T093000
DTEND;TZID=Europe/Berlin:20260703T123000
DTSTAMP:20260511T164017
CREATED:20260508T094153Z
LAST-MODIFIED:20260508T124719Z
UID:57959-1783071000-1783081800@mvfp-akademie.de
SUMMARY:Social Media Trends: Cases\, Communities & Conversion
DESCRIPTION:Von Patrick Klingberg\, Digitaler Architekt \n \n\n  \nExperte für KI im Marketing\, GEO-Spezialist und Sparringspartner für Verlage und Medienhäuser\n\n \nKey Takeaways \n \n\n\n\n\n\n\n\n\nGEO (Generative Engine Optimization) ist für Verlage und Medienhäuser doppelt relevant: als Sichtbarkeitskanal für die eigene Marke und als Thema\, das ihre Werbekunden bewegt.\n\n\n\n \n\n\n\nSEO ist ein Performance-Kanal. GEO ist ein Brand-Kanal. Beide folgen unterschiedlichen Logiken und brauchen unterschiedliche Strategien.\n\n\n\n \n\n\n\nGEO wirkt früher in der Nutzungsreise\, also schon bevor jemand aktiv sucht; wenn die Person noch Orientierung sucht.\n\n\n\n \n\n\n\nVerlage haben gegenüber anderen Branchen einen strukturellen Vorteil bei GEO\, wenn sie ihn gezielt nutzen.\n\n\n\n \n\n\n\nErste Maßnahmen lassen sich direkt umsetzen\, ohne großen Einsatz von Ressourcen. Stichwort: Quick wins.\n\n\n\n \n \nStellen Sie sich folgende Situation vor: Eine Leserin Ihres Magazins\, Fachmediums oder Ihrer Zeitung sucht nach Orientierung zu einem Thema\, das Ihr Redaktionsteam seit Jahren journalistisch aufarbeitet. Sie fragt ChatGPT und bekommt eine Antwort\, in der Sie als Medium nicht vorkommen.Warum ist das so? Denn es gibt kein schlechtes Google-Ranking und auch kein Algorithmus-Problem. Dennoch existiert Ihr Medium in diesem relevanten Moment schlicht nicht.In genau dieser Situation befinden sich momentan viele Verlage und Medienhäuser- meist\, ohne es zu merken. Denn die meisten Verlagshäuser und Medienunternehmen messen noch immer ausschließlich Google-Traffic und organische Reichweite. Die Frage\, wie sichtbar die eigene Marke in KI-generierten Antworten ist\, stellen sie sich noch nicht.Als GEO-Spezialist und Sparringspartner für Verlage und Medienhäuser erlebe ich in Gesprächen mit Verlagsteams regelmäßig\, dass es eine unangenehme Überraschung gibt\, wenn das eigene Titel-Portfolio bei ChatGPT oder Gemini [zum ersten Mal abgefragt wird. Manchmal taucht man auf\, oft aber nicht. Und wenn doch\, stimmt häufig nicht\, was die KI dort aufführt.Darum geht es in diesem Artikel. \n \nWas sich beim Thema Suche verändert\, und warum Verlage besonders betroffen sindGoogle dominiert die Suche seit 25 Jahren weshalb Verlage und Medienhäuser ihre Digitalstrategie darauf ausgerichtet haben: mit SEO\, Content-Optimierung und Traffic-Metriken. Das Spielfeld war klar – nun nicht mehr.Seit 2023 gibt es ein zweites Spielfeld\, auf dem immer mehr Spielzeit stattfindet\, ohne dass Verlage das Geschehen systematisch beobachten.ChatGPT hat Anfang 2026 die Marke von 900 Millionen wöchentlichen Nutzerinnen und Nutzern überschritten. Google‘s AI Overviews erreichen über zwei Milliarden Menschen. In Deutschland nutzen schätzungsweise 20 bis 24 Millionen Menschen monatlich ChatGPT\, also fast jede dritte erwachsene Person. All diese Menschen stellen keine Suchanfragen mehr. Sie führen Gespräche. Und sie bekommen auf ihre Fragen Antworten und keine Linklisten.Für Verlage bedeutet das zwei Dinge. \n \nErstens: Der Traffic aus klassischer Google-Suche geht zurück\, zum Teil massiv\, denn AI Overviews (AIO) beantworten Fragen direkt\, meist ohne\, dass noch auf tiefergehende Quellen geklickt wird. AIOs sind zwar nicht immer ausdifferenziert\, aber gerade für schnelle Fragen zwischendurch reicht vielen Nutzern die Zusammenfassung. Wer als Verlag auf Klickvolumen angewiesen ist\, spürt die Folgen bereits seit einiger Zeit deutlich.Zweitens: Es entsteht ein neuer Kanal\, in dem Markenbekanntheit\, Themenautorität und Vertrauen verhandelt werden. Dieser Kanal heißt GEO (Generative Engine Optimization).Nehmen wir zur Veranschaulichung zwei konkrete Szenarien aus dem Verlagsalltag: \n \nSzenario 1\, Fachmedium und Zielgruppenrecherche: Eine Marketingleiterin aus der Pharmabranche sucht ein Fachmedium für die nächste Anzeigenkampagne. Sie fragt ChatGPT: „Welche Fachmagazine für Apothekerinnen und Apotheker sind in Deutschland relevant?“ Sie bekommt eine Liste mit Titeln\, kurzen Einordnungen und Reichweiten. Welche Titel dort auftauchen\, hängt nicht mehr allein von Google-Rankings ab\, sondern davon\, wie konsistent und glaubwürdig die jeweilige Medienmarke in den Quellen vertreten ist\, die das Sprachmodell kennt. \nSzenario 2\, Verlag als Wissensgeber: Eine Leserin eines Publikumsmagazins hat eine komplexe Frage zum Titelthema der letzten Ausgabe. Sie fragt Copilot statt Google. Wenn das Magazin in der Copilot-Antwort als kompetente Quelle auftaucht\, entstehen bei der Leserin Wiedererkennung und Vertrauen\, auch ohne\, dass sie weiterklickt. Erscheint das Magazin nicht in den Ergebnissen\, können Wettbewerber oder eine generische Informationsseite für diesen Moment die Deutungshoheit übernehmen.In beiden Fällen entscheidet GEO darüber\, wer in dem Moment der Orientierungssuche präsent ist\, der den weiteren Weg des Konsumenten oder der Leserin bestimmt. \n \nZwei Kanäle\, zwei LogikenSEO und GEO werden gerne als zwei Versionen desselben Werkzeugs behandelt. Das sind sie nicht! Hier liegt ein eklatanter Denkfehler\, den ich in fast jedem Erstgespräch korrigiere.SEO ist ein Performance-Kanal\, das heißt jemand sucht aktiv\, gibt einen Begriff ein und klickt. Absicht – Klick – Messung – Conversion. Die Logik ist transaktional und direkt messbar.GEO hingegen ist ein Brand-Kanal. Wer in einer KI-Antwort erwähnt wird\, wird nicht angeklickt\, sondern wahrgenommen. Die Wirkung entsteht früher in der Nutzungsreise\, bereits in der Phase\, in der schon Orientierung gesucht wird\, aber noch keine konkrete Absicht formuliert ist. Das ist die Phase\, in der Medienhäuser traditionell stark sind. Genau dort greift GEO.Für Verlage bedeutet das: Wer in KI-Antworten als kompetente und verlässliche Quelle zu einem Thema erscheint\, baut Vertrauen auf\, noch bevor die eigentliche Nutzungsentscheidung getroffen wird. Das entspricht in der Wirkung klassischer Markenarbeit\, die aber auf einem neuen Kanal stattfindet.Das bedeutet auch für die interne Planung in den Verlagen: GEO gehört nicht ins Performance-Budget\, sondern ins Brand-Budget mit eigenen Brand-Metriken und Brand-Geduld.Trotzdem gilt: GEO ersetzt SEO nicht. Wer bei Google an Sichtbarkeit verliert\, verliert parallel in ChatGPT. Denn ChatGPT und Microsoft Copilot nutzen zwar Bing als primäre Datenquelle\, Bing bewertet aber ähnliche Qualitätssignale wie Google. Saubere Technik\, starker Content und nachweisbare Expertise sind also die Basis für beides – SEO und GEO. \nDer strukturelle Vorteil von Verlagen\, und wie man ihn nutztVerlage und Medienhäuser haben gegenüber den meisten anderen Branchen einen echten GEO-Vorteil: Sie produzieren bereits großen Mengen an thematisch fokussiertem\, fundiert recherchiertem Content. Genau das ist das Rohmaterial\, aus dem Sprachmodelle mit Vorliebe zitieren. Dieser Vorteil ist aber kein Automatismus. Er muss aktiviert werden. \n \nThemenautorität sichtbar machen Sprachmodelle denken nicht in Keywords\, sondern in Entitäten und Themenfeldern. Wer zu einem Thema dauerhaft\, präzise und belegbar publiziert\, wird als zuständige und vertrauensvolle Stimme erkannt. Für Verlage heißt das: Das redaktionelle Profil muss digital auch als Entität erkennbar sein\, nicht nur als Ansammlung von Artikeln. Daher sollte die erste Maßnahme nach dem Lesen dieses Artikels sein: Prüfen Sie\, wie Ihr Verlag und Ihre wichtigsten Titel auf Wikipedia\, Wikidata\, in Branchenverzeichnissen und auf LinkedIn beschrieben sind. Stimmen die Beschreibungen mit Ihrem tatsächlichen Themenfeld und Ihrer Reichweite überein? Inkonsistenz ist einer der häufigsten Gründe\, warum Medienmarken in KI-Antworten fehlen oder falsch eingeordnet werden. \nContent\, der zitiert werden kannSprachmodelle extrahieren Textabschnitte\, sogenannte Chunks\, die eine Frage direkt und präzise beantworten. Langer\, gut recherchierter Fließtext allein reicht dafür nicht.Drei Regeln aus meiner Praxis: \n\nDie Kernaussage gehört in die ersten 150 Wörter. Nicht als Einleitung\, sondern als direkte Antwort auf eine Frage\, die Nutzerinnen und Nutzer stellen könnten.\nAbsätze sollten 60 bis 80 Wörter umfassen. In sich geschlossene\, extrahierbare Einheiten sind für Sprachmodelle leichter zu verarbeiten als lange Fließtextblöcke.\nBelegbare Aussagen schlagen allgemeine Einordnungen. Eigene Studiendaten\, Zitate aus Interviews\, konkrete Zahlen: genau das\, was guten Journalismus ausmacht\, ist für GEO wertvoller als jeder Kommentar ohne Belege.\n\nBing nicht unterschätzen \n\nDass ChatGPT und Microsoft Copilot ihre Quellen primär aus Bing und nicht aus Google ziehen\, überrascht viele. Rund 87 Prozent der von ChatGPT verwendeten Quellen entsprechen den Top-10-Ergebnissen bei Bing. Bing hat in Deutschland zwar nur rund 5 bis 6 Prozent Marktanteil\, wer aber dort nicht präsent ist\, fehlt in einer der wichtigsten Quellen für KI-Antworten. Quick win: Registrieren Sie daher – am besten noch heute – Ihre wichtigsten Domains in den Bing Webmaster Tools und überprüfen Sie\, ob alle relevanten Seiten indexiert sind. Das dauert etwa 20 Minuten und schließt eine Lücke\, die die meisten Verlage noch haben.Was messen\, wenn klassische Klick-Metriken nicht mehr ausreichen?Der Traffic-Rückgang durch AI Overviews ist deutlich messbar. Weniger messbar\, aber ebenso real\, ist der Sichtbarkeitsgewinn oder -verlust auf dem GEO-Kanal. Einige relevante Kennzahlen für Verlage: \nØ  Citation Rate: Wie oft tauchen Ihre Titel beirelevanten Themenabfragen in KI-Antworten auf? Definieren Sie ein Set von 15bis 20 Prompts\, die Ihre Zielgruppe typischerweise stellt. Fragen Sie dieseregelmäßig ab\, manuell oder mit Tools wie Otterly.AI\, Peec AIoder Rankscale\, und dokumentieren Sie die Ergebnisse. \nØ  Sentiment und Genauigkeit: Analysieren Sie nichtnur ob Sie erwähnt werden\, sondern auch wie. Werden Ihre Titel mit den Themenassoziiert\, für die sie stehen? Werden Reichweiten und Zielgruppen korrektbeschrieben? Für Werbevermarkter ist das besonders relevant\, denn was ChatGPTüber Ihr Medium sagt\, beeinflusst möglicherweise bald auch Mediapläne. \nØ  AI-referred Traffic in GA4: Mit einemRegex-Filter im Session-Report lässt sich der Traffic aus ChatGPT\, Perplexity\,Gemini\, Copilot und anderen Quellen segmentieren und beobachten. Der Anteil desTraffics aus diesen Quellen wächst. Es lohnt sich\, ihn schon heute zu messen. \nWas als nächstes kommt\, und warum es für Verlage besonders relevant ist \n\n\nDie nächste Stufe nach der KI-Suche sind AI Agents: also eigenständig agierende Systeme\, die im Auftrag von Nutzerinnen und Nutzern recherchieren\, vergleichen und Entscheidungen vorbereiten. Gartner prognostiziert\, dass bis 2028 rund 90 Prozent aller B2B-Transaktionen durch solche Agents vorbereitet oder vermittelt werden.Für Verlage bedeutet das nicht nur\, dass die eigene Marke von Agents gefunden werden muss. Es bedeutet auch\, dass Mediaplanung\, Anzeigenbuchung und Zielgruppenrecherche künftig durch Agents laufen könnten\, die ihre Quellen aus denselben Datenräumen ziehen\, in denen GEO heute entschieden wird. \nWer jetzt nicht als verlässliche\, klar positionierte Medienmarke in diesen Datenräumen präsent ist\, riskiert\, aus automatisierten Prozessen herauszufallen\, still und ohne Benachrichtigung.\n\n \n\n \n \nFazit: Drei Fragen für heuteStatt einer weiteren Zusammenfassung lassen Sie mich mit drei konkreten Fragen schließen\, die Sie zeitnah – am besten noch heute\, für sich und Ihren Verlag beantworten sollten: \n \n\n\n\n\n\n1. Fragen Sie ChatGPT nach Ihrem Verlag und Ihren wichtigsten Titeln: Tauchen Sie auf? Stimmt\, was dort steht? Werden Sie für die richtigen Themen und Zielgruppen genannt? \n\n2. Wissen Sie\, welche Fragen Ihre Leserinnen und Leser sowie Ihre Werbekundinnen und Werbekunden an KI-Assistenten stellen\, und sind Ihre Inhalte so aufgebaut\, dass sie als Antwort in Frage kommen?3. Sind Ihre wichtigsten Domains bei Bing indexiert und der AI-Traffic in GA4 bereits messbar gemacht? \n \n \n\nVerlage\, die diese drei Fragen heute mit Ja beantworten können\, haben gegenüber dem Wettbewerb bereits einen Vorsprung\, der schon in 18 Monaten nur noch schwer aufzuholen sein wird. |
URL:https://mvfp-akademie.de/event/social-media-trends-cases-communities-conversion/
LOCATION:Die Durchführung erfolgt DIGITAL!
CATEGORIES:Abo & Subscription,Fachübergreifend,Marketing,Social & Community,Vertrieb,WebSeminare
ATTACH;FMTTYPE=image/png:https://mvfp-akademie.de/wp-content/uploads/2026/05/Header-Social-Media-Trends-1200x300-px.png
END:VEVENT
BEGIN:VEVENT
DTSTART;TZID=Europe/Berlin:20260827T093000
DTEND;TZID=Europe/Berlin:20260827T130000
DTSTAMP:20260511T164017
CREATED:20260430T142339Z
LAST-MODIFIED:20260430T142825Z
UID:57854-1787823000-1787835600@mvfp-akademie.de
SUMMARY:Video Content für Social Media: Reichweite durch starke Videos
DESCRIPTION:Von Patrick Klingberg\, Digitaler Architekt \n \n\n  \nExperte für KI im Marketing\, GEO-Spezialist und Sparringspartner für Verlage und Medienhäuser\n\n \nKey Takeaways \n \n\n\n\n\n\n\n\n\nGEO (Generative Engine Optimization) ist für Verlage und Medienhäuser doppelt relevant: als Sichtbarkeitskanal für die eigene Marke und als Thema\, das ihre Werbekunden bewegt.\n\n\n\n \n\n\n\nSEO ist ein Performance-Kanal. GEO ist ein Brand-Kanal. Beide folgen unterschiedlichen Logiken und brauchen unterschiedliche Strategien.\n\n\n\n \n\n\n\nGEO wirkt früher in der Nutzungsreise\, also schon bevor jemand aktiv sucht; wenn die Person noch Orientierung sucht.\n\n\n\n \n\n\n\nVerlage haben gegenüber anderen Branchen einen strukturellen Vorteil bei GEO\, wenn sie ihn gezielt nutzen.\n\n\n\n \n\n\n\nErste Maßnahmen lassen sich direkt umsetzen\, ohne großen Einsatz von Ressourcen. Stichwort: Quick wins.\n\n\n\n \n \nStellen Sie sich folgende Situation vor: Eine Leserin Ihres Magazins\, Fachmediums oder Ihrer Zeitung sucht nach Orientierung zu einem Thema\, das Ihr Redaktionsteam seit Jahren journalistisch aufarbeitet. Sie fragt ChatGPT und bekommt eine Antwort\, in der Sie als Medium nicht vorkommen.Warum ist das so? Denn es gibt kein schlechtes Google-Ranking und auch kein Algorithmus-Problem. Dennoch existiert Ihr Medium in diesem relevanten Moment schlicht nicht.In genau dieser Situation befinden sich momentan viele Verlage und Medienhäuser- meist\, ohne es zu merken. Denn die meisten Verlagshäuser und Medienunternehmen messen noch immer ausschließlich Google-Traffic und organische Reichweite. Die Frage\, wie sichtbar die eigene Marke in KI-generierten Antworten ist\, stellen sie sich noch nicht.Als GEO-Spezialist und Sparringspartner für Verlage und Medienhäuser erlebe ich in Gesprächen mit Verlagsteams regelmäßig\, dass es eine unangenehme Überraschung gibt\, wenn das eigene Titel-Portfolio bei ChatGPT oder Gemini [zum ersten Mal abgefragt wird. Manchmal taucht man auf\, oft aber nicht. Und wenn doch\, stimmt häufig nicht\, was die KI dort aufführt.Darum geht es in diesem Artikel. \n \nWas sich beim Thema Suche verändert\, und warum Verlage besonders betroffen sindGoogle dominiert die Suche seit 25 Jahren weshalb Verlage und Medienhäuser ihre Digitalstrategie darauf ausgerichtet haben: mit SEO\, Content-Optimierung und Traffic-Metriken. Das Spielfeld war klar – nun nicht mehr.Seit 2023 gibt es ein zweites Spielfeld\, auf dem immer mehr Spielzeit stattfindet\, ohne dass Verlage das Geschehen systematisch beobachten.ChatGPT hat Anfang 2026 die Marke von 900 Millionen wöchentlichen Nutzerinnen und Nutzern überschritten. Google‘s AI Overviews erreichen über zwei Milliarden Menschen. In Deutschland nutzen schätzungsweise 20 bis 24 Millionen Menschen monatlich ChatGPT\, also fast jede dritte erwachsene Person. All diese Menschen stellen keine Suchanfragen mehr. Sie führen Gespräche. Und sie bekommen auf ihre Fragen Antworten und keine Linklisten.Für Verlage bedeutet das zwei Dinge. \n \nErstens: Der Traffic aus klassischer Google-Suche geht zurück\, zum Teil massiv\, denn AI Overviews (AIO) beantworten Fragen direkt\, meist ohne\, dass noch auf tiefergehende Quellen geklickt wird. AIOs sind zwar nicht immer ausdifferenziert\, aber gerade für schnelle Fragen zwischendurch reicht vielen Nutzern die Zusammenfassung. Wer als Verlag auf Klickvolumen angewiesen ist\, spürt die Folgen bereits seit einiger Zeit deutlich.Zweitens: Es entsteht ein neuer Kanal\, in dem Markenbekanntheit\, Themenautorität und Vertrauen verhandelt werden. Dieser Kanal heißt GEO (Generative Engine Optimization).Nehmen wir zur Veranschaulichung zwei konkrete Szenarien aus dem Verlagsalltag: \n \nSzenario 1\, Fachmedium und Zielgruppenrecherche: Eine Marketingleiterin aus der Pharmabranche sucht ein Fachmedium für die nächste Anzeigenkampagne. Sie fragt ChatGPT: „Welche Fachmagazine für Apothekerinnen und Apotheker sind in Deutschland relevant?“ Sie bekommt eine Liste mit Titeln\, kurzen Einordnungen und Reichweiten. Welche Titel dort auftauchen\, hängt nicht mehr allein von Google-Rankings ab\, sondern davon\, wie konsistent und glaubwürdig die jeweilige Medienmarke in den Quellen vertreten ist\, die das Sprachmodell kennt. \nSzenario 2\, Verlag als Wissensgeber: Eine Leserin eines Publikumsmagazins hat eine komplexe Frage zum Titelthema der letzten Ausgabe. Sie fragt Copilot statt Google. Wenn das Magazin in der Copilot-Antwort als kompetente Quelle auftaucht\, entstehen bei der Leserin Wiedererkennung und Vertrauen\, auch ohne\, dass sie weiterklickt. Erscheint das Magazin nicht in den Ergebnissen\, können Wettbewerber oder eine generische Informationsseite für diesen Moment die Deutungshoheit übernehmen.In beiden Fällen entscheidet GEO darüber\, wer in dem Moment der Orientierungssuche präsent ist\, der den weiteren Weg des Konsumenten oder der Leserin bestimmt. \n \nZwei Kanäle\, zwei LogikenSEO und GEO werden gerne als zwei Versionen desselben Werkzeugs behandelt. Das sind sie nicht! Hier liegt ein eklatanter Denkfehler\, den ich in fast jedem Erstgespräch korrigiere.SEO ist ein Performance-Kanal\, das heißt jemand sucht aktiv\, gibt einen Begriff ein und klickt. Absicht – Klick – Messung – Conversion. Die Logik ist transaktional und direkt messbar.GEO hingegen ist ein Brand-Kanal. Wer in einer KI-Antwort erwähnt wird\, wird nicht angeklickt\, sondern wahrgenommen. Die Wirkung entsteht früher in der Nutzungsreise\, bereits in der Phase\, in der schon Orientierung gesucht wird\, aber noch keine konkrete Absicht formuliert ist. Das ist die Phase\, in der Medienhäuser traditionell stark sind. Genau dort greift GEO.Für Verlage bedeutet das: Wer in KI-Antworten als kompetente und verlässliche Quelle zu einem Thema erscheint\, baut Vertrauen auf\, noch bevor die eigentliche Nutzungsentscheidung getroffen wird. Das entspricht in der Wirkung klassischer Markenarbeit\, die aber auf einem neuen Kanal stattfindet.Das bedeutet auch für die interne Planung in den Verlagen: GEO gehört nicht ins Performance-Budget\, sondern ins Brand-Budget mit eigenen Brand-Metriken und Brand-Geduld.Trotzdem gilt: GEO ersetzt SEO nicht. Wer bei Google an Sichtbarkeit verliert\, verliert parallel in ChatGPT. Denn ChatGPT und Microsoft Copilot nutzen zwar Bing als primäre Datenquelle\, Bing bewertet aber ähnliche Qualitätssignale wie Google. Saubere Technik\, starker Content und nachweisbare Expertise sind also die Basis für beides – SEO und GEO. \nDer strukturelle Vorteil von Verlagen\, und wie man ihn nutztVerlage und Medienhäuser haben gegenüber den meisten anderen Branchen einen echten GEO-Vorteil: Sie produzieren bereits großen Mengen an thematisch fokussiertem\, fundiert recherchiertem Content. Genau das ist das Rohmaterial\, aus dem Sprachmodelle mit Vorliebe zitieren. Dieser Vorteil ist aber kein Automatismus. Er muss aktiviert werden. \n \nThemenautorität sichtbar machen Sprachmodelle denken nicht in Keywords\, sondern in Entitäten und Themenfeldern. Wer zu einem Thema dauerhaft\, präzise und belegbar publiziert\, wird als zuständige und vertrauensvolle Stimme erkannt. Für Verlage heißt das: Das redaktionelle Profil muss digital auch als Entität erkennbar sein\, nicht nur als Ansammlung von Artikeln. Daher sollte die erste Maßnahme nach dem Lesen dieses Artikels sein: Prüfen Sie\, wie Ihr Verlag und Ihre wichtigsten Titel auf Wikipedia\, Wikidata\, in Branchenverzeichnissen und auf LinkedIn beschrieben sind. Stimmen die Beschreibungen mit Ihrem tatsächlichen Themenfeld und Ihrer Reichweite überein? Inkonsistenz ist einer der häufigsten Gründe\, warum Medienmarken in KI-Antworten fehlen oder falsch eingeordnet werden. \nContent\, der zitiert werden kannSprachmodelle extrahieren Textabschnitte\, sogenannte Chunks\, die eine Frage direkt und präzise beantworten. Langer\, gut recherchierter Fließtext allein reicht dafür nicht.Drei Regeln aus meiner Praxis: \n\nDie Kernaussage gehört in die ersten 150 Wörter. Nicht als Einleitung\, sondern als direkte Antwort auf eine Frage\, die Nutzerinnen und Nutzer stellen könnten.\nAbsätze sollten 60 bis 80 Wörter umfassen. In sich geschlossene\, extrahierbare Einheiten sind für Sprachmodelle leichter zu verarbeiten als lange Fließtextblöcke.\nBelegbare Aussagen schlagen allgemeine Einordnungen. Eigene Studiendaten\, Zitate aus Interviews\, konkrete Zahlen: genau das\, was guten Journalismus ausmacht\, ist für GEO wertvoller als jeder Kommentar ohne Belege.\n\nBing nicht unterschätzen \n\nDass ChatGPT und Microsoft Copilot ihre Quellen primär aus Bing und nicht aus Google ziehen\, überrascht viele. Rund 87 Prozent der von ChatGPT verwendeten Quellen entsprechen den Top-10-Ergebnissen bei Bing. Bing hat in Deutschland zwar nur rund 5 bis 6 Prozent Marktanteil\, wer aber dort nicht präsent ist\, fehlt in einer der wichtigsten Quellen für KI-Antworten. Quick win: Registrieren Sie daher – am besten noch heute – Ihre wichtigsten Domains in den Bing Webmaster Tools und überprüfen Sie\, ob alle relevanten Seiten indexiert sind. Das dauert etwa 20 Minuten und schließt eine Lücke\, die die meisten Verlage noch haben.Was messen\, wenn klassische Klick-Metriken nicht mehr ausreichen?Der Traffic-Rückgang durch AI Overviews ist deutlich messbar. Weniger messbar\, aber ebenso real\, ist der Sichtbarkeitsgewinn oder -verlust auf dem GEO-Kanal. Einige relevante Kennzahlen für Verlage: \nØ  Citation Rate: Wie oft tauchen Ihre Titel beirelevanten Themenabfragen in KI-Antworten auf? Definieren Sie ein Set von 15bis 20 Prompts\, die Ihre Zielgruppe typischerweise stellt. Fragen Sie dieseregelmäßig ab\, manuell oder mit Tools wie Otterly.AI\, Peec AIoder Rankscale\, und dokumentieren Sie die Ergebnisse. \nØ  Sentiment und Genauigkeit: Analysieren Sie nichtnur ob Sie erwähnt werden\, sondern auch wie. Werden Ihre Titel mit den Themenassoziiert\, für die sie stehen? Werden Reichweiten und Zielgruppen korrektbeschrieben? Für Werbevermarkter ist das besonders relevant\, denn was ChatGPTüber Ihr Medium sagt\, beeinflusst möglicherweise bald auch Mediapläne. \nØ  AI-referred Traffic in GA4: Mit einemRegex-Filter im Session-Report lässt sich der Traffic aus ChatGPT\, Perplexity\,Gemini\, Copilot und anderen Quellen segmentieren und beobachten. Der Anteil desTraffics aus diesen Quellen wächst. Es lohnt sich\, ihn schon heute zu messen. \nWas als nächstes kommt\, und warum es für Verlage besonders relevant ist \n\n\nDie nächste Stufe nach der KI-Suche sind AI Agents: also eigenständig agierende Systeme\, die im Auftrag von Nutzerinnen und Nutzern recherchieren\, vergleichen und Entscheidungen vorbereiten. Gartner prognostiziert\, dass bis 2028 rund 90 Prozent aller B2B-Transaktionen durch solche Agents vorbereitet oder vermittelt werden.Für Verlage bedeutet das nicht nur\, dass die eigene Marke von Agents gefunden werden muss. Es bedeutet auch\, dass Mediaplanung\, Anzeigenbuchung und Zielgruppenrecherche künftig durch Agents laufen könnten\, die ihre Quellen aus denselben Datenräumen ziehen\, in denen GEO heute entschieden wird. \nWer jetzt nicht als verlässliche\, klar positionierte Medienmarke in diesen Datenräumen präsent ist\, riskiert\, aus automatisierten Prozessen herauszufallen\, still und ohne Benachrichtigung.\n\n \n\n \n \nFazit: Drei Fragen für heuteStatt einer weiteren Zusammenfassung lassen Sie mich mit drei konkreten Fragen schließen\, die Sie zeitnah – am besten noch heute\, für sich und Ihren Verlag beantworten sollten: \n \n\n\n\n\n\n1. Fragen Sie ChatGPT nach Ihrem Verlag und Ihren wichtigsten Titeln: Tauchen Sie auf? Stimmt\, was dort steht? Werden Sie für die richtigen Themen und Zielgruppen genannt? \n\n2. Wissen Sie\, welche Fragen Ihre Leserinnen und Leser sowie Ihre Werbekundinnen und Werbekunden an KI-Assistenten stellen\, und sind Ihre Inhalte so aufgebaut\, dass sie als Antwort in Frage kommen?3. Sind Ihre wichtigsten Domains bei Bing indexiert und der AI-Traffic in GA4 bereits messbar gemacht? \n \n \n\nVerlage\, die diese drei Fragen heute mit Ja beantworten können\, haben gegenüber dem Wettbewerb bereits einen Vorsprung\, der schon in 18 Monaten nur noch schwer aufzuholen sein wird. |
URL:https://mvfp-akademie.de/event/video-content-fuer-social-media-reichweite-durch-starke-videos/
LOCATION:Die Durchführung erfolgt DIGITAL!
CATEGORIES:Fachübergreifend,IT und Digital,Marketing,WebSeminare
ATTACH;FMTTYPE=image/jpeg:https://mvfp-akademie.de/wp-content/uploads/2026/04/Header-Video-Content-1200x300-px-Max-Quality.jpg
END:VEVENT
BEGIN:VEVENT
DTSTART;TZID=Europe/Berlin:20260903T093000
DTEND;TZID=Europe/Berlin:20260903T123000
DTSTAMP:20260511T164017
CREATED:20250502T121543Z
LAST-MODIFIED:20260422T084610Z
UID:53637-1788427800-1788438600@mvfp-akademie.de
SUMMARY:Fokus auf ChatGPT: Effizienzgewinne für Redaktion\, Marketing & Produkt
DESCRIPTION:Von Patrick Klingberg\, Digitaler Architekt \n \n\n  \nExperte für KI im Marketing\, GEO-Spezialist und Sparringspartner für Verlage und Medienhäuser\n\n \nKey Takeaways \n \n\n\n\n\n\n\n\n\nGEO (Generative Engine Optimization) ist für Verlage und Medienhäuser doppelt relevant: als Sichtbarkeitskanal für die eigene Marke und als Thema\, das ihre Werbekunden bewegt.\n\n\n\n \n\n\n\nSEO ist ein Performance-Kanal. GEO ist ein Brand-Kanal. Beide folgen unterschiedlichen Logiken und brauchen unterschiedliche Strategien.\n\n\n\n \n\n\n\nGEO wirkt früher in der Nutzungsreise\, also schon bevor jemand aktiv sucht; wenn die Person noch Orientierung sucht.\n\n\n\n \n\n\n\nVerlage haben gegenüber anderen Branchen einen strukturellen Vorteil bei GEO\, wenn sie ihn gezielt nutzen.\n\n\n\n \n\n\n\nErste Maßnahmen lassen sich direkt umsetzen\, ohne großen Einsatz von Ressourcen. Stichwort: Quick wins.\n\n\n\n \n \nStellen Sie sich folgende Situation vor: Eine Leserin Ihres Magazins\, Fachmediums oder Ihrer Zeitung sucht nach Orientierung zu einem Thema\, das Ihr Redaktionsteam seit Jahren journalistisch aufarbeitet. Sie fragt ChatGPT und bekommt eine Antwort\, in der Sie als Medium nicht vorkommen.Warum ist das so? Denn es gibt kein schlechtes Google-Ranking und auch kein Algorithmus-Problem. Dennoch existiert Ihr Medium in diesem relevanten Moment schlicht nicht.In genau dieser Situation befinden sich momentan viele Verlage und Medienhäuser- meist\, ohne es zu merken. Denn die meisten Verlagshäuser und Medienunternehmen messen noch immer ausschließlich Google-Traffic und organische Reichweite. Die Frage\, wie sichtbar die eigene Marke in KI-generierten Antworten ist\, stellen sie sich noch nicht.Als GEO-Spezialist und Sparringspartner für Verlage und Medienhäuser erlebe ich in Gesprächen mit Verlagsteams regelmäßig\, dass es eine unangenehme Überraschung gibt\, wenn das eigene Titel-Portfolio bei ChatGPT oder Gemini [zum ersten Mal abgefragt wird. Manchmal taucht man auf\, oft aber nicht. Und wenn doch\, stimmt häufig nicht\, was die KI dort aufführt.Darum geht es in diesem Artikel. \n \nWas sich beim Thema Suche verändert\, und warum Verlage besonders betroffen sindGoogle dominiert die Suche seit 25 Jahren weshalb Verlage und Medienhäuser ihre Digitalstrategie darauf ausgerichtet haben: mit SEO\, Content-Optimierung und Traffic-Metriken. Das Spielfeld war klar – nun nicht mehr.Seit 2023 gibt es ein zweites Spielfeld\, auf dem immer mehr Spielzeit stattfindet\, ohne dass Verlage das Geschehen systematisch beobachten.ChatGPT hat Anfang 2026 die Marke von 900 Millionen wöchentlichen Nutzerinnen und Nutzern überschritten. Google‘s AI Overviews erreichen über zwei Milliarden Menschen. In Deutschland nutzen schätzungsweise 20 bis 24 Millionen Menschen monatlich ChatGPT\, also fast jede dritte erwachsene Person. All diese Menschen stellen keine Suchanfragen mehr. Sie führen Gespräche. Und sie bekommen auf ihre Fragen Antworten und keine Linklisten.Für Verlage bedeutet das zwei Dinge. \n \nErstens: Der Traffic aus klassischer Google-Suche geht zurück\, zum Teil massiv\, denn AI Overviews (AIO) beantworten Fragen direkt\, meist ohne\, dass noch auf tiefergehende Quellen geklickt wird. AIOs sind zwar nicht immer ausdifferenziert\, aber gerade für schnelle Fragen zwischendurch reicht vielen Nutzern die Zusammenfassung. Wer als Verlag auf Klickvolumen angewiesen ist\, spürt die Folgen bereits seit einiger Zeit deutlich.Zweitens: Es entsteht ein neuer Kanal\, in dem Markenbekanntheit\, Themenautorität und Vertrauen verhandelt werden. Dieser Kanal heißt GEO (Generative Engine Optimization).Nehmen wir zur Veranschaulichung zwei konkrete Szenarien aus dem Verlagsalltag: \n \nSzenario 1\, Fachmedium und Zielgruppenrecherche: Eine Marketingleiterin aus der Pharmabranche sucht ein Fachmedium für die nächste Anzeigenkampagne. Sie fragt ChatGPT: „Welche Fachmagazine für Apothekerinnen und Apotheker sind in Deutschland relevant?“ Sie bekommt eine Liste mit Titeln\, kurzen Einordnungen und Reichweiten. Welche Titel dort auftauchen\, hängt nicht mehr allein von Google-Rankings ab\, sondern davon\, wie konsistent und glaubwürdig die jeweilige Medienmarke in den Quellen vertreten ist\, die das Sprachmodell kennt. \nSzenario 2\, Verlag als Wissensgeber: Eine Leserin eines Publikumsmagazins hat eine komplexe Frage zum Titelthema der letzten Ausgabe. Sie fragt Copilot statt Google. Wenn das Magazin in der Copilot-Antwort als kompetente Quelle auftaucht\, entstehen bei der Leserin Wiedererkennung und Vertrauen\, auch ohne\, dass sie weiterklickt. Erscheint das Magazin nicht in den Ergebnissen\, können Wettbewerber oder eine generische Informationsseite für diesen Moment die Deutungshoheit übernehmen.In beiden Fällen entscheidet GEO darüber\, wer in dem Moment der Orientierungssuche präsent ist\, der den weiteren Weg des Konsumenten oder der Leserin bestimmt. \n \nZwei Kanäle\, zwei LogikenSEO und GEO werden gerne als zwei Versionen desselben Werkzeugs behandelt. Das sind sie nicht! Hier liegt ein eklatanter Denkfehler\, den ich in fast jedem Erstgespräch korrigiere.SEO ist ein Performance-Kanal\, das heißt jemand sucht aktiv\, gibt einen Begriff ein und klickt. Absicht – Klick – Messung – Conversion. Die Logik ist transaktional und direkt messbar.GEO hingegen ist ein Brand-Kanal. Wer in einer KI-Antwort erwähnt wird\, wird nicht angeklickt\, sondern wahrgenommen. Die Wirkung entsteht früher in der Nutzungsreise\, bereits in der Phase\, in der schon Orientierung gesucht wird\, aber noch keine konkrete Absicht formuliert ist. Das ist die Phase\, in der Medienhäuser traditionell stark sind. Genau dort greift GEO.Für Verlage bedeutet das: Wer in KI-Antworten als kompetente und verlässliche Quelle zu einem Thema erscheint\, baut Vertrauen auf\, noch bevor die eigentliche Nutzungsentscheidung getroffen wird. Das entspricht in der Wirkung klassischer Markenarbeit\, die aber auf einem neuen Kanal stattfindet.Das bedeutet auch für die interne Planung in den Verlagen: GEO gehört nicht ins Performance-Budget\, sondern ins Brand-Budget mit eigenen Brand-Metriken und Brand-Geduld.Trotzdem gilt: GEO ersetzt SEO nicht. Wer bei Google an Sichtbarkeit verliert\, verliert parallel in ChatGPT. Denn ChatGPT und Microsoft Copilot nutzen zwar Bing als primäre Datenquelle\, Bing bewertet aber ähnliche Qualitätssignale wie Google. Saubere Technik\, starker Content und nachweisbare Expertise sind also die Basis für beides – SEO und GEO. \nDer strukturelle Vorteil von Verlagen\, und wie man ihn nutztVerlage und Medienhäuser haben gegenüber den meisten anderen Branchen einen echten GEO-Vorteil: Sie produzieren bereits großen Mengen an thematisch fokussiertem\, fundiert recherchiertem Content. Genau das ist das Rohmaterial\, aus dem Sprachmodelle mit Vorliebe zitieren. Dieser Vorteil ist aber kein Automatismus. Er muss aktiviert werden. \n \nThemenautorität sichtbar machen Sprachmodelle denken nicht in Keywords\, sondern in Entitäten und Themenfeldern. Wer zu einem Thema dauerhaft\, präzise und belegbar publiziert\, wird als zuständige und vertrauensvolle Stimme erkannt. Für Verlage heißt das: Das redaktionelle Profil muss digital auch als Entität erkennbar sein\, nicht nur als Ansammlung von Artikeln. Daher sollte die erste Maßnahme nach dem Lesen dieses Artikels sein: Prüfen Sie\, wie Ihr Verlag und Ihre wichtigsten Titel auf Wikipedia\, Wikidata\, in Branchenverzeichnissen und auf LinkedIn beschrieben sind. Stimmen die Beschreibungen mit Ihrem tatsächlichen Themenfeld und Ihrer Reichweite überein? Inkonsistenz ist einer der häufigsten Gründe\, warum Medienmarken in KI-Antworten fehlen oder falsch eingeordnet werden. \nContent\, der zitiert werden kannSprachmodelle extrahieren Textabschnitte\, sogenannte Chunks\, die eine Frage direkt und präzise beantworten. Langer\, gut recherchierter Fließtext allein reicht dafür nicht.Drei Regeln aus meiner Praxis: \n\nDie Kernaussage gehört in die ersten 150 Wörter. Nicht als Einleitung\, sondern als direkte Antwort auf eine Frage\, die Nutzerinnen und Nutzer stellen könnten.\nAbsätze sollten 60 bis 80 Wörter umfassen. In sich geschlossene\, extrahierbare Einheiten sind für Sprachmodelle leichter zu verarbeiten als lange Fließtextblöcke.\nBelegbare Aussagen schlagen allgemeine Einordnungen. Eigene Studiendaten\, Zitate aus Interviews\, konkrete Zahlen: genau das\, was guten Journalismus ausmacht\, ist für GEO wertvoller als jeder Kommentar ohne Belege.\n\nBing nicht unterschätzen \n\nDass ChatGPT und Microsoft Copilot ihre Quellen primär aus Bing und nicht aus Google ziehen\, überrascht viele. Rund 87 Prozent der von ChatGPT verwendeten Quellen entsprechen den Top-10-Ergebnissen bei Bing. Bing hat in Deutschland zwar nur rund 5 bis 6 Prozent Marktanteil\, wer aber dort nicht präsent ist\, fehlt in einer der wichtigsten Quellen für KI-Antworten. Quick win: Registrieren Sie daher – am besten noch heute – Ihre wichtigsten Domains in den Bing Webmaster Tools und überprüfen Sie\, ob alle relevanten Seiten indexiert sind. Das dauert etwa 20 Minuten und schließt eine Lücke\, die die meisten Verlage noch haben.Was messen\, wenn klassische Klick-Metriken nicht mehr ausreichen?Der Traffic-Rückgang durch AI Overviews ist deutlich messbar. Weniger messbar\, aber ebenso real\, ist der Sichtbarkeitsgewinn oder -verlust auf dem GEO-Kanal. Einige relevante Kennzahlen für Verlage: \nØ  Citation Rate: Wie oft tauchen Ihre Titel beirelevanten Themenabfragen in KI-Antworten auf? Definieren Sie ein Set von 15bis 20 Prompts\, die Ihre Zielgruppe typischerweise stellt. Fragen Sie dieseregelmäßig ab\, manuell oder mit Tools wie Otterly.AI\, Peec AIoder Rankscale\, und dokumentieren Sie die Ergebnisse. \nØ  Sentiment und Genauigkeit: Analysieren Sie nichtnur ob Sie erwähnt werden\, sondern auch wie. Werden Ihre Titel mit den Themenassoziiert\, für die sie stehen? Werden Reichweiten und Zielgruppen korrektbeschrieben? Für Werbevermarkter ist das besonders relevant\, denn was ChatGPTüber Ihr Medium sagt\, beeinflusst möglicherweise bald auch Mediapläne. \nØ  AI-referred Traffic in GA4: Mit einemRegex-Filter im Session-Report lässt sich der Traffic aus ChatGPT\, Perplexity\,Gemini\, Copilot und anderen Quellen segmentieren und beobachten. Der Anteil desTraffics aus diesen Quellen wächst. Es lohnt sich\, ihn schon heute zu messen. \nWas als nächstes kommt\, und warum es für Verlage besonders relevant ist \n\n\nDie nächste Stufe nach der KI-Suche sind AI Agents: also eigenständig agierende Systeme\, die im Auftrag von Nutzerinnen und Nutzern recherchieren\, vergleichen und Entscheidungen vorbereiten. Gartner prognostiziert\, dass bis 2028 rund 90 Prozent aller B2B-Transaktionen durch solche Agents vorbereitet oder vermittelt werden.Für Verlage bedeutet das nicht nur\, dass die eigene Marke von Agents gefunden werden muss. Es bedeutet auch\, dass Mediaplanung\, Anzeigenbuchung und Zielgruppenrecherche künftig durch Agents laufen könnten\, die ihre Quellen aus denselben Datenräumen ziehen\, in denen GEO heute entschieden wird. \nWer jetzt nicht als verlässliche\, klar positionierte Medienmarke in diesen Datenräumen präsent ist\, riskiert\, aus automatisierten Prozessen herauszufallen\, still und ohne Benachrichtigung.\n\n \n\n \n \nFazit: Drei Fragen für heuteStatt einer weiteren Zusammenfassung lassen Sie mich mit drei konkreten Fragen schließen\, die Sie zeitnah – am besten noch heute\, für sich und Ihren Verlag beantworten sollten: \n \n\n\n\n\n\n1. Fragen Sie ChatGPT nach Ihrem Verlag und Ihren wichtigsten Titeln: Tauchen Sie auf? Stimmt\, was dort steht? Werden Sie für die richtigen Themen und Zielgruppen genannt? \n\n2. Wissen Sie\, welche Fragen Ihre Leserinnen und Leser sowie Ihre Werbekundinnen und Werbekunden an KI-Assistenten stellen\, und sind Ihre Inhalte so aufgebaut\, dass sie als Antwort in Frage kommen?3. Sind Ihre wichtigsten Domains bei Bing indexiert und der AI-Traffic in GA4 bereits messbar gemacht? \n \n \n\nVerlage\, die diese drei Fragen heute mit Ja beantworten können\, haben gegenüber dem Wettbewerb bereits einen Vorsprung\, der schon in 18 Monaten nur noch schwer aufzuholen sein wird. |
URL:https://mvfp-akademie.de/event/fokus-auf-chatgpt-effizienzgewinne-fuer-redaktion-marketing-produkt/
CATEGORIES:Fachübergreifend,IT und Digital,KI,WebSeminare
ATTACH;FMTTYPE=image/jpeg:https://mvfp-akademie.de/wp-content/uploads/2025/05/Header-Fokus-auf-ChatGPT-copy-1200x300-px.jpg
END:VEVENT
BEGIN:VEVENT
DTSTART;TZID=Europe/Berlin:20260908T093000
DTEND;TZID=Europe/Berlin:20260908T153000
DTSTAMP:20260511T164017
CREATED:20230302T124347Z
LAST-MODIFIED:20260205T104434Z
UID:41615-1788859800-1788881400@mvfp-akademie.de
SUMMARY:Aboshop 2.0 – Erfolgsfaktoren & Quick-wins
DESCRIPTION:Von Patrick Klingberg\, Digitaler Architekt \n \n\n  \nExperte für KI im Marketing\, GEO-Spezialist und Sparringspartner für Verlage und Medienhäuser\n\n \nKey Takeaways \n \n\n\n\n\n\n\n\n\nGEO (Generative Engine Optimization) ist für Verlage und Medienhäuser doppelt relevant: als Sichtbarkeitskanal für die eigene Marke und als Thema\, das ihre Werbekunden bewegt.\n\n\n\n \n\n\n\nSEO ist ein Performance-Kanal. GEO ist ein Brand-Kanal. Beide folgen unterschiedlichen Logiken und brauchen unterschiedliche Strategien.\n\n\n\n \n\n\n\nGEO wirkt früher in der Nutzungsreise\, also schon bevor jemand aktiv sucht; wenn die Person noch Orientierung sucht.\n\n\n\n \n\n\n\nVerlage haben gegenüber anderen Branchen einen strukturellen Vorteil bei GEO\, wenn sie ihn gezielt nutzen.\n\n\n\n \n\n\n\nErste Maßnahmen lassen sich direkt umsetzen\, ohne großen Einsatz von Ressourcen. Stichwort: Quick wins.\n\n\n\n \n \nStellen Sie sich folgende Situation vor: Eine Leserin Ihres Magazins\, Fachmediums oder Ihrer Zeitung sucht nach Orientierung zu einem Thema\, das Ihr Redaktionsteam seit Jahren journalistisch aufarbeitet. Sie fragt ChatGPT und bekommt eine Antwort\, in der Sie als Medium nicht vorkommen.Warum ist das so? Denn es gibt kein schlechtes Google-Ranking und auch kein Algorithmus-Problem. Dennoch existiert Ihr Medium in diesem relevanten Moment schlicht nicht.In genau dieser Situation befinden sich momentan viele Verlage und Medienhäuser- meist\, ohne es zu merken. Denn die meisten Verlagshäuser und Medienunternehmen messen noch immer ausschließlich Google-Traffic und organische Reichweite. Die Frage\, wie sichtbar die eigene Marke in KI-generierten Antworten ist\, stellen sie sich noch nicht.Als GEO-Spezialist und Sparringspartner für Verlage und Medienhäuser erlebe ich in Gesprächen mit Verlagsteams regelmäßig\, dass es eine unangenehme Überraschung gibt\, wenn das eigene Titel-Portfolio bei ChatGPT oder Gemini [zum ersten Mal abgefragt wird. Manchmal taucht man auf\, oft aber nicht. Und wenn doch\, stimmt häufig nicht\, was die KI dort aufführt.Darum geht es in diesem Artikel. \n \nWas sich beim Thema Suche verändert\, und warum Verlage besonders betroffen sindGoogle dominiert die Suche seit 25 Jahren weshalb Verlage und Medienhäuser ihre Digitalstrategie darauf ausgerichtet haben: mit SEO\, Content-Optimierung und Traffic-Metriken. Das Spielfeld war klar – nun nicht mehr.Seit 2023 gibt es ein zweites Spielfeld\, auf dem immer mehr Spielzeit stattfindet\, ohne dass Verlage das Geschehen systematisch beobachten.ChatGPT hat Anfang 2026 die Marke von 900 Millionen wöchentlichen Nutzerinnen und Nutzern überschritten. Google‘s AI Overviews erreichen über zwei Milliarden Menschen. In Deutschland nutzen schätzungsweise 20 bis 24 Millionen Menschen monatlich ChatGPT\, also fast jede dritte erwachsene Person. All diese Menschen stellen keine Suchanfragen mehr. Sie führen Gespräche. Und sie bekommen auf ihre Fragen Antworten und keine Linklisten.Für Verlage bedeutet das zwei Dinge. \n \nErstens: Der Traffic aus klassischer Google-Suche geht zurück\, zum Teil massiv\, denn AI Overviews (AIO) beantworten Fragen direkt\, meist ohne\, dass noch auf tiefergehende Quellen geklickt wird. AIOs sind zwar nicht immer ausdifferenziert\, aber gerade für schnelle Fragen zwischendurch reicht vielen Nutzern die Zusammenfassung. Wer als Verlag auf Klickvolumen angewiesen ist\, spürt die Folgen bereits seit einiger Zeit deutlich.Zweitens: Es entsteht ein neuer Kanal\, in dem Markenbekanntheit\, Themenautorität und Vertrauen verhandelt werden. Dieser Kanal heißt GEO (Generative Engine Optimization).Nehmen wir zur Veranschaulichung zwei konkrete Szenarien aus dem Verlagsalltag: \n \nSzenario 1\, Fachmedium und Zielgruppenrecherche: Eine Marketingleiterin aus der Pharmabranche sucht ein Fachmedium für die nächste Anzeigenkampagne. Sie fragt ChatGPT: „Welche Fachmagazine für Apothekerinnen und Apotheker sind in Deutschland relevant?“ Sie bekommt eine Liste mit Titeln\, kurzen Einordnungen und Reichweiten. Welche Titel dort auftauchen\, hängt nicht mehr allein von Google-Rankings ab\, sondern davon\, wie konsistent und glaubwürdig die jeweilige Medienmarke in den Quellen vertreten ist\, die das Sprachmodell kennt. \nSzenario 2\, Verlag als Wissensgeber: Eine Leserin eines Publikumsmagazins hat eine komplexe Frage zum Titelthema der letzten Ausgabe. Sie fragt Copilot statt Google. Wenn das Magazin in der Copilot-Antwort als kompetente Quelle auftaucht\, entstehen bei der Leserin Wiedererkennung und Vertrauen\, auch ohne\, dass sie weiterklickt. Erscheint das Magazin nicht in den Ergebnissen\, können Wettbewerber oder eine generische Informationsseite für diesen Moment die Deutungshoheit übernehmen.In beiden Fällen entscheidet GEO darüber\, wer in dem Moment der Orientierungssuche präsent ist\, der den weiteren Weg des Konsumenten oder der Leserin bestimmt. \n \nZwei Kanäle\, zwei LogikenSEO und GEO werden gerne als zwei Versionen desselben Werkzeugs behandelt. Das sind sie nicht! Hier liegt ein eklatanter Denkfehler\, den ich in fast jedem Erstgespräch korrigiere.SEO ist ein Performance-Kanal\, das heißt jemand sucht aktiv\, gibt einen Begriff ein und klickt. Absicht – Klick – Messung – Conversion. Die Logik ist transaktional und direkt messbar.GEO hingegen ist ein Brand-Kanal. Wer in einer KI-Antwort erwähnt wird\, wird nicht angeklickt\, sondern wahrgenommen. Die Wirkung entsteht früher in der Nutzungsreise\, bereits in der Phase\, in der schon Orientierung gesucht wird\, aber noch keine konkrete Absicht formuliert ist. Das ist die Phase\, in der Medienhäuser traditionell stark sind. Genau dort greift GEO.Für Verlage bedeutet das: Wer in KI-Antworten als kompetente und verlässliche Quelle zu einem Thema erscheint\, baut Vertrauen auf\, noch bevor die eigentliche Nutzungsentscheidung getroffen wird. Das entspricht in der Wirkung klassischer Markenarbeit\, die aber auf einem neuen Kanal stattfindet.Das bedeutet auch für die interne Planung in den Verlagen: GEO gehört nicht ins Performance-Budget\, sondern ins Brand-Budget mit eigenen Brand-Metriken und Brand-Geduld.Trotzdem gilt: GEO ersetzt SEO nicht. Wer bei Google an Sichtbarkeit verliert\, verliert parallel in ChatGPT. Denn ChatGPT und Microsoft Copilot nutzen zwar Bing als primäre Datenquelle\, Bing bewertet aber ähnliche Qualitätssignale wie Google. Saubere Technik\, starker Content und nachweisbare Expertise sind also die Basis für beides – SEO und GEO. \nDer strukturelle Vorteil von Verlagen\, und wie man ihn nutztVerlage und Medienhäuser haben gegenüber den meisten anderen Branchen einen echten GEO-Vorteil: Sie produzieren bereits großen Mengen an thematisch fokussiertem\, fundiert recherchiertem Content. Genau das ist das Rohmaterial\, aus dem Sprachmodelle mit Vorliebe zitieren. Dieser Vorteil ist aber kein Automatismus. Er muss aktiviert werden. \n \nThemenautorität sichtbar machen Sprachmodelle denken nicht in Keywords\, sondern in Entitäten und Themenfeldern. Wer zu einem Thema dauerhaft\, präzise und belegbar publiziert\, wird als zuständige und vertrauensvolle Stimme erkannt. Für Verlage heißt das: Das redaktionelle Profil muss digital auch als Entität erkennbar sein\, nicht nur als Ansammlung von Artikeln. Daher sollte die erste Maßnahme nach dem Lesen dieses Artikels sein: Prüfen Sie\, wie Ihr Verlag und Ihre wichtigsten Titel auf Wikipedia\, Wikidata\, in Branchenverzeichnissen und auf LinkedIn beschrieben sind. Stimmen die Beschreibungen mit Ihrem tatsächlichen Themenfeld und Ihrer Reichweite überein? Inkonsistenz ist einer der häufigsten Gründe\, warum Medienmarken in KI-Antworten fehlen oder falsch eingeordnet werden. \nContent\, der zitiert werden kannSprachmodelle extrahieren Textabschnitte\, sogenannte Chunks\, die eine Frage direkt und präzise beantworten. Langer\, gut recherchierter Fließtext allein reicht dafür nicht.Drei Regeln aus meiner Praxis: \n\nDie Kernaussage gehört in die ersten 150 Wörter. Nicht als Einleitung\, sondern als direkte Antwort auf eine Frage\, die Nutzerinnen und Nutzer stellen könnten.\nAbsätze sollten 60 bis 80 Wörter umfassen. In sich geschlossene\, extrahierbare Einheiten sind für Sprachmodelle leichter zu verarbeiten als lange Fließtextblöcke.\nBelegbare Aussagen schlagen allgemeine Einordnungen. Eigene Studiendaten\, Zitate aus Interviews\, konkrete Zahlen: genau das\, was guten Journalismus ausmacht\, ist für GEO wertvoller als jeder Kommentar ohne Belege.\n\nBing nicht unterschätzen \n\nDass ChatGPT und Microsoft Copilot ihre Quellen primär aus Bing und nicht aus Google ziehen\, überrascht viele. Rund 87 Prozent der von ChatGPT verwendeten Quellen entsprechen den Top-10-Ergebnissen bei Bing. Bing hat in Deutschland zwar nur rund 5 bis 6 Prozent Marktanteil\, wer aber dort nicht präsent ist\, fehlt in einer der wichtigsten Quellen für KI-Antworten. Quick win: Registrieren Sie daher – am besten noch heute – Ihre wichtigsten Domains in den Bing Webmaster Tools und überprüfen Sie\, ob alle relevanten Seiten indexiert sind. Das dauert etwa 20 Minuten und schließt eine Lücke\, die die meisten Verlage noch haben.Was messen\, wenn klassische Klick-Metriken nicht mehr ausreichen?Der Traffic-Rückgang durch AI Overviews ist deutlich messbar. Weniger messbar\, aber ebenso real\, ist der Sichtbarkeitsgewinn oder -verlust auf dem GEO-Kanal. Einige relevante Kennzahlen für Verlage: \nØ  Citation Rate: Wie oft tauchen Ihre Titel beirelevanten Themenabfragen in KI-Antworten auf? Definieren Sie ein Set von 15bis 20 Prompts\, die Ihre Zielgruppe typischerweise stellt. Fragen Sie dieseregelmäßig ab\, manuell oder mit Tools wie Otterly.AI\, Peec AIoder Rankscale\, und dokumentieren Sie die Ergebnisse. \nØ  Sentiment und Genauigkeit: Analysieren Sie nichtnur ob Sie erwähnt werden\, sondern auch wie. Werden Ihre Titel mit den Themenassoziiert\, für die sie stehen? Werden Reichweiten und Zielgruppen korrektbeschrieben? Für Werbevermarkter ist das besonders relevant\, denn was ChatGPTüber Ihr Medium sagt\, beeinflusst möglicherweise bald auch Mediapläne. \nØ  AI-referred Traffic in GA4: Mit einemRegex-Filter im Session-Report lässt sich der Traffic aus ChatGPT\, Perplexity\,Gemini\, Copilot und anderen Quellen segmentieren und beobachten. Der Anteil desTraffics aus diesen Quellen wächst. Es lohnt sich\, ihn schon heute zu messen. \nWas als nächstes kommt\, und warum es für Verlage besonders relevant ist \n\n\nDie nächste Stufe nach der KI-Suche sind AI Agents: also eigenständig agierende Systeme\, die im Auftrag von Nutzerinnen und Nutzern recherchieren\, vergleichen und Entscheidungen vorbereiten. Gartner prognostiziert\, dass bis 2028 rund 90 Prozent aller B2B-Transaktionen durch solche Agents vorbereitet oder vermittelt werden.Für Verlage bedeutet das nicht nur\, dass die eigene Marke von Agents gefunden werden muss. Es bedeutet auch\, dass Mediaplanung\, Anzeigenbuchung und Zielgruppenrecherche künftig durch Agents laufen könnten\, die ihre Quellen aus denselben Datenräumen ziehen\, in denen GEO heute entschieden wird. \nWer jetzt nicht als verlässliche\, klar positionierte Medienmarke in diesen Datenräumen präsent ist\, riskiert\, aus automatisierten Prozessen herauszufallen\, still und ohne Benachrichtigung.\n\n \n\n \n \nFazit: Drei Fragen für heuteStatt einer weiteren Zusammenfassung lassen Sie mich mit drei konkreten Fragen schließen\, die Sie zeitnah – am besten noch heute\, für sich und Ihren Verlag beantworten sollten: \n \n\n\n\n\n\n1. Fragen Sie ChatGPT nach Ihrem Verlag und Ihren wichtigsten Titeln: Tauchen Sie auf? Stimmt\, was dort steht? Werden Sie für die richtigen Themen und Zielgruppen genannt? \n\n2. Wissen Sie\, welche Fragen Ihre Leserinnen und Leser sowie Ihre Werbekundinnen und Werbekunden an KI-Assistenten stellen\, und sind Ihre Inhalte so aufgebaut\, dass sie als Antwort in Frage kommen?3. Sind Ihre wichtigsten Domains bei Bing indexiert und der AI-Traffic in GA4 bereits messbar gemacht? \n \n \n\nVerlage\, die diese drei Fragen heute mit Ja beantworten können\, haben gegenüber dem Wettbewerb bereits einen Vorsprung\, der schon in 18 Monaten nur noch schwer aufzuholen sein wird. |
URL:https://mvfp-akademie.de/event/aboshop-2-0-erfolgsfaktoren-quick-wins-2/
LOCATION:Die Durchführung erfolgt DIGITAL!
CATEGORIES:IT und Digital,Marketing,Vertrieb
ATTACH;FMTTYPE=image/jpeg:https://mvfp-akademie.de/wp-content/uploads/2023/03/Header-Aboshop-1200x200-px-High-Quality.jpg
END:VEVENT
BEGIN:VEVENT
DTSTART;TZID=Europe/Berlin:20260909T093000
DTEND;TZID=Europe/Berlin:20260909T123000
DTSTAMP:20260511T164017
CREATED:20260429T121235Z
LAST-MODIFIED:20260505T122908Z
UID:57812-1788946200-1788957000@mvfp-akademie.de
SUMMARY:Next Level SEO: Neuerungen und Trends
DESCRIPTION:Von Patrick Klingberg\, Digitaler Architekt \n \n\n  \nExperte für KI im Marketing\, GEO-Spezialist und Sparringspartner für Verlage und Medienhäuser\n\n \nKey Takeaways \n \n\n\n\n\n\n\n\n\nGEO (Generative Engine Optimization) ist für Verlage und Medienhäuser doppelt relevant: als Sichtbarkeitskanal für die eigene Marke und als Thema\, das ihre Werbekunden bewegt.\n\n\n\n \n\n\n\nSEO ist ein Performance-Kanal. GEO ist ein Brand-Kanal. Beide folgen unterschiedlichen Logiken und brauchen unterschiedliche Strategien.\n\n\n\n \n\n\n\nGEO wirkt früher in der Nutzungsreise\, also schon bevor jemand aktiv sucht; wenn die Person noch Orientierung sucht.\n\n\n\n \n\n\n\nVerlage haben gegenüber anderen Branchen einen strukturellen Vorteil bei GEO\, wenn sie ihn gezielt nutzen.\n\n\n\n \n\n\n\nErste Maßnahmen lassen sich direkt umsetzen\, ohne großen Einsatz von Ressourcen. Stichwort: Quick wins.\n\n\n\n \n \nStellen Sie sich folgende Situation vor: Eine Leserin Ihres Magazins\, Fachmediums oder Ihrer Zeitung sucht nach Orientierung zu einem Thema\, das Ihr Redaktionsteam seit Jahren journalistisch aufarbeitet. Sie fragt ChatGPT und bekommt eine Antwort\, in der Sie als Medium nicht vorkommen.Warum ist das so? Denn es gibt kein schlechtes Google-Ranking und auch kein Algorithmus-Problem. Dennoch existiert Ihr Medium in diesem relevanten Moment schlicht nicht.In genau dieser Situation befinden sich momentan viele Verlage und Medienhäuser- meist\, ohne es zu merken. Denn die meisten Verlagshäuser und Medienunternehmen messen noch immer ausschließlich Google-Traffic und organische Reichweite. Die Frage\, wie sichtbar die eigene Marke in KI-generierten Antworten ist\, stellen sie sich noch nicht.Als GEO-Spezialist und Sparringspartner für Verlage und Medienhäuser erlebe ich in Gesprächen mit Verlagsteams regelmäßig\, dass es eine unangenehme Überraschung gibt\, wenn das eigene Titel-Portfolio bei ChatGPT oder Gemini [zum ersten Mal abgefragt wird. Manchmal taucht man auf\, oft aber nicht. Und wenn doch\, stimmt häufig nicht\, was die KI dort aufführt.Darum geht es in diesem Artikel. \n \nWas sich beim Thema Suche verändert\, und warum Verlage besonders betroffen sindGoogle dominiert die Suche seit 25 Jahren weshalb Verlage und Medienhäuser ihre Digitalstrategie darauf ausgerichtet haben: mit SEO\, Content-Optimierung und Traffic-Metriken. Das Spielfeld war klar – nun nicht mehr.Seit 2023 gibt es ein zweites Spielfeld\, auf dem immer mehr Spielzeit stattfindet\, ohne dass Verlage das Geschehen systematisch beobachten.ChatGPT hat Anfang 2026 die Marke von 900 Millionen wöchentlichen Nutzerinnen und Nutzern überschritten. Google‘s AI Overviews erreichen über zwei Milliarden Menschen. In Deutschland nutzen schätzungsweise 20 bis 24 Millionen Menschen monatlich ChatGPT\, also fast jede dritte erwachsene Person. All diese Menschen stellen keine Suchanfragen mehr. Sie führen Gespräche. Und sie bekommen auf ihre Fragen Antworten und keine Linklisten.Für Verlage bedeutet das zwei Dinge. \n \nErstens: Der Traffic aus klassischer Google-Suche geht zurück\, zum Teil massiv\, denn AI Overviews (AIO) beantworten Fragen direkt\, meist ohne\, dass noch auf tiefergehende Quellen geklickt wird. AIOs sind zwar nicht immer ausdifferenziert\, aber gerade für schnelle Fragen zwischendurch reicht vielen Nutzern die Zusammenfassung. Wer als Verlag auf Klickvolumen angewiesen ist\, spürt die Folgen bereits seit einiger Zeit deutlich.Zweitens: Es entsteht ein neuer Kanal\, in dem Markenbekanntheit\, Themenautorität und Vertrauen verhandelt werden. Dieser Kanal heißt GEO (Generative Engine Optimization).Nehmen wir zur Veranschaulichung zwei konkrete Szenarien aus dem Verlagsalltag: \n \nSzenario 1\, Fachmedium und Zielgruppenrecherche: Eine Marketingleiterin aus der Pharmabranche sucht ein Fachmedium für die nächste Anzeigenkampagne. Sie fragt ChatGPT: „Welche Fachmagazine für Apothekerinnen und Apotheker sind in Deutschland relevant?“ Sie bekommt eine Liste mit Titeln\, kurzen Einordnungen und Reichweiten. Welche Titel dort auftauchen\, hängt nicht mehr allein von Google-Rankings ab\, sondern davon\, wie konsistent und glaubwürdig die jeweilige Medienmarke in den Quellen vertreten ist\, die das Sprachmodell kennt. \nSzenario 2\, Verlag als Wissensgeber: Eine Leserin eines Publikumsmagazins hat eine komplexe Frage zum Titelthema der letzten Ausgabe. Sie fragt Copilot statt Google. Wenn das Magazin in der Copilot-Antwort als kompetente Quelle auftaucht\, entstehen bei der Leserin Wiedererkennung und Vertrauen\, auch ohne\, dass sie weiterklickt. Erscheint das Magazin nicht in den Ergebnissen\, können Wettbewerber oder eine generische Informationsseite für diesen Moment die Deutungshoheit übernehmen.In beiden Fällen entscheidet GEO darüber\, wer in dem Moment der Orientierungssuche präsent ist\, der den weiteren Weg des Konsumenten oder der Leserin bestimmt. \n \nZwei Kanäle\, zwei LogikenSEO und GEO werden gerne als zwei Versionen desselben Werkzeugs behandelt. Das sind sie nicht! Hier liegt ein eklatanter Denkfehler\, den ich in fast jedem Erstgespräch korrigiere.SEO ist ein Performance-Kanal\, das heißt jemand sucht aktiv\, gibt einen Begriff ein und klickt. Absicht – Klick – Messung – Conversion. Die Logik ist transaktional und direkt messbar.GEO hingegen ist ein Brand-Kanal. Wer in einer KI-Antwort erwähnt wird\, wird nicht angeklickt\, sondern wahrgenommen. Die Wirkung entsteht früher in der Nutzungsreise\, bereits in der Phase\, in der schon Orientierung gesucht wird\, aber noch keine konkrete Absicht formuliert ist. Das ist die Phase\, in der Medienhäuser traditionell stark sind. Genau dort greift GEO.Für Verlage bedeutet das: Wer in KI-Antworten als kompetente und verlässliche Quelle zu einem Thema erscheint\, baut Vertrauen auf\, noch bevor die eigentliche Nutzungsentscheidung getroffen wird. Das entspricht in der Wirkung klassischer Markenarbeit\, die aber auf einem neuen Kanal stattfindet.Das bedeutet auch für die interne Planung in den Verlagen: GEO gehört nicht ins Performance-Budget\, sondern ins Brand-Budget mit eigenen Brand-Metriken und Brand-Geduld.Trotzdem gilt: GEO ersetzt SEO nicht. Wer bei Google an Sichtbarkeit verliert\, verliert parallel in ChatGPT. Denn ChatGPT und Microsoft Copilot nutzen zwar Bing als primäre Datenquelle\, Bing bewertet aber ähnliche Qualitätssignale wie Google. Saubere Technik\, starker Content und nachweisbare Expertise sind also die Basis für beides – SEO und GEO. \nDer strukturelle Vorteil von Verlagen\, und wie man ihn nutztVerlage und Medienhäuser haben gegenüber den meisten anderen Branchen einen echten GEO-Vorteil: Sie produzieren bereits großen Mengen an thematisch fokussiertem\, fundiert recherchiertem Content. Genau das ist das Rohmaterial\, aus dem Sprachmodelle mit Vorliebe zitieren. Dieser Vorteil ist aber kein Automatismus. Er muss aktiviert werden. \n \nThemenautorität sichtbar machen Sprachmodelle denken nicht in Keywords\, sondern in Entitäten und Themenfeldern. Wer zu einem Thema dauerhaft\, präzise und belegbar publiziert\, wird als zuständige und vertrauensvolle Stimme erkannt. Für Verlage heißt das: Das redaktionelle Profil muss digital auch als Entität erkennbar sein\, nicht nur als Ansammlung von Artikeln. Daher sollte die erste Maßnahme nach dem Lesen dieses Artikels sein: Prüfen Sie\, wie Ihr Verlag und Ihre wichtigsten Titel auf Wikipedia\, Wikidata\, in Branchenverzeichnissen und auf LinkedIn beschrieben sind. Stimmen die Beschreibungen mit Ihrem tatsächlichen Themenfeld und Ihrer Reichweite überein? Inkonsistenz ist einer der häufigsten Gründe\, warum Medienmarken in KI-Antworten fehlen oder falsch eingeordnet werden. \nContent\, der zitiert werden kannSprachmodelle extrahieren Textabschnitte\, sogenannte Chunks\, die eine Frage direkt und präzise beantworten. Langer\, gut recherchierter Fließtext allein reicht dafür nicht.Drei Regeln aus meiner Praxis: \n\nDie Kernaussage gehört in die ersten 150 Wörter. Nicht als Einleitung\, sondern als direkte Antwort auf eine Frage\, die Nutzerinnen und Nutzer stellen könnten.\nAbsätze sollten 60 bis 80 Wörter umfassen. In sich geschlossene\, extrahierbare Einheiten sind für Sprachmodelle leichter zu verarbeiten als lange Fließtextblöcke.\nBelegbare Aussagen schlagen allgemeine Einordnungen. Eigene Studiendaten\, Zitate aus Interviews\, konkrete Zahlen: genau das\, was guten Journalismus ausmacht\, ist für GEO wertvoller als jeder Kommentar ohne Belege.\n\nBing nicht unterschätzen \n\nDass ChatGPT und Microsoft Copilot ihre Quellen primär aus Bing und nicht aus Google ziehen\, überrascht viele. Rund 87 Prozent der von ChatGPT verwendeten Quellen entsprechen den Top-10-Ergebnissen bei Bing. Bing hat in Deutschland zwar nur rund 5 bis 6 Prozent Marktanteil\, wer aber dort nicht präsent ist\, fehlt in einer der wichtigsten Quellen für KI-Antworten. Quick win: Registrieren Sie daher – am besten noch heute – Ihre wichtigsten Domains in den Bing Webmaster Tools und überprüfen Sie\, ob alle relevanten Seiten indexiert sind. Das dauert etwa 20 Minuten und schließt eine Lücke\, die die meisten Verlage noch haben.Was messen\, wenn klassische Klick-Metriken nicht mehr ausreichen?Der Traffic-Rückgang durch AI Overviews ist deutlich messbar. Weniger messbar\, aber ebenso real\, ist der Sichtbarkeitsgewinn oder -verlust auf dem GEO-Kanal. Einige relevante Kennzahlen für Verlage: \nØ  Citation Rate: Wie oft tauchen Ihre Titel beirelevanten Themenabfragen in KI-Antworten auf? Definieren Sie ein Set von 15bis 20 Prompts\, die Ihre Zielgruppe typischerweise stellt. Fragen Sie dieseregelmäßig ab\, manuell oder mit Tools wie Otterly.AI\, Peec AIoder Rankscale\, und dokumentieren Sie die Ergebnisse. \nØ  Sentiment und Genauigkeit: Analysieren Sie nichtnur ob Sie erwähnt werden\, sondern auch wie. Werden Ihre Titel mit den Themenassoziiert\, für die sie stehen? Werden Reichweiten und Zielgruppen korrektbeschrieben? Für Werbevermarkter ist das besonders relevant\, denn was ChatGPTüber Ihr Medium sagt\, beeinflusst möglicherweise bald auch Mediapläne. \nØ  AI-referred Traffic in GA4: Mit einemRegex-Filter im Session-Report lässt sich der Traffic aus ChatGPT\, Perplexity\,Gemini\, Copilot und anderen Quellen segmentieren und beobachten. Der Anteil desTraffics aus diesen Quellen wächst. Es lohnt sich\, ihn schon heute zu messen. \nWas als nächstes kommt\, und warum es für Verlage besonders relevant ist \n\n\nDie nächste Stufe nach der KI-Suche sind AI Agents: also eigenständig agierende Systeme\, die im Auftrag von Nutzerinnen und Nutzern recherchieren\, vergleichen und Entscheidungen vorbereiten. Gartner prognostiziert\, dass bis 2028 rund 90 Prozent aller B2B-Transaktionen durch solche Agents vorbereitet oder vermittelt werden.Für Verlage bedeutet das nicht nur\, dass die eigene Marke von Agents gefunden werden muss. Es bedeutet auch\, dass Mediaplanung\, Anzeigenbuchung und Zielgruppenrecherche künftig durch Agents laufen könnten\, die ihre Quellen aus denselben Datenräumen ziehen\, in denen GEO heute entschieden wird. \nWer jetzt nicht als verlässliche\, klar positionierte Medienmarke in diesen Datenräumen präsent ist\, riskiert\, aus automatisierten Prozessen herauszufallen\, still und ohne Benachrichtigung.\n\n \n\n \n \nFazit: Drei Fragen für heuteStatt einer weiteren Zusammenfassung lassen Sie mich mit drei konkreten Fragen schließen\, die Sie zeitnah – am besten noch heute\, für sich und Ihren Verlag beantworten sollten: \n \n\n\n\n\n\n1. Fragen Sie ChatGPT nach Ihrem Verlag und Ihren wichtigsten Titeln: Tauchen Sie auf? Stimmt\, was dort steht? Werden Sie für die richtigen Themen und Zielgruppen genannt? \n\n2. Wissen Sie\, welche Fragen Ihre Leserinnen und Leser sowie Ihre Werbekundinnen und Werbekunden an KI-Assistenten stellen\, und sind Ihre Inhalte so aufgebaut\, dass sie als Antwort in Frage kommen?3. Sind Ihre wichtigsten Domains bei Bing indexiert und der AI-Traffic in GA4 bereits messbar gemacht? \n \n \n\nVerlage\, die diese drei Fragen heute mit Ja beantworten können\, haben gegenüber dem Wettbewerb bereits einen Vorsprung\, der schon in 18 Monaten nur noch schwer aufzuholen sein wird. |
URL:https://mvfp-akademie.de/event/next-level-seo/
LOCATION:Die Durchführung erfolgt DIGITAL!
CATEGORIES:IT und Digital,Marketing,WebSeminare
ATTACH;FMTTYPE=image/png:https://mvfp-akademie.de/wp-content/uploads/2026/04/Header-Website_SEO-Seminar-1200x300-px.png
END:VEVENT
BEGIN:VEVENT
DTSTART;TZID=Europe/Berlin:20260916T093000
DTEND;TZID=Europe/Berlin:20260916T160000
DTSTAMP:20260511T164017
CREATED:20260504T101742Z
LAST-MODIFIED:20260504T102835Z
UID:57889-1789551000-1789574400@mvfp-akademie.de
SUMMARY:Deepfakes: KI-generierten Content entlarven
DESCRIPTION:Von Patrick Klingberg\, Digitaler Architekt \n \n\n  \nExperte für KI im Marketing\, GEO-Spezialist und Sparringspartner für Verlage und Medienhäuser\n\n \nKey Takeaways \n \n\n\n\n\n\n\n\n\nGEO (Generative Engine Optimization) ist für Verlage und Medienhäuser doppelt relevant: als Sichtbarkeitskanal für die eigene Marke und als Thema\, das ihre Werbekunden bewegt.\n\n\n\n \n\n\n\nSEO ist ein Performance-Kanal. GEO ist ein Brand-Kanal. Beide folgen unterschiedlichen Logiken und brauchen unterschiedliche Strategien.\n\n\n\n \n\n\n\nGEO wirkt früher in der Nutzungsreise\, also schon bevor jemand aktiv sucht; wenn die Person noch Orientierung sucht.\n\n\n\n \n\n\n\nVerlage haben gegenüber anderen Branchen einen strukturellen Vorteil bei GEO\, wenn sie ihn gezielt nutzen.\n\n\n\n \n\n\n\nErste Maßnahmen lassen sich direkt umsetzen\, ohne großen Einsatz von Ressourcen. Stichwort: Quick wins.\n\n\n\n \n \nStellen Sie sich folgende Situation vor: Eine Leserin Ihres Magazins\, Fachmediums oder Ihrer Zeitung sucht nach Orientierung zu einem Thema\, das Ihr Redaktionsteam seit Jahren journalistisch aufarbeitet. Sie fragt ChatGPT und bekommt eine Antwort\, in der Sie als Medium nicht vorkommen.Warum ist das so? Denn es gibt kein schlechtes Google-Ranking und auch kein Algorithmus-Problem. Dennoch existiert Ihr Medium in diesem relevanten Moment schlicht nicht.In genau dieser Situation befinden sich momentan viele Verlage und Medienhäuser- meist\, ohne es zu merken. Denn die meisten Verlagshäuser und Medienunternehmen messen noch immer ausschließlich Google-Traffic und organische Reichweite. Die Frage\, wie sichtbar die eigene Marke in KI-generierten Antworten ist\, stellen sie sich noch nicht.Als GEO-Spezialist und Sparringspartner für Verlage und Medienhäuser erlebe ich in Gesprächen mit Verlagsteams regelmäßig\, dass es eine unangenehme Überraschung gibt\, wenn das eigene Titel-Portfolio bei ChatGPT oder Gemini [zum ersten Mal abgefragt wird. Manchmal taucht man auf\, oft aber nicht. Und wenn doch\, stimmt häufig nicht\, was die KI dort aufführt.Darum geht es in diesem Artikel. \n \nWas sich beim Thema Suche verändert\, und warum Verlage besonders betroffen sindGoogle dominiert die Suche seit 25 Jahren weshalb Verlage und Medienhäuser ihre Digitalstrategie darauf ausgerichtet haben: mit SEO\, Content-Optimierung und Traffic-Metriken. Das Spielfeld war klar – nun nicht mehr.Seit 2023 gibt es ein zweites Spielfeld\, auf dem immer mehr Spielzeit stattfindet\, ohne dass Verlage das Geschehen systematisch beobachten.ChatGPT hat Anfang 2026 die Marke von 900 Millionen wöchentlichen Nutzerinnen und Nutzern überschritten. Google‘s AI Overviews erreichen über zwei Milliarden Menschen. In Deutschland nutzen schätzungsweise 20 bis 24 Millionen Menschen monatlich ChatGPT\, also fast jede dritte erwachsene Person. All diese Menschen stellen keine Suchanfragen mehr. Sie führen Gespräche. Und sie bekommen auf ihre Fragen Antworten und keine Linklisten.Für Verlage bedeutet das zwei Dinge. \n \nErstens: Der Traffic aus klassischer Google-Suche geht zurück\, zum Teil massiv\, denn AI Overviews (AIO) beantworten Fragen direkt\, meist ohne\, dass noch auf tiefergehende Quellen geklickt wird. AIOs sind zwar nicht immer ausdifferenziert\, aber gerade für schnelle Fragen zwischendurch reicht vielen Nutzern die Zusammenfassung. Wer als Verlag auf Klickvolumen angewiesen ist\, spürt die Folgen bereits seit einiger Zeit deutlich.Zweitens: Es entsteht ein neuer Kanal\, in dem Markenbekanntheit\, Themenautorität und Vertrauen verhandelt werden. Dieser Kanal heißt GEO (Generative Engine Optimization).Nehmen wir zur Veranschaulichung zwei konkrete Szenarien aus dem Verlagsalltag: \n \nSzenario 1\, Fachmedium und Zielgruppenrecherche: Eine Marketingleiterin aus der Pharmabranche sucht ein Fachmedium für die nächste Anzeigenkampagne. Sie fragt ChatGPT: „Welche Fachmagazine für Apothekerinnen und Apotheker sind in Deutschland relevant?“ Sie bekommt eine Liste mit Titeln\, kurzen Einordnungen und Reichweiten. Welche Titel dort auftauchen\, hängt nicht mehr allein von Google-Rankings ab\, sondern davon\, wie konsistent und glaubwürdig die jeweilige Medienmarke in den Quellen vertreten ist\, die das Sprachmodell kennt. \nSzenario 2\, Verlag als Wissensgeber: Eine Leserin eines Publikumsmagazins hat eine komplexe Frage zum Titelthema der letzten Ausgabe. Sie fragt Copilot statt Google. Wenn das Magazin in der Copilot-Antwort als kompetente Quelle auftaucht\, entstehen bei der Leserin Wiedererkennung und Vertrauen\, auch ohne\, dass sie weiterklickt. Erscheint das Magazin nicht in den Ergebnissen\, können Wettbewerber oder eine generische Informationsseite für diesen Moment die Deutungshoheit übernehmen.In beiden Fällen entscheidet GEO darüber\, wer in dem Moment der Orientierungssuche präsent ist\, der den weiteren Weg des Konsumenten oder der Leserin bestimmt. \n \nZwei Kanäle\, zwei LogikenSEO und GEO werden gerne als zwei Versionen desselben Werkzeugs behandelt. Das sind sie nicht! Hier liegt ein eklatanter Denkfehler\, den ich in fast jedem Erstgespräch korrigiere.SEO ist ein Performance-Kanal\, das heißt jemand sucht aktiv\, gibt einen Begriff ein und klickt. Absicht – Klick – Messung – Conversion. Die Logik ist transaktional und direkt messbar.GEO hingegen ist ein Brand-Kanal. Wer in einer KI-Antwort erwähnt wird\, wird nicht angeklickt\, sondern wahrgenommen. Die Wirkung entsteht früher in der Nutzungsreise\, bereits in der Phase\, in der schon Orientierung gesucht wird\, aber noch keine konkrete Absicht formuliert ist. Das ist die Phase\, in der Medienhäuser traditionell stark sind. Genau dort greift GEO.Für Verlage bedeutet das: Wer in KI-Antworten als kompetente und verlässliche Quelle zu einem Thema erscheint\, baut Vertrauen auf\, noch bevor die eigentliche Nutzungsentscheidung getroffen wird. Das entspricht in der Wirkung klassischer Markenarbeit\, die aber auf einem neuen Kanal stattfindet.Das bedeutet auch für die interne Planung in den Verlagen: GEO gehört nicht ins Performance-Budget\, sondern ins Brand-Budget mit eigenen Brand-Metriken und Brand-Geduld.Trotzdem gilt: GEO ersetzt SEO nicht. Wer bei Google an Sichtbarkeit verliert\, verliert parallel in ChatGPT. Denn ChatGPT und Microsoft Copilot nutzen zwar Bing als primäre Datenquelle\, Bing bewertet aber ähnliche Qualitätssignale wie Google. Saubere Technik\, starker Content und nachweisbare Expertise sind also die Basis für beides – SEO und GEO. \nDer strukturelle Vorteil von Verlagen\, und wie man ihn nutztVerlage und Medienhäuser haben gegenüber den meisten anderen Branchen einen echten GEO-Vorteil: Sie produzieren bereits großen Mengen an thematisch fokussiertem\, fundiert recherchiertem Content. Genau das ist das Rohmaterial\, aus dem Sprachmodelle mit Vorliebe zitieren. Dieser Vorteil ist aber kein Automatismus. Er muss aktiviert werden. \n \nThemenautorität sichtbar machen Sprachmodelle denken nicht in Keywords\, sondern in Entitäten und Themenfeldern. Wer zu einem Thema dauerhaft\, präzise und belegbar publiziert\, wird als zuständige und vertrauensvolle Stimme erkannt. Für Verlage heißt das: Das redaktionelle Profil muss digital auch als Entität erkennbar sein\, nicht nur als Ansammlung von Artikeln. Daher sollte die erste Maßnahme nach dem Lesen dieses Artikels sein: Prüfen Sie\, wie Ihr Verlag und Ihre wichtigsten Titel auf Wikipedia\, Wikidata\, in Branchenverzeichnissen und auf LinkedIn beschrieben sind. Stimmen die Beschreibungen mit Ihrem tatsächlichen Themenfeld und Ihrer Reichweite überein? Inkonsistenz ist einer der häufigsten Gründe\, warum Medienmarken in KI-Antworten fehlen oder falsch eingeordnet werden. \nContent\, der zitiert werden kannSprachmodelle extrahieren Textabschnitte\, sogenannte Chunks\, die eine Frage direkt und präzise beantworten. Langer\, gut recherchierter Fließtext allein reicht dafür nicht.Drei Regeln aus meiner Praxis: \n\nDie Kernaussage gehört in die ersten 150 Wörter. Nicht als Einleitung\, sondern als direkte Antwort auf eine Frage\, die Nutzerinnen und Nutzer stellen könnten.\nAbsätze sollten 60 bis 80 Wörter umfassen. In sich geschlossene\, extrahierbare Einheiten sind für Sprachmodelle leichter zu verarbeiten als lange Fließtextblöcke.\nBelegbare Aussagen schlagen allgemeine Einordnungen. Eigene Studiendaten\, Zitate aus Interviews\, konkrete Zahlen: genau das\, was guten Journalismus ausmacht\, ist für GEO wertvoller als jeder Kommentar ohne Belege.\n\nBing nicht unterschätzen \n\nDass ChatGPT und Microsoft Copilot ihre Quellen primär aus Bing und nicht aus Google ziehen\, überrascht viele. Rund 87 Prozent der von ChatGPT verwendeten Quellen entsprechen den Top-10-Ergebnissen bei Bing. Bing hat in Deutschland zwar nur rund 5 bis 6 Prozent Marktanteil\, wer aber dort nicht präsent ist\, fehlt in einer der wichtigsten Quellen für KI-Antworten. Quick win: Registrieren Sie daher – am besten noch heute – Ihre wichtigsten Domains in den Bing Webmaster Tools und überprüfen Sie\, ob alle relevanten Seiten indexiert sind. Das dauert etwa 20 Minuten und schließt eine Lücke\, die die meisten Verlage noch haben.Was messen\, wenn klassische Klick-Metriken nicht mehr ausreichen?Der Traffic-Rückgang durch AI Overviews ist deutlich messbar. Weniger messbar\, aber ebenso real\, ist der Sichtbarkeitsgewinn oder -verlust auf dem GEO-Kanal. Einige relevante Kennzahlen für Verlage: \nØ  Citation Rate: Wie oft tauchen Ihre Titel beirelevanten Themenabfragen in KI-Antworten auf? Definieren Sie ein Set von 15bis 20 Prompts\, die Ihre Zielgruppe typischerweise stellt. Fragen Sie dieseregelmäßig ab\, manuell oder mit Tools wie Otterly.AI\, Peec AIoder Rankscale\, und dokumentieren Sie die Ergebnisse. \nØ  Sentiment und Genauigkeit: Analysieren Sie nichtnur ob Sie erwähnt werden\, sondern auch wie. Werden Ihre Titel mit den Themenassoziiert\, für die sie stehen? Werden Reichweiten und Zielgruppen korrektbeschrieben? Für Werbevermarkter ist das besonders relevant\, denn was ChatGPTüber Ihr Medium sagt\, beeinflusst möglicherweise bald auch Mediapläne. \nØ  AI-referred Traffic in GA4: Mit einemRegex-Filter im Session-Report lässt sich der Traffic aus ChatGPT\, Perplexity\,Gemini\, Copilot und anderen Quellen segmentieren und beobachten. Der Anteil desTraffics aus diesen Quellen wächst. Es lohnt sich\, ihn schon heute zu messen. \nWas als nächstes kommt\, und warum es für Verlage besonders relevant ist \n\n\nDie nächste Stufe nach der KI-Suche sind AI Agents: also eigenständig agierende Systeme\, die im Auftrag von Nutzerinnen und Nutzern recherchieren\, vergleichen und Entscheidungen vorbereiten. Gartner prognostiziert\, dass bis 2028 rund 90 Prozent aller B2B-Transaktionen durch solche Agents vorbereitet oder vermittelt werden.Für Verlage bedeutet das nicht nur\, dass die eigene Marke von Agents gefunden werden muss. Es bedeutet auch\, dass Mediaplanung\, Anzeigenbuchung und Zielgruppenrecherche künftig durch Agents laufen könnten\, die ihre Quellen aus denselben Datenräumen ziehen\, in denen GEO heute entschieden wird. \nWer jetzt nicht als verlässliche\, klar positionierte Medienmarke in diesen Datenräumen präsent ist\, riskiert\, aus automatisierten Prozessen herauszufallen\, still und ohne Benachrichtigung.\n\n \n\n \n \nFazit: Drei Fragen für heuteStatt einer weiteren Zusammenfassung lassen Sie mich mit drei konkreten Fragen schließen\, die Sie zeitnah – am besten noch heute\, für sich und Ihren Verlag beantworten sollten: \n \n\n\n\n\n\n1. Fragen Sie ChatGPT nach Ihrem Verlag und Ihren wichtigsten Titeln: Tauchen Sie auf? Stimmt\, was dort steht? Werden Sie für die richtigen Themen und Zielgruppen genannt? \n\n2. Wissen Sie\, welche Fragen Ihre Leserinnen und Leser sowie Ihre Werbekundinnen und Werbekunden an KI-Assistenten stellen\, und sind Ihre Inhalte so aufgebaut\, dass sie als Antwort in Frage kommen?3. Sind Ihre wichtigsten Domains bei Bing indexiert und der AI-Traffic in GA4 bereits messbar gemacht? \n \n \n\nVerlage\, die diese drei Fragen heute mit Ja beantworten können\, haben gegenüber dem Wettbewerb bereits einen Vorsprung\, der schon in 18 Monaten nur noch schwer aufzuholen sein wird. |
URL:https://mvfp-akademie.de/event/deepfakes-ki-generierten-content-entlarven/
LOCATION:Die Durchführung erfolgt DIGITAL!
CATEGORIES:Fachübergreifend,IT und Digital,KI,WebSeminare
ATTACH;FMTTYPE=image/jpeg:https://mvfp-akademie.de/wp-content/uploads/2026/05/Header-Deepfakes-KI-1200x300-px-Max-Quality.jpg
END:VEVENT
BEGIN:VEVENT
DTSTART;VALUE=DATE:20260921
DTEND;VALUE=DATE:20260923
DTSTAMP:20260511T164017
CREATED:20220411T134140Z
LAST-MODIFIED:20260302T124321Z
UID:35285-1789948800-1790121599@mvfp-akademie.de
SUMMARY:MVFP Distribution Summit'26 | Anmeldung
DESCRIPTION:Von Patrick Klingberg\, Digitaler Architekt \n \n\n  \nExperte für KI im Marketing\, GEO-Spezialist und Sparringspartner für Verlage und Medienhäuser\n\n \nKey Takeaways \n \n\n\n\n\n\n\n\n\nGEO (Generative Engine Optimization) ist für Verlage und Medienhäuser doppelt relevant: als Sichtbarkeitskanal für die eigene Marke und als Thema\, das ihre Werbekunden bewegt.\n\n\n\n \n\n\n\nSEO ist ein Performance-Kanal. GEO ist ein Brand-Kanal. Beide folgen unterschiedlichen Logiken und brauchen unterschiedliche Strategien.\n\n\n\n \n\n\n\nGEO wirkt früher in der Nutzungsreise\, also schon bevor jemand aktiv sucht; wenn die Person noch Orientierung sucht.\n\n\n\n \n\n\n\nVerlage haben gegenüber anderen Branchen einen strukturellen Vorteil bei GEO\, wenn sie ihn gezielt nutzen.\n\n\n\n \n\n\n\nErste Maßnahmen lassen sich direkt umsetzen\, ohne großen Einsatz von Ressourcen. Stichwort: Quick wins.\n\n\n\n \n \nStellen Sie sich folgende Situation vor: Eine Leserin Ihres Magazins\, Fachmediums oder Ihrer Zeitung sucht nach Orientierung zu einem Thema\, das Ihr Redaktionsteam seit Jahren journalistisch aufarbeitet. Sie fragt ChatGPT und bekommt eine Antwort\, in der Sie als Medium nicht vorkommen.Warum ist das so? Denn es gibt kein schlechtes Google-Ranking und auch kein Algorithmus-Problem. Dennoch existiert Ihr Medium in diesem relevanten Moment schlicht nicht.In genau dieser Situation befinden sich momentan viele Verlage und Medienhäuser- meist\, ohne es zu merken. Denn die meisten Verlagshäuser und Medienunternehmen messen noch immer ausschließlich Google-Traffic und organische Reichweite. Die Frage\, wie sichtbar die eigene Marke in KI-generierten Antworten ist\, stellen sie sich noch nicht.Als GEO-Spezialist und Sparringspartner für Verlage und Medienhäuser erlebe ich in Gesprächen mit Verlagsteams regelmäßig\, dass es eine unangenehme Überraschung gibt\, wenn das eigene Titel-Portfolio bei ChatGPT oder Gemini [zum ersten Mal abgefragt wird. Manchmal taucht man auf\, oft aber nicht. Und wenn doch\, stimmt häufig nicht\, was die KI dort aufführt.Darum geht es in diesem Artikel. \n \nWas sich beim Thema Suche verändert\, und warum Verlage besonders betroffen sindGoogle dominiert die Suche seit 25 Jahren weshalb Verlage und Medienhäuser ihre Digitalstrategie darauf ausgerichtet haben: mit SEO\, Content-Optimierung und Traffic-Metriken. Das Spielfeld war klar – nun nicht mehr.Seit 2023 gibt es ein zweites Spielfeld\, auf dem immer mehr Spielzeit stattfindet\, ohne dass Verlage das Geschehen systematisch beobachten.ChatGPT hat Anfang 2026 die Marke von 900 Millionen wöchentlichen Nutzerinnen und Nutzern überschritten. Google‘s AI Overviews erreichen über zwei Milliarden Menschen. In Deutschland nutzen schätzungsweise 20 bis 24 Millionen Menschen monatlich ChatGPT\, also fast jede dritte erwachsene Person. All diese Menschen stellen keine Suchanfragen mehr. Sie führen Gespräche. Und sie bekommen auf ihre Fragen Antworten und keine Linklisten.Für Verlage bedeutet das zwei Dinge. \n \nErstens: Der Traffic aus klassischer Google-Suche geht zurück\, zum Teil massiv\, denn AI Overviews (AIO) beantworten Fragen direkt\, meist ohne\, dass noch auf tiefergehende Quellen geklickt wird. AIOs sind zwar nicht immer ausdifferenziert\, aber gerade für schnelle Fragen zwischendurch reicht vielen Nutzern die Zusammenfassung. Wer als Verlag auf Klickvolumen angewiesen ist\, spürt die Folgen bereits seit einiger Zeit deutlich.Zweitens: Es entsteht ein neuer Kanal\, in dem Markenbekanntheit\, Themenautorität und Vertrauen verhandelt werden. Dieser Kanal heißt GEO (Generative Engine Optimization).Nehmen wir zur Veranschaulichung zwei konkrete Szenarien aus dem Verlagsalltag: \n \nSzenario 1\, Fachmedium und Zielgruppenrecherche: Eine Marketingleiterin aus der Pharmabranche sucht ein Fachmedium für die nächste Anzeigenkampagne. Sie fragt ChatGPT: „Welche Fachmagazine für Apothekerinnen und Apotheker sind in Deutschland relevant?“ Sie bekommt eine Liste mit Titeln\, kurzen Einordnungen und Reichweiten. Welche Titel dort auftauchen\, hängt nicht mehr allein von Google-Rankings ab\, sondern davon\, wie konsistent und glaubwürdig die jeweilige Medienmarke in den Quellen vertreten ist\, die das Sprachmodell kennt. \nSzenario 2\, Verlag als Wissensgeber: Eine Leserin eines Publikumsmagazins hat eine komplexe Frage zum Titelthema der letzten Ausgabe. Sie fragt Copilot statt Google. Wenn das Magazin in der Copilot-Antwort als kompetente Quelle auftaucht\, entstehen bei der Leserin Wiedererkennung und Vertrauen\, auch ohne\, dass sie weiterklickt. Erscheint das Magazin nicht in den Ergebnissen\, können Wettbewerber oder eine generische Informationsseite für diesen Moment die Deutungshoheit übernehmen.In beiden Fällen entscheidet GEO darüber\, wer in dem Moment der Orientierungssuche präsent ist\, der den weiteren Weg des Konsumenten oder der Leserin bestimmt. \n \nZwei Kanäle\, zwei LogikenSEO und GEO werden gerne als zwei Versionen desselben Werkzeugs behandelt. Das sind sie nicht! Hier liegt ein eklatanter Denkfehler\, den ich in fast jedem Erstgespräch korrigiere.SEO ist ein Performance-Kanal\, das heißt jemand sucht aktiv\, gibt einen Begriff ein und klickt. Absicht – Klick – Messung – Conversion. Die Logik ist transaktional und direkt messbar.GEO hingegen ist ein Brand-Kanal. Wer in einer KI-Antwort erwähnt wird\, wird nicht angeklickt\, sondern wahrgenommen. Die Wirkung entsteht früher in der Nutzungsreise\, bereits in der Phase\, in der schon Orientierung gesucht wird\, aber noch keine konkrete Absicht formuliert ist. Das ist die Phase\, in der Medienhäuser traditionell stark sind. Genau dort greift GEO.Für Verlage bedeutet das: Wer in KI-Antworten als kompetente und verlässliche Quelle zu einem Thema erscheint\, baut Vertrauen auf\, noch bevor die eigentliche Nutzungsentscheidung getroffen wird. Das entspricht in der Wirkung klassischer Markenarbeit\, die aber auf einem neuen Kanal stattfindet.Das bedeutet auch für die interne Planung in den Verlagen: GEO gehört nicht ins Performance-Budget\, sondern ins Brand-Budget mit eigenen Brand-Metriken und Brand-Geduld.Trotzdem gilt: GEO ersetzt SEO nicht. Wer bei Google an Sichtbarkeit verliert\, verliert parallel in ChatGPT. Denn ChatGPT und Microsoft Copilot nutzen zwar Bing als primäre Datenquelle\, Bing bewertet aber ähnliche Qualitätssignale wie Google. Saubere Technik\, starker Content und nachweisbare Expertise sind also die Basis für beides – SEO und GEO. \nDer strukturelle Vorteil von Verlagen\, und wie man ihn nutztVerlage und Medienhäuser haben gegenüber den meisten anderen Branchen einen echten GEO-Vorteil: Sie produzieren bereits großen Mengen an thematisch fokussiertem\, fundiert recherchiertem Content. Genau das ist das Rohmaterial\, aus dem Sprachmodelle mit Vorliebe zitieren. Dieser Vorteil ist aber kein Automatismus. Er muss aktiviert werden. \n \nThemenautorität sichtbar machen Sprachmodelle denken nicht in Keywords\, sondern in Entitäten und Themenfeldern. Wer zu einem Thema dauerhaft\, präzise und belegbar publiziert\, wird als zuständige und vertrauensvolle Stimme erkannt. Für Verlage heißt das: Das redaktionelle Profil muss digital auch als Entität erkennbar sein\, nicht nur als Ansammlung von Artikeln. Daher sollte die erste Maßnahme nach dem Lesen dieses Artikels sein: Prüfen Sie\, wie Ihr Verlag und Ihre wichtigsten Titel auf Wikipedia\, Wikidata\, in Branchenverzeichnissen und auf LinkedIn beschrieben sind. Stimmen die Beschreibungen mit Ihrem tatsächlichen Themenfeld und Ihrer Reichweite überein? Inkonsistenz ist einer der häufigsten Gründe\, warum Medienmarken in KI-Antworten fehlen oder falsch eingeordnet werden. \nContent\, der zitiert werden kannSprachmodelle extrahieren Textabschnitte\, sogenannte Chunks\, die eine Frage direkt und präzise beantworten. Langer\, gut recherchierter Fließtext allein reicht dafür nicht.Drei Regeln aus meiner Praxis: \n\nDie Kernaussage gehört in die ersten 150 Wörter. Nicht als Einleitung\, sondern als direkte Antwort auf eine Frage\, die Nutzerinnen und Nutzer stellen könnten.\nAbsätze sollten 60 bis 80 Wörter umfassen. In sich geschlossene\, extrahierbare Einheiten sind für Sprachmodelle leichter zu verarbeiten als lange Fließtextblöcke.\nBelegbare Aussagen schlagen allgemeine Einordnungen. Eigene Studiendaten\, Zitate aus Interviews\, konkrete Zahlen: genau das\, was guten Journalismus ausmacht\, ist für GEO wertvoller als jeder Kommentar ohne Belege.\n\nBing nicht unterschätzen \n\nDass ChatGPT und Microsoft Copilot ihre Quellen primär aus Bing und nicht aus Google ziehen\, überrascht viele. Rund 87 Prozent der von ChatGPT verwendeten Quellen entsprechen den Top-10-Ergebnissen bei Bing. Bing hat in Deutschland zwar nur rund 5 bis 6 Prozent Marktanteil\, wer aber dort nicht präsent ist\, fehlt in einer der wichtigsten Quellen für KI-Antworten. Quick win: Registrieren Sie daher – am besten noch heute – Ihre wichtigsten Domains in den Bing Webmaster Tools und überprüfen Sie\, ob alle relevanten Seiten indexiert sind. Das dauert etwa 20 Minuten und schließt eine Lücke\, die die meisten Verlage noch haben.Was messen\, wenn klassische Klick-Metriken nicht mehr ausreichen?Der Traffic-Rückgang durch AI Overviews ist deutlich messbar. Weniger messbar\, aber ebenso real\, ist der Sichtbarkeitsgewinn oder -verlust auf dem GEO-Kanal. Einige relevante Kennzahlen für Verlage: \nØ  Citation Rate: Wie oft tauchen Ihre Titel beirelevanten Themenabfragen in KI-Antworten auf? Definieren Sie ein Set von 15bis 20 Prompts\, die Ihre Zielgruppe typischerweise stellt. Fragen Sie dieseregelmäßig ab\, manuell oder mit Tools wie Otterly.AI\, Peec AIoder Rankscale\, und dokumentieren Sie die Ergebnisse. \nØ  Sentiment und Genauigkeit: Analysieren Sie nichtnur ob Sie erwähnt werden\, sondern auch wie. Werden Ihre Titel mit den Themenassoziiert\, für die sie stehen? Werden Reichweiten und Zielgruppen korrektbeschrieben? Für Werbevermarkter ist das besonders relevant\, denn was ChatGPTüber Ihr Medium sagt\, beeinflusst möglicherweise bald auch Mediapläne. \nØ  AI-referred Traffic in GA4: Mit einemRegex-Filter im Session-Report lässt sich der Traffic aus ChatGPT\, Perplexity\,Gemini\, Copilot und anderen Quellen segmentieren und beobachten. Der Anteil desTraffics aus diesen Quellen wächst. Es lohnt sich\, ihn schon heute zu messen. \nWas als nächstes kommt\, und warum es für Verlage besonders relevant ist \n\n\nDie nächste Stufe nach der KI-Suche sind AI Agents: also eigenständig agierende Systeme\, die im Auftrag von Nutzerinnen und Nutzern recherchieren\, vergleichen und Entscheidungen vorbereiten. Gartner prognostiziert\, dass bis 2028 rund 90 Prozent aller B2B-Transaktionen durch solche Agents vorbereitet oder vermittelt werden.Für Verlage bedeutet das nicht nur\, dass die eigene Marke von Agents gefunden werden muss. Es bedeutet auch\, dass Mediaplanung\, Anzeigenbuchung und Zielgruppenrecherche künftig durch Agents laufen könnten\, die ihre Quellen aus denselben Datenräumen ziehen\, in denen GEO heute entschieden wird. \nWer jetzt nicht als verlässliche\, klar positionierte Medienmarke in diesen Datenräumen präsent ist\, riskiert\, aus automatisierten Prozessen herauszufallen\, still und ohne Benachrichtigung.\n\n \n\n \n \nFazit: Drei Fragen für heuteStatt einer weiteren Zusammenfassung lassen Sie mich mit drei konkreten Fragen schließen\, die Sie zeitnah – am besten noch heute\, für sich und Ihren Verlag beantworten sollten: \n \n\n\n\n\n\n1. Fragen Sie ChatGPT nach Ihrem Verlag und Ihren wichtigsten Titeln: Tauchen Sie auf? Stimmt\, was dort steht? Werden Sie für die richtigen Themen und Zielgruppen genannt? \n\n2. Wissen Sie\, welche Fragen Ihre Leserinnen und Leser sowie Ihre Werbekundinnen und Werbekunden an KI-Assistenten stellen\, und sind Ihre Inhalte so aufgebaut\, dass sie als Antwort in Frage kommen?3. Sind Ihre wichtigsten Domains bei Bing indexiert und der AI-Traffic in GA4 bereits messbar gemacht? \n \n \n\nVerlage\, die diese drei Fragen heute mit Ja beantworten können\, haben gegenüber dem Wettbewerb bereits einen Vorsprung\, der schon in 18 Monaten nur noch schwer aufzuholen sein wird. |
URL:https://mvfp-akademie.de/event/mvfp-distribution-summit-26/
CATEGORIES:Abo & Subscription,Fachübergreifend,Konferenzen,Vertrieb
ATTACH;FMTTYPE=image/jpeg:https://mvfp-akademie.de/wp-content/uploads/2022/04/Header_Distribution-Summit_2025-High-Quality-2-e1749647040354.jpg
END:VEVENT
BEGIN:VEVENT
DTSTART;TZID=Europe/Berlin:20260924T093000
DTEND;TZID=Europe/Berlin:20260924T123000
DTSTAMP:20260511T164017
CREATED:20251118T131838Z
LAST-MODIFIED:20260504T123037Z
UID:55511-1790242200-1790253000@mvfp-akademie.de
SUMMARY:Sichtbar in KI-Antworten: GEO-Strategien für moderne Verlage
DESCRIPTION:Von Patrick Klingberg\, Digitaler Architekt \n \n\n  \nExperte für KI im Marketing\, GEO-Spezialist und Sparringspartner für Verlage und Medienhäuser\n\n \nKey Takeaways \n \n\n\n\n\n\n\n\n\nGEO (Generative Engine Optimization) ist für Verlage und Medienhäuser doppelt relevant: als Sichtbarkeitskanal für die eigene Marke und als Thema\, das ihre Werbekunden bewegt.\n\n\n\n \n\n\n\nSEO ist ein Performance-Kanal. GEO ist ein Brand-Kanal. Beide folgen unterschiedlichen Logiken und brauchen unterschiedliche Strategien.\n\n\n\n \n\n\n\nGEO wirkt früher in der Nutzungsreise\, also schon bevor jemand aktiv sucht; wenn die Person noch Orientierung sucht.\n\n\n\n \n\n\n\nVerlage haben gegenüber anderen Branchen einen strukturellen Vorteil bei GEO\, wenn sie ihn gezielt nutzen.\n\n\n\n \n\n\n\nErste Maßnahmen lassen sich direkt umsetzen\, ohne großen Einsatz von Ressourcen. Stichwort: Quick wins.\n\n\n\n \n \nStellen Sie sich folgende Situation vor: Eine Leserin Ihres Magazins\, Fachmediums oder Ihrer Zeitung sucht nach Orientierung zu einem Thema\, das Ihr Redaktionsteam seit Jahren journalistisch aufarbeitet. Sie fragt ChatGPT und bekommt eine Antwort\, in der Sie als Medium nicht vorkommen.Warum ist das so? Denn es gibt kein schlechtes Google-Ranking und auch kein Algorithmus-Problem. Dennoch existiert Ihr Medium in diesem relevanten Moment schlicht nicht.In genau dieser Situation befinden sich momentan viele Verlage und Medienhäuser- meist\, ohne es zu merken. Denn die meisten Verlagshäuser und Medienunternehmen messen noch immer ausschließlich Google-Traffic und organische Reichweite. Die Frage\, wie sichtbar die eigene Marke in KI-generierten Antworten ist\, stellen sie sich noch nicht.Als GEO-Spezialist und Sparringspartner für Verlage und Medienhäuser erlebe ich in Gesprächen mit Verlagsteams regelmäßig\, dass es eine unangenehme Überraschung gibt\, wenn das eigene Titel-Portfolio bei ChatGPT oder Gemini [zum ersten Mal abgefragt wird. Manchmal taucht man auf\, oft aber nicht. Und wenn doch\, stimmt häufig nicht\, was die KI dort aufführt.Darum geht es in diesem Artikel. \n \nWas sich beim Thema Suche verändert\, und warum Verlage besonders betroffen sindGoogle dominiert die Suche seit 25 Jahren weshalb Verlage und Medienhäuser ihre Digitalstrategie darauf ausgerichtet haben: mit SEO\, Content-Optimierung und Traffic-Metriken. Das Spielfeld war klar – nun nicht mehr.Seit 2023 gibt es ein zweites Spielfeld\, auf dem immer mehr Spielzeit stattfindet\, ohne dass Verlage das Geschehen systematisch beobachten.ChatGPT hat Anfang 2026 die Marke von 900 Millionen wöchentlichen Nutzerinnen und Nutzern überschritten. Google‘s AI Overviews erreichen über zwei Milliarden Menschen. In Deutschland nutzen schätzungsweise 20 bis 24 Millionen Menschen monatlich ChatGPT\, also fast jede dritte erwachsene Person. All diese Menschen stellen keine Suchanfragen mehr. Sie führen Gespräche. Und sie bekommen auf ihre Fragen Antworten und keine Linklisten.Für Verlage bedeutet das zwei Dinge. \n \nErstens: Der Traffic aus klassischer Google-Suche geht zurück\, zum Teil massiv\, denn AI Overviews (AIO) beantworten Fragen direkt\, meist ohne\, dass noch auf tiefergehende Quellen geklickt wird. AIOs sind zwar nicht immer ausdifferenziert\, aber gerade für schnelle Fragen zwischendurch reicht vielen Nutzern die Zusammenfassung. Wer als Verlag auf Klickvolumen angewiesen ist\, spürt die Folgen bereits seit einiger Zeit deutlich.Zweitens: Es entsteht ein neuer Kanal\, in dem Markenbekanntheit\, Themenautorität und Vertrauen verhandelt werden. Dieser Kanal heißt GEO (Generative Engine Optimization).Nehmen wir zur Veranschaulichung zwei konkrete Szenarien aus dem Verlagsalltag: \n \nSzenario 1\, Fachmedium und Zielgruppenrecherche: Eine Marketingleiterin aus der Pharmabranche sucht ein Fachmedium für die nächste Anzeigenkampagne. Sie fragt ChatGPT: „Welche Fachmagazine für Apothekerinnen und Apotheker sind in Deutschland relevant?“ Sie bekommt eine Liste mit Titeln\, kurzen Einordnungen und Reichweiten. Welche Titel dort auftauchen\, hängt nicht mehr allein von Google-Rankings ab\, sondern davon\, wie konsistent und glaubwürdig die jeweilige Medienmarke in den Quellen vertreten ist\, die das Sprachmodell kennt. \nSzenario 2\, Verlag als Wissensgeber: Eine Leserin eines Publikumsmagazins hat eine komplexe Frage zum Titelthema der letzten Ausgabe. Sie fragt Copilot statt Google. Wenn das Magazin in der Copilot-Antwort als kompetente Quelle auftaucht\, entstehen bei der Leserin Wiedererkennung und Vertrauen\, auch ohne\, dass sie weiterklickt. Erscheint das Magazin nicht in den Ergebnissen\, können Wettbewerber oder eine generische Informationsseite für diesen Moment die Deutungshoheit übernehmen.In beiden Fällen entscheidet GEO darüber\, wer in dem Moment der Orientierungssuche präsent ist\, der den weiteren Weg des Konsumenten oder der Leserin bestimmt. \n \nZwei Kanäle\, zwei LogikenSEO und GEO werden gerne als zwei Versionen desselben Werkzeugs behandelt. Das sind sie nicht! Hier liegt ein eklatanter Denkfehler\, den ich in fast jedem Erstgespräch korrigiere.SEO ist ein Performance-Kanal\, das heißt jemand sucht aktiv\, gibt einen Begriff ein und klickt. Absicht – Klick – Messung – Conversion. Die Logik ist transaktional und direkt messbar.GEO hingegen ist ein Brand-Kanal. Wer in einer KI-Antwort erwähnt wird\, wird nicht angeklickt\, sondern wahrgenommen. Die Wirkung entsteht früher in der Nutzungsreise\, bereits in der Phase\, in der schon Orientierung gesucht wird\, aber noch keine konkrete Absicht formuliert ist. Das ist die Phase\, in der Medienhäuser traditionell stark sind. Genau dort greift GEO.Für Verlage bedeutet das: Wer in KI-Antworten als kompetente und verlässliche Quelle zu einem Thema erscheint\, baut Vertrauen auf\, noch bevor die eigentliche Nutzungsentscheidung getroffen wird. Das entspricht in der Wirkung klassischer Markenarbeit\, die aber auf einem neuen Kanal stattfindet.Das bedeutet auch für die interne Planung in den Verlagen: GEO gehört nicht ins Performance-Budget\, sondern ins Brand-Budget mit eigenen Brand-Metriken und Brand-Geduld.Trotzdem gilt: GEO ersetzt SEO nicht. Wer bei Google an Sichtbarkeit verliert\, verliert parallel in ChatGPT. Denn ChatGPT und Microsoft Copilot nutzen zwar Bing als primäre Datenquelle\, Bing bewertet aber ähnliche Qualitätssignale wie Google. Saubere Technik\, starker Content und nachweisbare Expertise sind also die Basis für beides – SEO und GEO. \nDer strukturelle Vorteil von Verlagen\, und wie man ihn nutztVerlage und Medienhäuser haben gegenüber den meisten anderen Branchen einen echten GEO-Vorteil: Sie produzieren bereits großen Mengen an thematisch fokussiertem\, fundiert recherchiertem Content. Genau das ist das Rohmaterial\, aus dem Sprachmodelle mit Vorliebe zitieren. Dieser Vorteil ist aber kein Automatismus. Er muss aktiviert werden. \n \nThemenautorität sichtbar machen Sprachmodelle denken nicht in Keywords\, sondern in Entitäten und Themenfeldern. Wer zu einem Thema dauerhaft\, präzise und belegbar publiziert\, wird als zuständige und vertrauensvolle Stimme erkannt. Für Verlage heißt das: Das redaktionelle Profil muss digital auch als Entität erkennbar sein\, nicht nur als Ansammlung von Artikeln. Daher sollte die erste Maßnahme nach dem Lesen dieses Artikels sein: Prüfen Sie\, wie Ihr Verlag und Ihre wichtigsten Titel auf Wikipedia\, Wikidata\, in Branchenverzeichnissen und auf LinkedIn beschrieben sind. Stimmen die Beschreibungen mit Ihrem tatsächlichen Themenfeld und Ihrer Reichweite überein? Inkonsistenz ist einer der häufigsten Gründe\, warum Medienmarken in KI-Antworten fehlen oder falsch eingeordnet werden. \nContent\, der zitiert werden kannSprachmodelle extrahieren Textabschnitte\, sogenannte Chunks\, die eine Frage direkt und präzise beantworten. Langer\, gut recherchierter Fließtext allein reicht dafür nicht.Drei Regeln aus meiner Praxis: \n\nDie Kernaussage gehört in die ersten 150 Wörter. Nicht als Einleitung\, sondern als direkte Antwort auf eine Frage\, die Nutzerinnen und Nutzer stellen könnten.\nAbsätze sollten 60 bis 80 Wörter umfassen. In sich geschlossene\, extrahierbare Einheiten sind für Sprachmodelle leichter zu verarbeiten als lange Fließtextblöcke.\nBelegbare Aussagen schlagen allgemeine Einordnungen. Eigene Studiendaten\, Zitate aus Interviews\, konkrete Zahlen: genau das\, was guten Journalismus ausmacht\, ist für GEO wertvoller als jeder Kommentar ohne Belege.\n\nBing nicht unterschätzen \n\nDass ChatGPT und Microsoft Copilot ihre Quellen primär aus Bing und nicht aus Google ziehen\, überrascht viele. Rund 87 Prozent der von ChatGPT verwendeten Quellen entsprechen den Top-10-Ergebnissen bei Bing. Bing hat in Deutschland zwar nur rund 5 bis 6 Prozent Marktanteil\, wer aber dort nicht präsent ist\, fehlt in einer der wichtigsten Quellen für KI-Antworten. Quick win: Registrieren Sie daher – am besten noch heute – Ihre wichtigsten Domains in den Bing Webmaster Tools und überprüfen Sie\, ob alle relevanten Seiten indexiert sind. Das dauert etwa 20 Minuten und schließt eine Lücke\, die die meisten Verlage noch haben.Was messen\, wenn klassische Klick-Metriken nicht mehr ausreichen?Der Traffic-Rückgang durch AI Overviews ist deutlich messbar. Weniger messbar\, aber ebenso real\, ist der Sichtbarkeitsgewinn oder -verlust auf dem GEO-Kanal. Einige relevante Kennzahlen für Verlage: \nØ  Citation Rate: Wie oft tauchen Ihre Titel beirelevanten Themenabfragen in KI-Antworten auf? Definieren Sie ein Set von 15bis 20 Prompts\, die Ihre Zielgruppe typischerweise stellt. Fragen Sie dieseregelmäßig ab\, manuell oder mit Tools wie Otterly.AI\, Peec AIoder Rankscale\, und dokumentieren Sie die Ergebnisse. \nØ  Sentiment und Genauigkeit: Analysieren Sie nichtnur ob Sie erwähnt werden\, sondern auch wie. Werden Ihre Titel mit den Themenassoziiert\, für die sie stehen? Werden Reichweiten und Zielgruppen korrektbeschrieben? Für Werbevermarkter ist das besonders relevant\, denn was ChatGPTüber Ihr Medium sagt\, beeinflusst möglicherweise bald auch Mediapläne. \nØ  AI-referred Traffic in GA4: Mit einemRegex-Filter im Session-Report lässt sich der Traffic aus ChatGPT\, Perplexity\,Gemini\, Copilot und anderen Quellen segmentieren und beobachten. Der Anteil desTraffics aus diesen Quellen wächst. Es lohnt sich\, ihn schon heute zu messen. \nWas als nächstes kommt\, und warum es für Verlage besonders relevant ist \n\n\nDie nächste Stufe nach der KI-Suche sind AI Agents: also eigenständig agierende Systeme\, die im Auftrag von Nutzerinnen und Nutzern recherchieren\, vergleichen und Entscheidungen vorbereiten. Gartner prognostiziert\, dass bis 2028 rund 90 Prozent aller B2B-Transaktionen durch solche Agents vorbereitet oder vermittelt werden.Für Verlage bedeutet das nicht nur\, dass die eigene Marke von Agents gefunden werden muss. Es bedeutet auch\, dass Mediaplanung\, Anzeigenbuchung und Zielgruppenrecherche künftig durch Agents laufen könnten\, die ihre Quellen aus denselben Datenräumen ziehen\, in denen GEO heute entschieden wird. \nWer jetzt nicht als verlässliche\, klar positionierte Medienmarke in diesen Datenräumen präsent ist\, riskiert\, aus automatisierten Prozessen herauszufallen\, still und ohne Benachrichtigung.\n\n \n\n \n \nFazit: Drei Fragen für heuteStatt einer weiteren Zusammenfassung lassen Sie mich mit drei konkreten Fragen schließen\, die Sie zeitnah – am besten noch heute\, für sich und Ihren Verlag beantworten sollten: \n \n\n\n\n\n\n1. Fragen Sie ChatGPT nach Ihrem Verlag und Ihren wichtigsten Titeln: Tauchen Sie auf? Stimmt\, was dort steht? Werden Sie für die richtigen Themen und Zielgruppen genannt? \n\n2. Wissen Sie\, welche Fragen Ihre Leserinnen und Leser sowie Ihre Werbekundinnen und Werbekunden an KI-Assistenten stellen\, und sind Ihre Inhalte so aufgebaut\, dass sie als Antwort in Frage kommen?3. Sind Ihre wichtigsten Domains bei Bing indexiert und der AI-Traffic in GA4 bereits messbar gemacht? \n \n \n\nVerlage\, die diese drei Fragen heute mit Ja beantworten können\, haben gegenüber dem Wettbewerb bereits einen Vorsprung\, der schon in 18 Monaten nur noch schwer aufzuholen sein wird. |
URL:https://mvfp-akademie.de/event/sichtbar-in-ki-antworten-geo-strategien-fuer-moderne-verlage/
LOCATION:Die Durchführung erfolgt DIGITAL!
CATEGORIES:Fachübergreifend,IT und Digital,KI,WebSeminare
ATTACH;FMTTYPE=image/jpeg:https://mvfp-akademie.de/wp-content/uploads/2025/11/Header-GEO-Strategien-1400x300-px-Max-Quality.jpg
END:VEVENT
BEGIN:VEVENT
DTSTART;TZID=Europe/Berlin:20260930T093000
DTEND;TZID=Europe/Berlin:20260930T163000
DTSTAMP:20260511T164017
CREATED:20260127T105430Z
LAST-MODIFIED:20260127T133326Z
UID:56217-1790760600-1790785800@mvfp-akademie.de
SUMMARY:14. MVFP Umsatzsteuertag 2026
DESCRIPTION:Von Patrick Klingberg\, Digitaler Architekt \n \n\n  \nExperte für KI im Marketing\, GEO-Spezialist und Sparringspartner für Verlage und Medienhäuser\n\n \nKey Takeaways \n \n\n\n\n\n\n\n\n\nGEO (Generative Engine Optimization) ist für Verlage und Medienhäuser doppelt relevant: als Sichtbarkeitskanal für die eigene Marke und als Thema\, das ihre Werbekunden bewegt.\n\n\n\n \n\n\n\nSEO ist ein Performance-Kanal. GEO ist ein Brand-Kanal. Beide folgen unterschiedlichen Logiken und brauchen unterschiedliche Strategien.\n\n\n\n \n\n\n\nGEO wirkt früher in der Nutzungsreise\, also schon bevor jemand aktiv sucht; wenn die Person noch Orientierung sucht.\n\n\n\n \n\n\n\nVerlage haben gegenüber anderen Branchen einen strukturellen Vorteil bei GEO\, wenn sie ihn gezielt nutzen.\n\n\n\n \n\n\n\nErste Maßnahmen lassen sich direkt umsetzen\, ohne großen Einsatz von Ressourcen. Stichwort: Quick wins.\n\n\n\n \n \nStellen Sie sich folgende Situation vor: Eine Leserin Ihres Magazins\, Fachmediums oder Ihrer Zeitung sucht nach Orientierung zu einem Thema\, das Ihr Redaktionsteam seit Jahren journalistisch aufarbeitet. Sie fragt ChatGPT und bekommt eine Antwort\, in der Sie als Medium nicht vorkommen.Warum ist das so? Denn es gibt kein schlechtes Google-Ranking und auch kein Algorithmus-Problem. Dennoch existiert Ihr Medium in diesem relevanten Moment schlicht nicht.In genau dieser Situation befinden sich momentan viele Verlage und Medienhäuser- meist\, ohne es zu merken. Denn die meisten Verlagshäuser und Medienunternehmen messen noch immer ausschließlich Google-Traffic und organische Reichweite. Die Frage\, wie sichtbar die eigene Marke in KI-generierten Antworten ist\, stellen sie sich noch nicht.Als GEO-Spezialist und Sparringspartner für Verlage und Medienhäuser erlebe ich in Gesprächen mit Verlagsteams regelmäßig\, dass es eine unangenehme Überraschung gibt\, wenn das eigene Titel-Portfolio bei ChatGPT oder Gemini [zum ersten Mal abgefragt wird. Manchmal taucht man auf\, oft aber nicht. Und wenn doch\, stimmt häufig nicht\, was die KI dort aufführt.Darum geht es in diesem Artikel. \n \nWas sich beim Thema Suche verändert\, und warum Verlage besonders betroffen sindGoogle dominiert die Suche seit 25 Jahren weshalb Verlage und Medienhäuser ihre Digitalstrategie darauf ausgerichtet haben: mit SEO\, Content-Optimierung und Traffic-Metriken. Das Spielfeld war klar – nun nicht mehr.Seit 2023 gibt es ein zweites Spielfeld\, auf dem immer mehr Spielzeit stattfindet\, ohne dass Verlage das Geschehen systematisch beobachten.ChatGPT hat Anfang 2026 die Marke von 900 Millionen wöchentlichen Nutzerinnen und Nutzern überschritten. Google‘s AI Overviews erreichen über zwei Milliarden Menschen. In Deutschland nutzen schätzungsweise 20 bis 24 Millionen Menschen monatlich ChatGPT\, also fast jede dritte erwachsene Person. All diese Menschen stellen keine Suchanfragen mehr. Sie führen Gespräche. Und sie bekommen auf ihre Fragen Antworten und keine Linklisten.Für Verlage bedeutet das zwei Dinge. \n \nErstens: Der Traffic aus klassischer Google-Suche geht zurück\, zum Teil massiv\, denn AI Overviews (AIO) beantworten Fragen direkt\, meist ohne\, dass noch auf tiefergehende Quellen geklickt wird. AIOs sind zwar nicht immer ausdifferenziert\, aber gerade für schnelle Fragen zwischendurch reicht vielen Nutzern die Zusammenfassung. Wer als Verlag auf Klickvolumen angewiesen ist\, spürt die Folgen bereits seit einiger Zeit deutlich.Zweitens: Es entsteht ein neuer Kanal\, in dem Markenbekanntheit\, Themenautorität und Vertrauen verhandelt werden. Dieser Kanal heißt GEO (Generative Engine Optimization).Nehmen wir zur Veranschaulichung zwei konkrete Szenarien aus dem Verlagsalltag: \n \nSzenario 1\, Fachmedium und Zielgruppenrecherche: Eine Marketingleiterin aus der Pharmabranche sucht ein Fachmedium für die nächste Anzeigenkampagne. Sie fragt ChatGPT: „Welche Fachmagazine für Apothekerinnen und Apotheker sind in Deutschland relevant?“ Sie bekommt eine Liste mit Titeln\, kurzen Einordnungen und Reichweiten. Welche Titel dort auftauchen\, hängt nicht mehr allein von Google-Rankings ab\, sondern davon\, wie konsistent und glaubwürdig die jeweilige Medienmarke in den Quellen vertreten ist\, die das Sprachmodell kennt. \nSzenario 2\, Verlag als Wissensgeber: Eine Leserin eines Publikumsmagazins hat eine komplexe Frage zum Titelthema der letzten Ausgabe. Sie fragt Copilot statt Google. Wenn das Magazin in der Copilot-Antwort als kompetente Quelle auftaucht\, entstehen bei der Leserin Wiedererkennung und Vertrauen\, auch ohne\, dass sie weiterklickt. Erscheint das Magazin nicht in den Ergebnissen\, können Wettbewerber oder eine generische Informationsseite für diesen Moment die Deutungshoheit übernehmen.In beiden Fällen entscheidet GEO darüber\, wer in dem Moment der Orientierungssuche präsent ist\, der den weiteren Weg des Konsumenten oder der Leserin bestimmt. \n \nZwei Kanäle\, zwei LogikenSEO und GEO werden gerne als zwei Versionen desselben Werkzeugs behandelt. Das sind sie nicht! Hier liegt ein eklatanter Denkfehler\, den ich in fast jedem Erstgespräch korrigiere.SEO ist ein Performance-Kanal\, das heißt jemand sucht aktiv\, gibt einen Begriff ein und klickt. Absicht – Klick – Messung – Conversion. Die Logik ist transaktional und direkt messbar.GEO hingegen ist ein Brand-Kanal. Wer in einer KI-Antwort erwähnt wird\, wird nicht angeklickt\, sondern wahrgenommen. Die Wirkung entsteht früher in der Nutzungsreise\, bereits in der Phase\, in der schon Orientierung gesucht wird\, aber noch keine konkrete Absicht formuliert ist. Das ist die Phase\, in der Medienhäuser traditionell stark sind. Genau dort greift GEO.Für Verlage bedeutet das: Wer in KI-Antworten als kompetente und verlässliche Quelle zu einem Thema erscheint\, baut Vertrauen auf\, noch bevor die eigentliche Nutzungsentscheidung getroffen wird. Das entspricht in der Wirkung klassischer Markenarbeit\, die aber auf einem neuen Kanal stattfindet.Das bedeutet auch für die interne Planung in den Verlagen: GEO gehört nicht ins Performance-Budget\, sondern ins Brand-Budget mit eigenen Brand-Metriken und Brand-Geduld.Trotzdem gilt: GEO ersetzt SEO nicht. Wer bei Google an Sichtbarkeit verliert\, verliert parallel in ChatGPT. Denn ChatGPT und Microsoft Copilot nutzen zwar Bing als primäre Datenquelle\, Bing bewertet aber ähnliche Qualitätssignale wie Google. Saubere Technik\, starker Content und nachweisbare Expertise sind also die Basis für beides – SEO und GEO. \nDer strukturelle Vorteil von Verlagen\, und wie man ihn nutztVerlage und Medienhäuser haben gegenüber den meisten anderen Branchen einen echten GEO-Vorteil: Sie produzieren bereits großen Mengen an thematisch fokussiertem\, fundiert recherchiertem Content. Genau das ist das Rohmaterial\, aus dem Sprachmodelle mit Vorliebe zitieren. Dieser Vorteil ist aber kein Automatismus. Er muss aktiviert werden. \n \nThemenautorität sichtbar machen Sprachmodelle denken nicht in Keywords\, sondern in Entitäten und Themenfeldern. Wer zu einem Thema dauerhaft\, präzise und belegbar publiziert\, wird als zuständige und vertrauensvolle Stimme erkannt. Für Verlage heißt das: Das redaktionelle Profil muss digital auch als Entität erkennbar sein\, nicht nur als Ansammlung von Artikeln. Daher sollte die erste Maßnahme nach dem Lesen dieses Artikels sein: Prüfen Sie\, wie Ihr Verlag und Ihre wichtigsten Titel auf Wikipedia\, Wikidata\, in Branchenverzeichnissen und auf LinkedIn beschrieben sind. Stimmen die Beschreibungen mit Ihrem tatsächlichen Themenfeld und Ihrer Reichweite überein? Inkonsistenz ist einer der häufigsten Gründe\, warum Medienmarken in KI-Antworten fehlen oder falsch eingeordnet werden. \nContent\, der zitiert werden kannSprachmodelle extrahieren Textabschnitte\, sogenannte Chunks\, die eine Frage direkt und präzise beantworten. Langer\, gut recherchierter Fließtext allein reicht dafür nicht.Drei Regeln aus meiner Praxis: \n\nDie Kernaussage gehört in die ersten 150 Wörter. Nicht als Einleitung\, sondern als direkte Antwort auf eine Frage\, die Nutzerinnen und Nutzer stellen könnten.\nAbsätze sollten 60 bis 80 Wörter umfassen. In sich geschlossene\, extrahierbare Einheiten sind für Sprachmodelle leichter zu verarbeiten als lange Fließtextblöcke.\nBelegbare Aussagen schlagen allgemeine Einordnungen. Eigene Studiendaten\, Zitate aus Interviews\, konkrete Zahlen: genau das\, was guten Journalismus ausmacht\, ist für GEO wertvoller als jeder Kommentar ohne Belege.\n\nBing nicht unterschätzen \n\nDass ChatGPT und Microsoft Copilot ihre Quellen primär aus Bing und nicht aus Google ziehen\, überrascht viele. Rund 87 Prozent der von ChatGPT verwendeten Quellen entsprechen den Top-10-Ergebnissen bei Bing. Bing hat in Deutschland zwar nur rund 5 bis 6 Prozent Marktanteil\, wer aber dort nicht präsent ist\, fehlt in einer der wichtigsten Quellen für KI-Antworten. Quick win: Registrieren Sie daher – am besten noch heute – Ihre wichtigsten Domains in den Bing Webmaster Tools und überprüfen Sie\, ob alle relevanten Seiten indexiert sind. Das dauert etwa 20 Minuten und schließt eine Lücke\, die die meisten Verlage noch haben.Was messen\, wenn klassische Klick-Metriken nicht mehr ausreichen?Der Traffic-Rückgang durch AI Overviews ist deutlich messbar. Weniger messbar\, aber ebenso real\, ist der Sichtbarkeitsgewinn oder -verlust auf dem GEO-Kanal. Einige relevante Kennzahlen für Verlage: \nØ  Citation Rate: Wie oft tauchen Ihre Titel beirelevanten Themenabfragen in KI-Antworten auf? Definieren Sie ein Set von 15bis 20 Prompts\, die Ihre Zielgruppe typischerweise stellt. Fragen Sie dieseregelmäßig ab\, manuell oder mit Tools wie Otterly.AI\, Peec AIoder Rankscale\, und dokumentieren Sie die Ergebnisse. \nØ  Sentiment und Genauigkeit: Analysieren Sie nichtnur ob Sie erwähnt werden\, sondern auch wie. Werden Ihre Titel mit den Themenassoziiert\, für die sie stehen? Werden Reichweiten und Zielgruppen korrektbeschrieben? Für Werbevermarkter ist das besonders relevant\, denn was ChatGPTüber Ihr Medium sagt\, beeinflusst möglicherweise bald auch Mediapläne. \nØ  AI-referred Traffic in GA4: Mit einemRegex-Filter im Session-Report lässt sich der Traffic aus ChatGPT\, Perplexity\,Gemini\, Copilot und anderen Quellen segmentieren und beobachten. Der Anteil desTraffics aus diesen Quellen wächst. Es lohnt sich\, ihn schon heute zu messen. \nWas als nächstes kommt\, und warum es für Verlage besonders relevant ist \n\n\nDie nächste Stufe nach der KI-Suche sind AI Agents: also eigenständig agierende Systeme\, die im Auftrag von Nutzerinnen und Nutzern recherchieren\, vergleichen und Entscheidungen vorbereiten. Gartner prognostiziert\, dass bis 2028 rund 90 Prozent aller B2B-Transaktionen durch solche Agents vorbereitet oder vermittelt werden.Für Verlage bedeutet das nicht nur\, dass die eigene Marke von Agents gefunden werden muss. Es bedeutet auch\, dass Mediaplanung\, Anzeigenbuchung und Zielgruppenrecherche künftig durch Agents laufen könnten\, die ihre Quellen aus denselben Datenräumen ziehen\, in denen GEO heute entschieden wird. \nWer jetzt nicht als verlässliche\, klar positionierte Medienmarke in diesen Datenräumen präsent ist\, riskiert\, aus automatisierten Prozessen herauszufallen\, still und ohne Benachrichtigung.\n\n \n\n \n \nFazit: Drei Fragen für heuteStatt einer weiteren Zusammenfassung lassen Sie mich mit drei konkreten Fragen schließen\, die Sie zeitnah – am besten noch heute\, für sich und Ihren Verlag beantworten sollten: \n \n\n\n\n\n\n1. Fragen Sie ChatGPT nach Ihrem Verlag und Ihren wichtigsten Titeln: Tauchen Sie auf? Stimmt\, was dort steht? Werden Sie für die richtigen Themen und Zielgruppen genannt? \n\n2. Wissen Sie\, welche Fragen Ihre Leserinnen und Leser sowie Ihre Werbekundinnen und Werbekunden an KI-Assistenten stellen\, und sind Ihre Inhalte so aufgebaut\, dass sie als Antwort in Frage kommen?3. Sind Ihre wichtigsten Domains bei Bing indexiert und der AI-Traffic in GA4 bereits messbar gemacht? \n \n \n\nVerlage\, die diese drei Fragen heute mit Ja beantworten können\, haben gegenüber dem Wettbewerb bereits einen Vorsprung\, der schon in 18 Monaten nur noch schwer aufzuholen sein wird. |
URL:https://mvfp-akademie.de/event/14-mvfp-umsatzsteuertag-2026/
CATEGORIES:WebSeminare
ATTACH;FMTTYPE=image/png:https://mvfp-akademie.de/wp-content/uploads/2023/04/Umsatzsteuer-2-1.png
END:VEVENT
BEGIN:VEVENT
DTSTART;TZID=Europe/Berlin:20261006T093000
DTEND;TZID=Europe/Berlin:20261006T143000
DTSTAMP:20260511T164017
CREATED:20250318T151341Z
LAST-MODIFIED:20260414T073702Z
UID:53027-1791279000-1791297000@mvfp-akademie.de
SUMMARY:KI im Abo- und Verlagsservice: Erfolgreich einführen & Chancen nutzen
DESCRIPTION:Von Patrick Klingberg\, Digitaler Architekt \n \n\n  \nExperte für KI im Marketing\, GEO-Spezialist und Sparringspartner für Verlage und Medienhäuser\n\n \nKey Takeaways \n \n\n\n\n\n\n\n\n\nGEO (Generative Engine Optimization) ist für Verlage und Medienhäuser doppelt relevant: als Sichtbarkeitskanal für die eigene Marke und als Thema\, das ihre Werbekunden bewegt.\n\n\n\n \n\n\n\nSEO ist ein Performance-Kanal. GEO ist ein Brand-Kanal. Beide folgen unterschiedlichen Logiken und brauchen unterschiedliche Strategien.\n\n\n\n \n\n\n\nGEO wirkt früher in der Nutzungsreise\, also schon bevor jemand aktiv sucht; wenn die Person noch Orientierung sucht.\n\n\n\n \n\n\n\nVerlage haben gegenüber anderen Branchen einen strukturellen Vorteil bei GEO\, wenn sie ihn gezielt nutzen.\n\n\n\n \n\n\n\nErste Maßnahmen lassen sich direkt umsetzen\, ohne großen Einsatz von Ressourcen. Stichwort: Quick wins.\n\n\n\n \n \nStellen Sie sich folgende Situation vor: Eine Leserin Ihres Magazins\, Fachmediums oder Ihrer Zeitung sucht nach Orientierung zu einem Thema\, das Ihr Redaktionsteam seit Jahren journalistisch aufarbeitet. Sie fragt ChatGPT und bekommt eine Antwort\, in der Sie als Medium nicht vorkommen.Warum ist das so? Denn es gibt kein schlechtes Google-Ranking und auch kein Algorithmus-Problem. Dennoch existiert Ihr Medium in diesem relevanten Moment schlicht nicht.In genau dieser Situation befinden sich momentan viele Verlage und Medienhäuser- meist\, ohne es zu merken. Denn die meisten Verlagshäuser und Medienunternehmen messen noch immer ausschließlich Google-Traffic und organische Reichweite. Die Frage\, wie sichtbar die eigene Marke in KI-generierten Antworten ist\, stellen sie sich noch nicht.Als GEO-Spezialist und Sparringspartner für Verlage und Medienhäuser erlebe ich in Gesprächen mit Verlagsteams regelmäßig\, dass es eine unangenehme Überraschung gibt\, wenn das eigene Titel-Portfolio bei ChatGPT oder Gemini [zum ersten Mal abgefragt wird. Manchmal taucht man auf\, oft aber nicht. Und wenn doch\, stimmt häufig nicht\, was die KI dort aufführt.Darum geht es in diesem Artikel. \n \nWas sich beim Thema Suche verändert\, und warum Verlage besonders betroffen sindGoogle dominiert die Suche seit 25 Jahren weshalb Verlage und Medienhäuser ihre Digitalstrategie darauf ausgerichtet haben: mit SEO\, Content-Optimierung und Traffic-Metriken. Das Spielfeld war klar – nun nicht mehr.Seit 2023 gibt es ein zweites Spielfeld\, auf dem immer mehr Spielzeit stattfindet\, ohne dass Verlage das Geschehen systematisch beobachten.ChatGPT hat Anfang 2026 die Marke von 900 Millionen wöchentlichen Nutzerinnen und Nutzern überschritten. Google‘s AI Overviews erreichen über zwei Milliarden Menschen. In Deutschland nutzen schätzungsweise 20 bis 24 Millionen Menschen monatlich ChatGPT\, also fast jede dritte erwachsene Person. All diese Menschen stellen keine Suchanfragen mehr. Sie führen Gespräche. Und sie bekommen auf ihre Fragen Antworten und keine Linklisten.Für Verlage bedeutet das zwei Dinge. \n \nErstens: Der Traffic aus klassischer Google-Suche geht zurück\, zum Teil massiv\, denn AI Overviews (AIO) beantworten Fragen direkt\, meist ohne\, dass noch auf tiefergehende Quellen geklickt wird. AIOs sind zwar nicht immer ausdifferenziert\, aber gerade für schnelle Fragen zwischendurch reicht vielen Nutzern die Zusammenfassung. Wer als Verlag auf Klickvolumen angewiesen ist\, spürt die Folgen bereits seit einiger Zeit deutlich.Zweitens: Es entsteht ein neuer Kanal\, in dem Markenbekanntheit\, Themenautorität und Vertrauen verhandelt werden. Dieser Kanal heißt GEO (Generative Engine Optimization).Nehmen wir zur Veranschaulichung zwei konkrete Szenarien aus dem Verlagsalltag: \n \nSzenario 1\, Fachmedium und Zielgruppenrecherche: Eine Marketingleiterin aus der Pharmabranche sucht ein Fachmedium für die nächste Anzeigenkampagne. Sie fragt ChatGPT: „Welche Fachmagazine für Apothekerinnen und Apotheker sind in Deutschland relevant?“ Sie bekommt eine Liste mit Titeln\, kurzen Einordnungen und Reichweiten. Welche Titel dort auftauchen\, hängt nicht mehr allein von Google-Rankings ab\, sondern davon\, wie konsistent und glaubwürdig die jeweilige Medienmarke in den Quellen vertreten ist\, die das Sprachmodell kennt. \nSzenario 2\, Verlag als Wissensgeber: Eine Leserin eines Publikumsmagazins hat eine komplexe Frage zum Titelthema der letzten Ausgabe. Sie fragt Copilot statt Google. Wenn das Magazin in der Copilot-Antwort als kompetente Quelle auftaucht\, entstehen bei der Leserin Wiedererkennung und Vertrauen\, auch ohne\, dass sie weiterklickt. Erscheint das Magazin nicht in den Ergebnissen\, können Wettbewerber oder eine generische Informationsseite für diesen Moment die Deutungshoheit übernehmen.In beiden Fällen entscheidet GEO darüber\, wer in dem Moment der Orientierungssuche präsent ist\, der den weiteren Weg des Konsumenten oder der Leserin bestimmt. \n \nZwei Kanäle\, zwei LogikenSEO und GEO werden gerne als zwei Versionen desselben Werkzeugs behandelt. Das sind sie nicht! Hier liegt ein eklatanter Denkfehler\, den ich in fast jedem Erstgespräch korrigiere.SEO ist ein Performance-Kanal\, das heißt jemand sucht aktiv\, gibt einen Begriff ein und klickt. Absicht – Klick – Messung – Conversion. Die Logik ist transaktional und direkt messbar.GEO hingegen ist ein Brand-Kanal. Wer in einer KI-Antwort erwähnt wird\, wird nicht angeklickt\, sondern wahrgenommen. Die Wirkung entsteht früher in der Nutzungsreise\, bereits in der Phase\, in der schon Orientierung gesucht wird\, aber noch keine konkrete Absicht formuliert ist. Das ist die Phase\, in der Medienhäuser traditionell stark sind. Genau dort greift GEO.Für Verlage bedeutet das: Wer in KI-Antworten als kompetente und verlässliche Quelle zu einem Thema erscheint\, baut Vertrauen auf\, noch bevor die eigentliche Nutzungsentscheidung getroffen wird. Das entspricht in der Wirkung klassischer Markenarbeit\, die aber auf einem neuen Kanal stattfindet.Das bedeutet auch für die interne Planung in den Verlagen: GEO gehört nicht ins Performance-Budget\, sondern ins Brand-Budget mit eigenen Brand-Metriken und Brand-Geduld.Trotzdem gilt: GEO ersetzt SEO nicht. Wer bei Google an Sichtbarkeit verliert\, verliert parallel in ChatGPT. Denn ChatGPT und Microsoft Copilot nutzen zwar Bing als primäre Datenquelle\, Bing bewertet aber ähnliche Qualitätssignale wie Google. Saubere Technik\, starker Content und nachweisbare Expertise sind also die Basis für beides – SEO und GEO. \nDer strukturelle Vorteil von Verlagen\, und wie man ihn nutztVerlage und Medienhäuser haben gegenüber den meisten anderen Branchen einen echten GEO-Vorteil: Sie produzieren bereits großen Mengen an thematisch fokussiertem\, fundiert recherchiertem Content. Genau das ist das Rohmaterial\, aus dem Sprachmodelle mit Vorliebe zitieren. Dieser Vorteil ist aber kein Automatismus. Er muss aktiviert werden. \n \nThemenautorität sichtbar machen Sprachmodelle denken nicht in Keywords\, sondern in Entitäten und Themenfeldern. Wer zu einem Thema dauerhaft\, präzise und belegbar publiziert\, wird als zuständige und vertrauensvolle Stimme erkannt. Für Verlage heißt das: Das redaktionelle Profil muss digital auch als Entität erkennbar sein\, nicht nur als Ansammlung von Artikeln. Daher sollte die erste Maßnahme nach dem Lesen dieses Artikels sein: Prüfen Sie\, wie Ihr Verlag und Ihre wichtigsten Titel auf Wikipedia\, Wikidata\, in Branchenverzeichnissen und auf LinkedIn beschrieben sind. Stimmen die Beschreibungen mit Ihrem tatsächlichen Themenfeld und Ihrer Reichweite überein? Inkonsistenz ist einer der häufigsten Gründe\, warum Medienmarken in KI-Antworten fehlen oder falsch eingeordnet werden. \nContent\, der zitiert werden kannSprachmodelle extrahieren Textabschnitte\, sogenannte Chunks\, die eine Frage direkt und präzise beantworten. Langer\, gut recherchierter Fließtext allein reicht dafür nicht.Drei Regeln aus meiner Praxis: \n\nDie Kernaussage gehört in die ersten 150 Wörter. Nicht als Einleitung\, sondern als direkte Antwort auf eine Frage\, die Nutzerinnen und Nutzer stellen könnten.\nAbsätze sollten 60 bis 80 Wörter umfassen. In sich geschlossene\, extrahierbare Einheiten sind für Sprachmodelle leichter zu verarbeiten als lange Fließtextblöcke.\nBelegbare Aussagen schlagen allgemeine Einordnungen. Eigene Studiendaten\, Zitate aus Interviews\, konkrete Zahlen: genau das\, was guten Journalismus ausmacht\, ist für GEO wertvoller als jeder Kommentar ohne Belege.\n\nBing nicht unterschätzen \n\nDass ChatGPT und Microsoft Copilot ihre Quellen primär aus Bing und nicht aus Google ziehen\, überrascht viele. Rund 87 Prozent der von ChatGPT verwendeten Quellen entsprechen den Top-10-Ergebnissen bei Bing. Bing hat in Deutschland zwar nur rund 5 bis 6 Prozent Marktanteil\, wer aber dort nicht präsent ist\, fehlt in einer der wichtigsten Quellen für KI-Antworten. Quick win: Registrieren Sie daher – am besten noch heute – Ihre wichtigsten Domains in den Bing Webmaster Tools und überprüfen Sie\, ob alle relevanten Seiten indexiert sind. Das dauert etwa 20 Minuten und schließt eine Lücke\, die die meisten Verlage noch haben.Was messen\, wenn klassische Klick-Metriken nicht mehr ausreichen?Der Traffic-Rückgang durch AI Overviews ist deutlich messbar. Weniger messbar\, aber ebenso real\, ist der Sichtbarkeitsgewinn oder -verlust auf dem GEO-Kanal. Einige relevante Kennzahlen für Verlage: \nØ  Citation Rate: Wie oft tauchen Ihre Titel beirelevanten Themenabfragen in KI-Antworten auf? Definieren Sie ein Set von 15bis 20 Prompts\, die Ihre Zielgruppe typischerweise stellt. Fragen Sie dieseregelmäßig ab\, manuell oder mit Tools wie Otterly.AI\, Peec AIoder Rankscale\, und dokumentieren Sie die Ergebnisse. \nØ  Sentiment und Genauigkeit: Analysieren Sie nichtnur ob Sie erwähnt werden\, sondern auch wie. Werden Ihre Titel mit den Themenassoziiert\, für die sie stehen? Werden Reichweiten und Zielgruppen korrektbeschrieben? Für Werbevermarkter ist das besonders relevant\, denn was ChatGPTüber Ihr Medium sagt\, beeinflusst möglicherweise bald auch Mediapläne. \nØ  AI-referred Traffic in GA4: Mit einemRegex-Filter im Session-Report lässt sich der Traffic aus ChatGPT\, Perplexity\,Gemini\, Copilot und anderen Quellen segmentieren und beobachten. Der Anteil desTraffics aus diesen Quellen wächst. Es lohnt sich\, ihn schon heute zu messen. \nWas als nächstes kommt\, und warum es für Verlage besonders relevant ist \n\n\nDie nächste Stufe nach der KI-Suche sind AI Agents: also eigenständig agierende Systeme\, die im Auftrag von Nutzerinnen und Nutzern recherchieren\, vergleichen und Entscheidungen vorbereiten. Gartner prognostiziert\, dass bis 2028 rund 90 Prozent aller B2B-Transaktionen durch solche Agents vorbereitet oder vermittelt werden.Für Verlage bedeutet das nicht nur\, dass die eigene Marke von Agents gefunden werden muss. Es bedeutet auch\, dass Mediaplanung\, Anzeigenbuchung und Zielgruppenrecherche künftig durch Agents laufen könnten\, die ihre Quellen aus denselben Datenräumen ziehen\, in denen GEO heute entschieden wird. \nWer jetzt nicht als verlässliche\, klar positionierte Medienmarke in diesen Datenräumen präsent ist\, riskiert\, aus automatisierten Prozessen herauszufallen\, still und ohne Benachrichtigung.\n\n \n\n \n \nFazit: Drei Fragen für heuteStatt einer weiteren Zusammenfassung lassen Sie mich mit drei konkreten Fragen schließen\, die Sie zeitnah – am besten noch heute\, für sich und Ihren Verlag beantworten sollten: \n \n\n\n\n\n\n1. Fragen Sie ChatGPT nach Ihrem Verlag und Ihren wichtigsten Titeln: Tauchen Sie auf? Stimmt\, was dort steht? Werden Sie für die richtigen Themen und Zielgruppen genannt? \n\n2. Wissen Sie\, welche Fragen Ihre Leserinnen und Leser sowie Ihre Werbekundinnen und Werbekunden an KI-Assistenten stellen\, und sind Ihre Inhalte so aufgebaut\, dass sie als Antwort in Frage kommen?3. Sind Ihre wichtigsten Domains bei Bing indexiert und der AI-Traffic in GA4 bereits messbar gemacht? \n \n \n\nVerlage\, die diese drei Fragen heute mit Ja beantworten können\, haben gegenüber dem Wettbewerb bereits einen Vorsprung\, der schon in 18 Monaten nur noch schwer aufzuholen sein wird. |
URL:https://mvfp-akademie.de/event/ki-im-abo-und-verlagsservice-erfolgreich-einfuehren-chancen-nutzen/
LOCATION:Die Durchführung erfolgt DIGITAL!
CATEGORIES:Abo & Subscription,Fachübergreifend,IT und Digital,KI,Vertrieb,WebSeminare
ATTACH;FMTTYPE=image/jpeg:https://mvfp-akademie.de/wp-content/uploads/2025/03/Header-Nachhaltigkeit-copy-1-copy-High-Quality.jpg
END:VEVENT
BEGIN:VEVENT
DTSTART;TZID=Europe/Berlin:20261008T093000
DTEND;TZID=Europe/Berlin:20261008T150000
DTSTAMP:20260511T164017
CREATED:20260430T135808Z
LAST-MODIFIED:20260430T141736Z
UID:57843-1791451800-1791471600@mvfp-akademie.de
SUMMARY:KI-Boost im Sales: Wie KI den Anzeigenverkauf profitabler macht
DESCRIPTION:Von Patrick Klingberg\, Digitaler Architekt \n \n\n  \nExperte für KI im Marketing\, GEO-Spezialist und Sparringspartner für Verlage und Medienhäuser\n\n \nKey Takeaways \n \n\n\n\n\n\n\n\n\nGEO (Generative Engine Optimization) ist für Verlage und Medienhäuser doppelt relevant: als Sichtbarkeitskanal für die eigene Marke und als Thema\, das ihre Werbekunden bewegt.\n\n\n\n \n\n\n\nSEO ist ein Performance-Kanal. GEO ist ein Brand-Kanal. Beide folgen unterschiedlichen Logiken und brauchen unterschiedliche Strategien.\n\n\n\n \n\n\n\nGEO wirkt früher in der Nutzungsreise\, also schon bevor jemand aktiv sucht; wenn die Person noch Orientierung sucht.\n\n\n\n \n\n\n\nVerlage haben gegenüber anderen Branchen einen strukturellen Vorteil bei GEO\, wenn sie ihn gezielt nutzen.\n\n\n\n \n\n\n\nErste Maßnahmen lassen sich direkt umsetzen\, ohne großen Einsatz von Ressourcen. Stichwort: Quick wins.\n\n\n\n \n \nStellen Sie sich folgende Situation vor: Eine Leserin Ihres Magazins\, Fachmediums oder Ihrer Zeitung sucht nach Orientierung zu einem Thema\, das Ihr Redaktionsteam seit Jahren journalistisch aufarbeitet. Sie fragt ChatGPT und bekommt eine Antwort\, in der Sie als Medium nicht vorkommen.Warum ist das so? Denn es gibt kein schlechtes Google-Ranking und auch kein Algorithmus-Problem. Dennoch existiert Ihr Medium in diesem relevanten Moment schlicht nicht.In genau dieser Situation befinden sich momentan viele Verlage und Medienhäuser- meist\, ohne es zu merken. Denn die meisten Verlagshäuser und Medienunternehmen messen noch immer ausschließlich Google-Traffic und organische Reichweite. Die Frage\, wie sichtbar die eigene Marke in KI-generierten Antworten ist\, stellen sie sich noch nicht.Als GEO-Spezialist und Sparringspartner für Verlage und Medienhäuser erlebe ich in Gesprächen mit Verlagsteams regelmäßig\, dass es eine unangenehme Überraschung gibt\, wenn das eigene Titel-Portfolio bei ChatGPT oder Gemini [zum ersten Mal abgefragt wird. Manchmal taucht man auf\, oft aber nicht. Und wenn doch\, stimmt häufig nicht\, was die KI dort aufführt.Darum geht es in diesem Artikel. \n \nWas sich beim Thema Suche verändert\, und warum Verlage besonders betroffen sindGoogle dominiert die Suche seit 25 Jahren weshalb Verlage und Medienhäuser ihre Digitalstrategie darauf ausgerichtet haben: mit SEO\, Content-Optimierung und Traffic-Metriken. Das Spielfeld war klar – nun nicht mehr.Seit 2023 gibt es ein zweites Spielfeld\, auf dem immer mehr Spielzeit stattfindet\, ohne dass Verlage das Geschehen systematisch beobachten.ChatGPT hat Anfang 2026 die Marke von 900 Millionen wöchentlichen Nutzerinnen und Nutzern überschritten. Google‘s AI Overviews erreichen über zwei Milliarden Menschen. In Deutschland nutzen schätzungsweise 20 bis 24 Millionen Menschen monatlich ChatGPT\, also fast jede dritte erwachsene Person. All diese Menschen stellen keine Suchanfragen mehr. Sie führen Gespräche. Und sie bekommen auf ihre Fragen Antworten und keine Linklisten.Für Verlage bedeutet das zwei Dinge. \n \nErstens: Der Traffic aus klassischer Google-Suche geht zurück\, zum Teil massiv\, denn AI Overviews (AIO) beantworten Fragen direkt\, meist ohne\, dass noch auf tiefergehende Quellen geklickt wird. AIOs sind zwar nicht immer ausdifferenziert\, aber gerade für schnelle Fragen zwischendurch reicht vielen Nutzern die Zusammenfassung. Wer als Verlag auf Klickvolumen angewiesen ist\, spürt die Folgen bereits seit einiger Zeit deutlich.Zweitens: Es entsteht ein neuer Kanal\, in dem Markenbekanntheit\, Themenautorität und Vertrauen verhandelt werden. Dieser Kanal heißt GEO (Generative Engine Optimization).Nehmen wir zur Veranschaulichung zwei konkrete Szenarien aus dem Verlagsalltag: \n \nSzenario 1\, Fachmedium und Zielgruppenrecherche: Eine Marketingleiterin aus der Pharmabranche sucht ein Fachmedium für die nächste Anzeigenkampagne. Sie fragt ChatGPT: „Welche Fachmagazine für Apothekerinnen und Apotheker sind in Deutschland relevant?“ Sie bekommt eine Liste mit Titeln\, kurzen Einordnungen und Reichweiten. Welche Titel dort auftauchen\, hängt nicht mehr allein von Google-Rankings ab\, sondern davon\, wie konsistent und glaubwürdig die jeweilige Medienmarke in den Quellen vertreten ist\, die das Sprachmodell kennt. \nSzenario 2\, Verlag als Wissensgeber: Eine Leserin eines Publikumsmagazins hat eine komplexe Frage zum Titelthema der letzten Ausgabe. Sie fragt Copilot statt Google. Wenn das Magazin in der Copilot-Antwort als kompetente Quelle auftaucht\, entstehen bei der Leserin Wiedererkennung und Vertrauen\, auch ohne\, dass sie weiterklickt. Erscheint das Magazin nicht in den Ergebnissen\, können Wettbewerber oder eine generische Informationsseite für diesen Moment die Deutungshoheit übernehmen.In beiden Fällen entscheidet GEO darüber\, wer in dem Moment der Orientierungssuche präsent ist\, der den weiteren Weg des Konsumenten oder der Leserin bestimmt. \n \nZwei Kanäle\, zwei LogikenSEO und GEO werden gerne als zwei Versionen desselben Werkzeugs behandelt. Das sind sie nicht! Hier liegt ein eklatanter Denkfehler\, den ich in fast jedem Erstgespräch korrigiere.SEO ist ein Performance-Kanal\, das heißt jemand sucht aktiv\, gibt einen Begriff ein und klickt. Absicht – Klick – Messung – Conversion. Die Logik ist transaktional und direkt messbar.GEO hingegen ist ein Brand-Kanal. Wer in einer KI-Antwort erwähnt wird\, wird nicht angeklickt\, sondern wahrgenommen. Die Wirkung entsteht früher in der Nutzungsreise\, bereits in der Phase\, in der schon Orientierung gesucht wird\, aber noch keine konkrete Absicht formuliert ist. Das ist die Phase\, in der Medienhäuser traditionell stark sind. Genau dort greift GEO.Für Verlage bedeutet das: Wer in KI-Antworten als kompetente und verlässliche Quelle zu einem Thema erscheint\, baut Vertrauen auf\, noch bevor die eigentliche Nutzungsentscheidung getroffen wird. Das entspricht in der Wirkung klassischer Markenarbeit\, die aber auf einem neuen Kanal stattfindet.Das bedeutet auch für die interne Planung in den Verlagen: GEO gehört nicht ins Performance-Budget\, sondern ins Brand-Budget mit eigenen Brand-Metriken und Brand-Geduld.Trotzdem gilt: GEO ersetzt SEO nicht. Wer bei Google an Sichtbarkeit verliert\, verliert parallel in ChatGPT. Denn ChatGPT und Microsoft Copilot nutzen zwar Bing als primäre Datenquelle\, Bing bewertet aber ähnliche Qualitätssignale wie Google. Saubere Technik\, starker Content und nachweisbare Expertise sind also die Basis für beides – SEO und GEO. \nDer strukturelle Vorteil von Verlagen\, und wie man ihn nutztVerlage und Medienhäuser haben gegenüber den meisten anderen Branchen einen echten GEO-Vorteil: Sie produzieren bereits großen Mengen an thematisch fokussiertem\, fundiert recherchiertem Content. Genau das ist das Rohmaterial\, aus dem Sprachmodelle mit Vorliebe zitieren. Dieser Vorteil ist aber kein Automatismus. Er muss aktiviert werden. \n \nThemenautorität sichtbar machen Sprachmodelle denken nicht in Keywords\, sondern in Entitäten und Themenfeldern. Wer zu einem Thema dauerhaft\, präzise und belegbar publiziert\, wird als zuständige und vertrauensvolle Stimme erkannt. Für Verlage heißt das: Das redaktionelle Profil muss digital auch als Entität erkennbar sein\, nicht nur als Ansammlung von Artikeln. Daher sollte die erste Maßnahme nach dem Lesen dieses Artikels sein: Prüfen Sie\, wie Ihr Verlag und Ihre wichtigsten Titel auf Wikipedia\, Wikidata\, in Branchenverzeichnissen und auf LinkedIn beschrieben sind. Stimmen die Beschreibungen mit Ihrem tatsächlichen Themenfeld und Ihrer Reichweite überein? Inkonsistenz ist einer der häufigsten Gründe\, warum Medienmarken in KI-Antworten fehlen oder falsch eingeordnet werden. \nContent\, der zitiert werden kannSprachmodelle extrahieren Textabschnitte\, sogenannte Chunks\, die eine Frage direkt und präzise beantworten. Langer\, gut recherchierter Fließtext allein reicht dafür nicht.Drei Regeln aus meiner Praxis: \n\nDie Kernaussage gehört in die ersten 150 Wörter. Nicht als Einleitung\, sondern als direkte Antwort auf eine Frage\, die Nutzerinnen und Nutzer stellen könnten.\nAbsätze sollten 60 bis 80 Wörter umfassen. In sich geschlossene\, extrahierbare Einheiten sind für Sprachmodelle leichter zu verarbeiten als lange Fließtextblöcke.\nBelegbare Aussagen schlagen allgemeine Einordnungen. Eigene Studiendaten\, Zitate aus Interviews\, konkrete Zahlen: genau das\, was guten Journalismus ausmacht\, ist für GEO wertvoller als jeder Kommentar ohne Belege.\n\nBing nicht unterschätzen \n\nDass ChatGPT und Microsoft Copilot ihre Quellen primär aus Bing und nicht aus Google ziehen\, überrascht viele. Rund 87 Prozent der von ChatGPT verwendeten Quellen entsprechen den Top-10-Ergebnissen bei Bing. Bing hat in Deutschland zwar nur rund 5 bis 6 Prozent Marktanteil\, wer aber dort nicht präsent ist\, fehlt in einer der wichtigsten Quellen für KI-Antworten. Quick win: Registrieren Sie daher – am besten noch heute – Ihre wichtigsten Domains in den Bing Webmaster Tools und überprüfen Sie\, ob alle relevanten Seiten indexiert sind. Das dauert etwa 20 Minuten und schließt eine Lücke\, die die meisten Verlage noch haben.Was messen\, wenn klassische Klick-Metriken nicht mehr ausreichen?Der Traffic-Rückgang durch AI Overviews ist deutlich messbar. Weniger messbar\, aber ebenso real\, ist der Sichtbarkeitsgewinn oder -verlust auf dem GEO-Kanal. Einige relevante Kennzahlen für Verlage: \nØ  Citation Rate: Wie oft tauchen Ihre Titel beirelevanten Themenabfragen in KI-Antworten auf? Definieren Sie ein Set von 15bis 20 Prompts\, die Ihre Zielgruppe typischerweise stellt. Fragen Sie dieseregelmäßig ab\, manuell oder mit Tools wie Otterly.AI\, Peec AIoder Rankscale\, und dokumentieren Sie die Ergebnisse. \nØ  Sentiment und Genauigkeit: Analysieren Sie nichtnur ob Sie erwähnt werden\, sondern auch wie. Werden Ihre Titel mit den Themenassoziiert\, für die sie stehen? Werden Reichweiten und Zielgruppen korrektbeschrieben? Für Werbevermarkter ist das besonders relevant\, denn was ChatGPTüber Ihr Medium sagt\, beeinflusst möglicherweise bald auch Mediapläne. \nØ  AI-referred Traffic in GA4: Mit einemRegex-Filter im Session-Report lässt sich der Traffic aus ChatGPT\, Perplexity\,Gemini\, Copilot und anderen Quellen segmentieren und beobachten. Der Anteil desTraffics aus diesen Quellen wächst. Es lohnt sich\, ihn schon heute zu messen. \nWas als nächstes kommt\, und warum es für Verlage besonders relevant ist \n\n\nDie nächste Stufe nach der KI-Suche sind AI Agents: also eigenständig agierende Systeme\, die im Auftrag von Nutzerinnen und Nutzern recherchieren\, vergleichen und Entscheidungen vorbereiten. Gartner prognostiziert\, dass bis 2028 rund 90 Prozent aller B2B-Transaktionen durch solche Agents vorbereitet oder vermittelt werden.Für Verlage bedeutet das nicht nur\, dass die eigene Marke von Agents gefunden werden muss. Es bedeutet auch\, dass Mediaplanung\, Anzeigenbuchung und Zielgruppenrecherche künftig durch Agents laufen könnten\, die ihre Quellen aus denselben Datenräumen ziehen\, in denen GEO heute entschieden wird. \nWer jetzt nicht als verlässliche\, klar positionierte Medienmarke in diesen Datenräumen präsent ist\, riskiert\, aus automatisierten Prozessen herauszufallen\, still und ohne Benachrichtigung.\n\n \n\n \n \nFazit: Drei Fragen für heuteStatt einer weiteren Zusammenfassung lassen Sie mich mit drei konkreten Fragen schließen\, die Sie zeitnah – am besten noch heute\, für sich und Ihren Verlag beantworten sollten: \n \n\n\n\n\n\n1. Fragen Sie ChatGPT nach Ihrem Verlag und Ihren wichtigsten Titeln: Tauchen Sie auf? Stimmt\, was dort steht? Werden Sie für die richtigen Themen und Zielgruppen genannt? \n\n2. Wissen Sie\, welche Fragen Ihre Leserinnen und Leser sowie Ihre Werbekundinnen und Werbekunden an KI-Assistenten stellen\, und sind Ihre Inhalte so aufgebaut\, dass sie als Antwort in Frage kommen?3. Sind Ihre wichtigsten Domains bei Bing indexiert und der AI-Traffic in GA4 bereits messbar gemacht? \n \n \n\nVerlage\, die diese drei Fragen heute mit Ja beantworten können\, haben gegenüber dem Wettbewerb bereits einen Vorsprung\, der schon in 18 Monaten nur noch schwer aufzuholen sein wird. |
URL:https://mvfp-akademie.de/event/ki-boost-im-sales-wie-ki-den-anzeigenverkauf-profitabler-macht/
LOCATION:Die Durchführung erfolgt DIGITAL!
CATEGORIES:Anzeigen,IT und Digital,KI,Vertrieb,WebSeminare
ATTACH;FMTTYPE=image/jpeg:https://mvfp-akademie.de/wp-content/uploads/2026/04/Header-KI-Boost-1200x300-px-Max-Quality.jpg
END:VEVENT
BEGIN:VEVENT
DTSTART;TZID=Europe/Berlin:20261013T093000
DTEND;TZID=Europe/Berlin:20261013T123000
DTSTAMP:20260511T164017
CREATED:20250505T103126Z
LAST-MODIFIED:20260424T111047Z
UID:53675-1791883800-1791894600@mvfp-akademie.de
SUMMARY:Wert statt Rabatt: Wie Verlage Preise klug setzen und steigern
DESCRIPTION:Von Patrick Klingberg\, Digitaler Architekt \n \n\n  \nExperte für KI im Marketing\, GEO-Spezialist und Sparringspartner für Verlage und Medienhäuser\n\n \nKey Takeaways \n \n\n\n\n\n\n\n\n\nGEO (Generative Engine Optimization) ist für Verlage und Medienhäuser doppelt relevant: als Sichtbarkeitskanal für die eigene Marke und als Thema\, das ihre Werbekunden bewegt.\n\n\n\n \n\n\n\nSEO ist ein Performance-Kanal. GEO ist ein Brand-Kanal. Beide folgen unterschiedlichen Logiken und brauchen unterschiedliche Strategien.\n\n\n\n \n\n\n\nGEO wirkt früher in der Nutzungsreise\, also schon bevor jemand aktiv sucht; wenn die Person noch Orientierung sucht.\n\n\n\n \n\n\n\nVerlage haben gegenüber anderen Branchen einen strukturellen Vorteil bei GEO\, wenn sie ihn gezielt nutzen.\n\n\n\n \n\n\n\nErste Maßnahmen lassen sich direkt umsetzen\, ohne großen Einsatz von Ressourcen. Stichwort: Quick wins.\n\n\n\n \n \nStellen Sie sich folgende Situation vor: Eine Leserin Ihres Magazins\, Fachmediums oder Ihrer Zeitung sucht nach Orientierung zu einem Thema\, das Ihr Redaktionsteam seit Jahren journalistisch aufarbeitet. Sie fragt ChatGPT und bekommt eine Antwort\, in der Sie als Medium nicht vorkommen.Warum ist das so? Denn es gibt kein schlechtes Google-Ranking und auch kein Algorithmus-Problem. Dennoch existiert Ihr Medium in diesem relevanten Moment schlicht nicht.In genau dieser Situation befinden sich momentan viele Verlage und Medienhäuser- meist\, ohne es zu merken. Denn die meisten Verlagshäuser und Medienunternehmen messen noch immer ausschließlich Google-Traffic und organische Reichweite. Die Frage\, wie sichtbar die eigene Marke in KI-generierten Antworten ist\, stellen sie sich noch nicht.Als GEO-Spezialist und Sparringspartner für Verlage und Medienhäuser erlebe ich in Gesprächen mit Verlagsteams regelmäßig\, dass es eine unangenehme Überraschung gibt\, wenn das eigene Titel-Portfolio bei ChatGPT oder Gemini [zum ersten Mal abgefragt wird. Manchmal taucht man auf\, oft aber nicht. Und wenn doch\, stimmt häufig nicht\, was die KI dort aufführt.Darum geht es in diesem Artikel. \n \nWas sich beim Thema Suche verändert\, und warum Verlage besonders betroffen sindGoogle dominiert die Suche seit 25 Jahren weshalb Verlage und Medienhäuser ihre Digitalstrategie darauf ausgerichtet haben: mit SEO\, Content-Optimierung und Traffic-Metriken. Das Spielfeld war klar – nun nicht mehr.Seit 2023 gibt es ein zweites Spielfeld\, auf dem immer mehr Spielzeit stattfindet\, ohne dass Verlage das Geschehen systematisch beobachten.ChatGPT hat Anfang 2026 die Marke von 900 Millionen wöchentlichen Nutzerinnen und Nutzern überschritten. Google‘s AI Overviews erreichen über zwei Milliarden Menschen. In Deutschland nutzen schätzungsweise 20 bis 24 Millionen Menschen monatlich ChatGPT\, also fast jede dritte erwachsene Person. All diese Menschen stellen keine Suchanfragen mehr. Sie führen Gespräche. Und sie bekommen auf ihre Fragen Antworten und keine Linklisten.Für Verlage bedeutet das zwei Dinge. \n \nErstens: Der Traffic aus klassischer Google-Suche geht zurück\, zum Teil massiv\, denn AI Overviews (AIO) beantworten Fragen direkt\, meist ohne\, dass noch auf tiefergehende Quellen geklickt wird. AIOs sind zwar nicht immer ausdifferenziert\, aber gerade für schnelle Fragen zwischendurch reicht vielen Nutzern die Zusammenfassung. Wer als Verlag auf Klickvolumen angewiesen ist\, spürt die Folgen bereits seit einiger Zeit deutlich.Zweitens: Es entsteht ein neuer Kanal\, in dem Markenbekanntheit\, Themenautorität und Vertrauen verhandelt werden. Dieser Kanal heißt GEO (Generative Engine Optimization).Nehmen wir zur Veranschaulichung zwei konkrete Szenarien aus dem Verlagsalltag: \n \nSzenario 1\, Fachmedium und Zielgruppenrecherche: Eine Marketingleiterin aus der Pharmabranche sucht ein Fachmedium für die nächste Anzeigenkampagne. Sie fragt ChatGPT: „Welche Fachmagazine für Apothekerinnen und Apotheker sind in Deutschland relevant?“ Sie bekommt eine Liste mit Titeln\, kurzen Einordnungen und Reichweiten. Welche Titel dort auftauchen\, hängt nicht mehr allein von Google-Rankings ab\, sondern davon\, wie konsistent und glaubwürdig die jeweilige Medienmarke in den Quellen vertreten ist\, die das Sprachmodell kennt. \nSzenario 2\, Verlag als Wissensgeber: Eine Leserin eines Publikumsmagazins hat eine komplexe Frage zum Titelthema der letzten Ausgabe. Sie fragt Copilot statt Google. Wenn das Magazin in der Copilot-Antwort als kompetente Quelle auftaucht\, entstehen bei der Leserin Wiedererkennung und Vertrauen\, auch ohne\, dass sie weiterklickt. Erscheint das Magazin nicht in den Ergebnissen\, können Wettbewerber oder eine generische Informationsseite für diesen Moment die Deutungshoheit übernehmen.In beiden Fällen entscheidet GEO darüber\, wer in dem Moment der Orientierungssuche präsent ist\, der den weiteren Weg des Konsumenten oder der Leserin bestimmt. \n \nZwei Kanäle\, zwei LogikenSEO und GEO werden gerne als zwei Versionen desselben Werkzeugs behandelt. Das sind sie nicht! Hier liegt ein eklatanter Denkfehler\, den ich in fast jedem Erstgespräch korrigiere.SEO ist ein Performance-Kanal\, das heißt jemand sucht aktiv\, gibt einen Begriff ein und klickt. Absicht – Klick – Messung – Conversion. Die Logik ist transaktional und direkt messbar.GEO hingegen ist ein Brand-Kanal. Wer in einer KI-Antwort erwähnt wird\, wird nicht angeklickt\, sondern wahrgenommen. Die Wirkung entsteht früher in der Nutzungsreise\, bereits in der Phase\, in der schon Orientierung gesucht wird\, aber noch keine konkrete Absicht formuliert ist. Das ist die Phase\, in der Medienhäuser traditionell stark sind. Genau dort greift GEO.Für Verlage bedeutet das: Wer in KI-Antworten als kompetente und verlässliche Quelle zu einem Thema erscheint\, baut Vertrauen auf\, noch bevor die eigentliche Nutzungsentscheidung getroffen wird. Das entspricht in der Wirkung klassischer Markenarbeit\, die aber auf einem neuen Kanal stattfindet.Das bedeutet auch für die interne Planung in den Verlagen: GEO gehört nicht ins Performance-Budget\, sondern ins Brand-Budget mit eigenen Brand-Metriken und Brand-Geduld.Trotzdem gilt: GEO ersetzt SEO nicht. Wer bei Google an Sichtbarkeit verliert\, verliert parallel in ChatGPT. Denn ChatGPT und Microsoft Copilot nutzen zwar Bing als primäre Datenquelle\, Bing bewertet aber ähnliche Qualitätssignale wie Google. Saubere Technik\, starker Content und nachweisbare Expertise sind also die Basis für beides – SEO und GEO. \nDer strukturelle Vorteil von Verlagen\, und wie man ihn nutztVerlage und Medienhäuser haben gegenüber den meisten anderen Branchen einen echten GEO-Vorteil: Sie produzieren bereits großen Mengen an thematisch fokussiertem\, fundiert recherchiertem Content. Genau das ist das Rohmaterial\, aus dem Sprachmodelle mit Vorliebe zitieren. Dieser Vorteil ist aber kein Automatismus. Er muss aktiviert werden. \n \nThemenautorität sichtbar machen Sprachmodelle denken nicht in Keywords\, sondern in Entitäten und Themenfeldern. Wer zu einem Thema dauerhaft\, präzise und belegbar publiziert\, wird als zuständige und vertrauensvolle Stimme erkannt. Für Verlage heißt das: Das redaktionelle Profil muss digital auch als Entität erkennbar sein\, nicht nur als Ansammlung von Artikeln. Daher sollte die erste Maßnahme nach dem Lesen dieses Artikels sein: Prüfen Sie\, wie Ihr Verlag und Ihre wichtigsten Titel auf Wikipedia\, Wikidata\, in Branchenverzeichnissen und auf LinkedIn beschrieben sind. Stimmen die Beschreibungen mit Ihrem tatsächlichen Themenfeld und Ihrer Reichweite überein? Inkonsistenz ist einer der häufigsten Gründe\, warum Medienmarken in KI-Antworten fehlen oder falsch eingeordnet werden. \nContent\, der zitiert werden kannSprachmodelle extrahieren Textabschnitte\, sogenannte Chunks\, die eine Frage direkt und präzise beantworten. Langer\, gut recherchierter Fließtext allein reicht dafür nicht.Drei Regeln aus meiner Praxis: \n\nDie Kernaussage gehört in die ersten 150 Wörter. Nicht als Einleitung\, sondern als direkte Antwort auf eine Frage\, die Nutzerinnen und Nutzer stellen könnten.\nAbsätze sollten 60 bis 80 Wörter umfassen. In sich geschlossene\, extrahierbare Einheiten sind für Sprachmodelle leichter zu verarbeiten als lange Fließtextblöcke.\nBelegbare Aussagen schlagen allgemeine Einordnungen. Eigene Studiendaten\, Zitate aus Interviews\, konkrete Zahlen: genau das\, was guten Journalismus ausmacht\, ist für GEO wertvoller als jeder Kommentar ohne Belege.\n\nBing nicht unterschätzen \n\nDass ChatGPT und Microsoft Copilot ihre Quellen primär aus Bing und nicht aus Google ziehen\, überrascht viele. Rund 87 Prozent der von ChatGPT verwendeten Quellen entsprechen den Top-10-Ergebnissen bei Bing. Bing hat in Deutschland zwar nur rund 5 bis 6 Prozent Marktanteil\, wer aber dort nicht präsent ist\, fehlt in einer der wichtigsten Quellen für KI-Antworten. Quick win: Registrieren Sie daher – am besten noch heute – Ihre wichtigsten Domains in den Bing Webmaster Tools und überprüfen Sie\, ob alle relevanten Seiten indexiert sind. Das dauert etwa 20 Minuten und schließt eine Lücke\, die die meisten Verlage noch haben.Was messen\, wenn klassische Klick-Metriken nicht mehr ausreichen?Der Traffic-Rückgang durch AI Overviews ist deutlich messbar. Weniger messbar\, aber ebenso real\, ist der Sichtbarkeitsgewinn oder -verlust auf dem GEO-Kanal. Einige relevante Kennzahlen für Verlage: \nØ  Citation Rate: Wie oft tauchen Ihre Titel beirelevanten Themenabfragen in KI-Antworten auf? Definieren Sie ein Set von 15bis 20 Prompts\, die Ihre Zielgruppe typischerweise stellt. Fragen Sie dieseregelmäßig ab\, manuell oder mit Tools wie Otterly.AI\, Peec AIoder Rankscale\, und dokumentieren Sie die Ergebnisse. \nØ  Sentiment und Genauigkeit: Analysieren Sie nichtnur ob Sie erwähnt werden\, sondern auch wie. Werden Ihre Titel mit den Themenassoziiert\, für die sie stehen? Werden Reichweiten und Zielgruppen korrektbeschrieben? Für Werbevermarkter ist das besonders relevant\, denn was ChatGPTüber Ihr Medium sagt\, beeinflusst möglicherweise bald auch Mediapläne. \nØ  AI-referred Traffic in GA4: Mit einemRegex-Filter im Session-Report lässt sich der Traffic aus ChatGPT\, Perplexity\,Gemini\, Copilot und anderen Quellen segmentieren und beobachten. Der Anteil desTraffics aus diesen Quellen wächst. Es lohnt sich\, ihn schon heute zu messen. \nWas als nächstes kommt\, und warum es für Verlage besonders relevant ist \n\n\nDie nächste Stufe nach der KI-Suche sind AI Agents: also eigenständig agierende Systeme\, die im Auftrag von Nutzerinnen und Nutzern recherchieren\, vergleichen und Entscheidungen vorbereiten. Gartner prognostiziert\, dass bis 2028 rund 90 Prozent aller B2B-Transaktionen durch solche Agents vorbereitet oder vermittelt werden.Für Verlage bedeutet das nicht nur\, dass die eigene Marke von Agents gefunden werden muss. Es bedeutet auch\, dass Mediaplanung\, Anzeigenbuchung und Zielgruppenrecherche künftig durch Agents laufen könnten\, die ihre Quellen aus denselben Datenräumen ziehen\, in denen GEO heute entschieden wird. \nWer jetzt nicht als verlässliche\, klar positionierte Medienmarke in diesen Datenräumen präsent ist\, riskiert\, aus automatisierten Prozessen herauszufallen\, still und ohne Benachrichtigung.\n\n \n\n \n \nFazit: Drei Fragen für heuteStatt einer weiteren Zusammenfassung lassen Sie mich mit drei konkreten Fragen schließen\, die Sie zeitnah – am besten noch heute\, für sich und Ihren Verlag beantworten sollten: \n \n\n\n\n\n\n1. Fragen Sie ChatGPT nach Ihrem Verlag und Ihren wichtigsten Titeln: Tauchen Sie auf? Stimmt\, was dort steht? Werden Sie für die richtigen Themen und Zielgruppen genannt? \n\n2. Wissen Sie\, welche Fragen Ihre Leserinnen und Leser sowie Ihre Werbekundinnen und Werbekunden an KI-Assistenten stellen\, und sind Ihre Inhalte so aufgebaut\, dass sie als Antwort in Frage kommen?3. Sind Ihre wichtigsten Domains bei Bing indexiert und der AI-Traffic in GA4 bereits messbar gemacht? \n \n \n\nVerlage\, die diese drei Fragen heute mit Ja beantworten können\, haben gegenüber dem Wettbewerb bereits einen Vorsprung\, der schon in 18 Monaten nur noch schwer aufzuholen sein wird. |
URL:https://mvfp-akademie.de/event/wert-statt-rabatt-wie-verlage-preise-klug-setzen-und-steigern/
CATEGORIES:Abo & Subscription,Fachübergreifend,Marketing,Vertrieb,WebSeminare
ATTACH;FMTTYPE=image/jpeg:https://mvfp-akademie.de/wp-content/uploads/2025/05/Header-Pricing-1200x200-px-High-Quality.jpg
END:VEVENT
BEGIN:VEVENT
DTSTART;TZID=Europe/Berlin:20261014T093000
DTEND;TZID=Europe/Berlin:20261014T150000
DTSTAMP:20260511T164017
CREATED:20240919T095632Z
LAST-MODIFIED:20260413T083616Z
UID:50497-1791970200-1791990000@mvfp-akademie.de
SUMMARY:Social Media & KI: KI-Tools erfolgreich in die Social Media Kommunikation integrieren
DESCRIPTION:Von Patrick Klingberg\, Digitaler Architekt \n \n\n  \nExperte für KI im Marketing\, GEO-Spezialist und Sparringspartner für Verlage und Medienhäuser\n\n \nKey Takeaways \n \n\n\n\n\n\n\n\n\nGEO (Generative Engine Optimization) ist für Verlage und Medienhäuser doppelt relevant: als Sichtbarkeitskanal für die eigene Marke und als Thema\, das ihre Werbekunden bewegt.\n\n\n\n \n\n\n\nSEO ist ein Performance-Kanal. GEO ist ein Brand-Kanal. Beide folgen unterschiedlichen Logiken und brauchen unterschiedliche Strategien.\n\n\n\n \n\n\n\nGEO wirkt früher in der Nutzungsreise\, also schon bevor jemand aktiv sucht; wenn die Person noch Orientierung sucht.\n\n\n\n \n\n\n\nVerlage haben gegenüber anderen Branchen einen strukturellen Vorteil bei GEO\, wenn sie ihn gezielt nutzen.\n\n\n\n \n\n\n\nErste Maßnahmen lassen sich direkt umsetzen\, ohne großen Einsatz von Ressourcen. Stichwort: Quick wins.\n\n\n\n \n \nStellen Sie sich folgende Situation vor: Eine Leserin Ihres Magazins\, Fachmediums oder Ihrer Zeitung sucht nach Orientierung zu einem Thema\, das Ihr Redaktionsteam seit Jahren journalistisch aufarbeitet. Sie fragt ChatGPT und bekommt eine Antwort\, in der Sie als Medium nicht vorkommen.Warum ist das so? Denn es gibt kein schlechtes Google-Ranking und auch kein Algorithmus-Problem. Dennoch existiert Ihr Medium in diesem relevanten Moment schlicht nicht.In genau dieser Situation befinden sich momentan viele Verlage und Medienhäuser- meist\, ohne es zu merken. Denn die meisten Verlagshäuser und Medienunternehmen messen noch immer ausschließlich Google-Traffic und organische Reichweite. Die Frage\, wie sichtbar die eigene Marke in KI-generierten Antworten ist\, stellen sie sich noch nicht.Als GEO-Spezialist und Sparringspartner für Verlage und Medienhäuser erlebe ich in Gesprächen mit Verlagsteams regelmäßig\, dass es eine unangenehme Überraschung gibt\, wenn das eigene Titel-Portfolio bei ChatGPT oder Gemini [zum ersten Mal abgefragt wird. Manchmal taucht man auf\, oft aber nicht. Und wenn doch\, stimmt häufig nicht\, was die KI dort aufführt.Darum geht es in diesem Artikel. \n \nWas sich beim Thema Suche verändert\, und warum Verlage besonders betroffen sindGoogle dominiert die Suche seit 25 Jahren weshalb Verlage und Medienhäuser ihre Digitalstrategie darauf ausgerichtet haben: mit SEO\, Content-Optimierung und Traffic-Metriken. Das Spielfeld war klar – nun nicht mehr.Seit 2023 gibt es ein zweites Spielfeld\, auf dem immer mehr Spielzeit stattfindet\, ohne dass Verlage das Geschehen systematisch beobachten.ChatGPT hat Anfang 2026 die Marke von 900 Millionen wöchentlichen Nutzerinnen und Nutzern überschritten. Google‘s AI Overviews erreichen über zwei Milliarden Menschen. In Deutschland nutzen schätzungsweise 20 bis 24 Millionen Menschen monatlich ChatGPT\, also fast jede dritte erwachsene Person. All diese Menschen stellen keine Suchanfragen mehr. Sie führen Gespräche. Und sie bekommen auf ihre Fragen Antworten und keine Linklisten.Für Verlage bedeutet das zwei Dinge. \n \nErstens: Der Traffic aus klassischer Google-Suche geht zurück\, zum Teil massiv\, denn AI Overviews (AIO) beantworten Fragen direkt\, meist ohne\, dass noch auf tiefergehende Quellen geklickt wird. AIOs sind zwar nicht immer ausdifferenziert\, aber gerade für schnelle Fragen zwischendurch reicht vielen Nutzern die Zusammenfassung. Wer als Verlag auf Klickvolumen angewiesen ist\, spürt die Folgen bereits seit einiger Zeit deutlich.Zweitens: Es entsteht ein neuer Kanal\, in dem Markenbekanntheit\, Themenautorität und Vertrauen verhandelt werden. Dieser Kanal heißt GEO (Generative Engine Optimization).Nehmen wir zur Veranschaulichung zwei konkrete Szenarien aus dem Verlagsalltag: \n \nSzenario 1\, Fachmedium und Zielgruppenrecherche: Eine Marketingleiterin aus der Pharmabranche sucht ein Fachmedium für die nächste Anzeigenkampagne. Sie fragt ChatGPT: „Welche Fachmagazine für Apothekerinnen und Apotheker sind in Deutschland relevant?“ Sie bekommt eine Liste mit Titeln\, kurzen Einordnungen und Reichweiten. Welche Titel dort auftauchen\, hängt nicht mehr allein von Google-Rankings ab\, sondern davon\, wie konsistent und glaubwürdig die jeweilige Medienmarke in den Quellen vertreten ist\, die das Sprachmodell kennt. \nSzenario 2\, Verlag als Wissensgeber: Eine Leserin eines Publikumsmagazins hat eine komplexe Frage zum Titelthema der letzten Ausgabe. Sie fragt Copilot statt Google. Wenn das Magazin in der Copilot-Antwort als kompetente Quelle auftaucht\, entstehen bei der Leserin Wiedererkennung und Vertrauen\, auch ohne\, dass sie weiterklickt. Erscheint das Magazin nicht in den Ergebnissen\, können Wettbewerber oder eine generische Informationsseite für diesen Moment die Deutungshoheit übernehmen.In beiden Fällen entscheidet GEO darüber\, wer in dem Moment der Orientierungssuche präsent ist\, der den weiteren Weg des Konsumenten oder der Leserin bestimmt. \n \nZwei Kanäle\, zwei LogikenSEO und GEO werden gerne als zwei Versionen desselben Werkzeugs behandelt. Das sind sie nicht! Hier liegt ein eklatanter Denkfehler\, den ich in fast jedem Erstgespräch korrigiere.SEO ist ein Performance-Kanal\, das heißt jemand sucht aktiv\, gibt einen Begriff ein und klickt. Absicht – Klick – Messung – Conversion. Die Logik ist transaktional und direkt messbar.GEO hingegen ist ein Brand-Kanal. Wer in einer KI-Antwort erwähnt wird\, wird nicht angeklickt\, sondern wahrgenommen. Die Wirkung entsteht früher in der Nutzungsreise\, bereits in der Phase\, in der schon Orientierung gesucht wird\, aber noch keine konkrete Absicht formuliert ist. Das ist die Phase\, in der Medienhäuser traditionell stark sind. Genau dort greift GEO.Für Verlage bedeutet das: Wer in KI-Antworten als kompetente und verlässliche Quelle zu einem Thema erscheint\, baut Vertrauen auf\, noch bevor die eigentliche Nutzungsentscheidung getroffen wird. Das entspricht in der Wirkung klassischer Markenarbeit\, die aber auf einem neuen Kanal stattfindet.Das bedeutet auch für die interne Planung in den Verlagen: GEO gehört nicht ins Performance-Budget\, sondern ins Brand-Budget mit eigenen Brand-Metriken und Brand-Geduld.Trotzdem gilt: GEO ersetzt SEO nicht. Wer bei Google an Sichtbarkeit verliert\, verliert parallel in ChatGPT. Denn ChatGPT und Microsoft Copilot nutzen zwar Bing als primäre Datenquelle\, Bing bewertet aber ähnliche Qualitätssignale wie Google. Saubere Technik\, starker Content und nachweisbare Expertise sind also die Basis für beides – SEO und GEO. \nDer strukturelle Vorteil von Verlagen\, und wie man ihn nutztVerlage und Medienhäuser haben gegenüber den meisten anderen Branchen einen echten GEO-Vorteil: Sie produzieren bereits großen Mengen an thematisch fokussiertem\, fundiert recherchiertem Content. Genau das ist das Rohmaterial\, aus dem Sprachmodelle mit Vorliebe zitieren. Dieser Vorteil ist aber kein Automatismus. Er muss aktiviert werden. \n \nThemenautorität sichtbar machen Sprachmodelle denken nicht in Keywords\, sondern in Entitäten und Themenfeldern. Wer zu einem Thema dauerhaft\, präzise und belegbar publiziert\, wird als zuständige und vertrauensvolle Stimme erkannt. Für Verlage heißt das: Das redaktionelle Profil muss digital auch als Entität erkennbar sein\, nicht nur als Ansammlung von Artikeln. Daher sollte die erste Maßnahme nach dem Lesen dieses Artikels sein: Prüfen Sie\, wie Ihr Verlag und Ihre wichtigsten Titel auf Wikipedia\, Wikidata\, in Branchenverzeichnissen und auf LinkedIn beschrieben sind. Stimmen die Beschreibungen mit Ihrem tatsächlichen Themenfeld und Ihrer Reichweite überein? Inkonsistenz ist einer der häufigsten Gründe\, warum Medienmarken in KI-Antworten fehlen oder falsch eingeordnet werden. \nContent\, der zitiert werden kannSprachmodelle extrahieren Textabschnitte\, sogenannte Chunks\, die eine Frage direkt und präzise beantworten. Langer\, gut recherchierter Fließtext allein reicht dafür nicht.Drei Regeln aus meiner Praxis: \n\nDie Kernaussage gehört in die ersten 150 Wörter. Nicht als Einleitung\, sondern als direkte Antwort auf eine Frage\, die Nutzerinnen und Nutzer stellen könnten.\nAbsätze sollten 60 bis 80 Wörter umfassen. In sich geschlossene\, extrahierbare Einheiten sind für Sprachmodelle leichter zu verarbeiten als lange Fließtextblöcke.\nBelegbare Aussagen schlagen allgemeine Einordnungen. Eigene Studiendaten\, Zitate aus Interviews\, konkrete Zahlen: genau das\, was guten Journalismus ausmacht\, ist für GEO wertvoller als jeder Kommentar ohne Belege.\n\nBing nicht unterschätzen \n\nDass ChatGPT und Microsoft Copilot ihre Quellen primär aus Bing und nicht aus Google ziehen\, überrascht viele. Rund 87 Prozent der von ChatGPT verwendeten Quellen entsprechen den Top-10-Ergebnissen bei Bing. Bing hat in Deutschland zwar nur rund 5 bis 6 Prozent Marktanteil\, wer aber dort nicht präsent ist\, fehlt in einer der wichtigsten Quellen für KI-Antworten. Quick win: Registrieren Sie daher – am besten noch heute – Ihre wichtigsten Domains in den Bing Webmaster Tools und überprüfen Sie\, ob alle relevanten Seiten indexiert sind. Das dauert etwa 20 Minuten und schließt eine Lücke\, die die meisten Verlage noch haben.Was messen\, wenn klassische Klick-Metriken nicht mehr ausreichen?Der Traffic-Rückgang durch AI Overviews ist deutlich messbar. Weniger messbar\, aber ebenso real\, ist der Sichtbarkeitsgewinn oder -verlust auf dem GEO-Kanal. Einige relevante Kennzahlen für Verlage: \nØ  Citation Rate: Wie oft tauchen Ihre Titel beirelevanten Themenabfragen in KI-Antworten auf? Definieren Sie ein Set von 15bis 20 Prompts\, die Ihre Zielgruppe typischerweise stellt. Fragen Sie dieseregelmäßig ab\, manuell oder mit Tools wie Otterly.AI\, Peec AIoder Rankscale\, und dokumentieren Sie die Ergebnisse. \nØ  Sentiment und Genauigkeit: Analysieren Sie nichtnur ob Sie erwähnt werden\, sondern auch wie. Werden Ihre Titel mit den Themenassoziiert\, für die sie stehen? Werden Reichweiten und Zielgruppen korrektbeschrieben? Für Werbevermarkter ist das besonders relevant\, denn was ChatGPTüber Ihr Medium sagt\, beeinflusst möglicherweise bald auch Mediapläne. \nØ  AI-referred Traffic in GA4: Mit einemRegex-Filter im Session-Report lässt sich der Traffic aus ChatGPT\, Perplexity\,Gemini\, Copilot und anderen Quellen segmentieren und beobachten. Der Anteil desTraffics aus diesen Quellen wächst. Es lohnt sich\, ihn schon heute zu messen. \nWas als nächstes kommt\, und warum es für Verlage besonders relevant ist \n\n\nDie nächste Stufe nach der KI-Suche sind AI Agents: also eigenständig agierende Systeme\, die im Auftrag von Nutzerinnen und Nutzern recherchieren\, vergleichen und Entscheidungen vorbereiten. Gartner prognostiziert\, dass bis 2028 rund 90 Prozent aller B2B-Transaktionen durch solche Agents vorbereitet oder vermittelt werden.Für Verlage bedeutet das nicht nur\, dass die eigene Marke von Agents gefunden werden muss. Es bedeutet auch\, dass Mediaplanung\, Anzeigenbuchung und Zielgruppenrecherche künftig durch Agents laufen könnten\, die ihre Quellen aus denselben Datenräumen ziehen\, in denen GEO heute entschieden wird. \nWer jetzt nicht als verlässliche\, klar positionierte Medienmarke in diesen Datenräumen präsent ist\, riskiert\, aus automatisierten Prozessen herauszufallen\, still und ohne Benachrichtigung.\n\n \n\n \n \nFazit: Drei Fragen für heuteStatt einer weiteren Zusammenfassung lassen Sie mich mit drei konkreten Fragen schließen\, die Sie zeitnah – am besten noch heute\, für sich und Ihren Verlag beantworten sollten: \n \n\n\n\n\n\n1. Fragen Sie ChatGPT nach Ihrem Verlag und Ihren wichtigsten Titeln: Tauchen Sie auf? Stimmt\, was dort steht? Werden Sie für die richtigen Themen und Zielgruppen genannt? \n\n2. Wissen Sie\, welche Fragen Ihre Leserinnen und Leser sowie Ihre Werbekundinnen und Werbekunden an KI-Assistenten stellen\, und sind Ihre Inhalte so aufgebaut\, dass sie als Antwort in Frage kommen?3. Sind Ihre wichtigsten Domains bei Bing indexiert und der AI-Traffic in GA4 bereits messbar gemacht? \n \n \n\nVerlage\, die diese drei Fragen heute mit Ja beantworten können\, haben gegenüber dem Wettbewerb bereits einen Vorsprung\, der schon in 18 Monaten nur noch schwer aufzuholen sein wird. |
URL:https://mvfp-akademie.de/event/social-media-ki-ki-tools-erfolgreich-in-die-social-media-kommunikation-integrieren/
LOCATION:Die Durchführung erfolgt DIGITAL!
CATEGORIES:Fachübergreifend,IT und Digital,KI,Marketing,Vertrieb
ATTACH;FMTTYPE=image/jpeg:https://mvfp-akademie.de/wp-content/uploads/2024/09/Header-KI-Social-Media-High-Quality-1.jpg
END:VEVENT
BEGIN:VEVENT
DTSTART;TZID=Europe/Berlin:20261027T093000
DTEND;TZID=Europe/Berlin:20261027T123000
DTSTAMP:20260511T164017
CREATED:20260216T111309Z
LAST-MODIFIED:20260505T115114Z
UID:56575-1793093400-1793104200@mvfp-akademie.de
SUMMARY:Fokus auf Google Gemini: Effizienzgewinne für Redaktion\, Marketing & Produkt
DESCRIPTION:Von Patrick Klingberg\, Digitaler Architekt \n \n\n  \nExperte für KI im Marketing\, GEO-Spezialist und Sparringspartner für Verlage und Medienhäuser\n\n \nKey Takeaways \n \n\n\n\n\n\n\n\n\nGEO (Generative Engine Optimization) ist für Verlage und Medienhäuser doppelt relevant: als Sichtbarkeitskanal für die eigene Marke und als Thema\, das ihre Werbekunden bewegt.\n\n\n\n \n\n\n\nSEO ist ein Performance-Kanal. GEO ist ein Brand-Kanal. Beide folgen unterschiedlichen Logiken und brauchen unterschiedliche Strategien.\n\n\n\n \n\n\n\nGEO wirkt früher in der Nutzungsreise\, also schon bevor jemand aktiv sucht; wenn die Person noch Orientierung sucht.\n\n\n\n \n\n\n\nVerlage haben gegenüber anderen Branchen einen strukturellen Vorteil bei GEO\, wenn sie ihn gezielt nutzen.\n\n\n\n \n\n\n\nErste Maßnahmen lassen sich direkt umsetzen\, ohne großen Einsatz von Ressourcen. Stichwort: Quick wins.\n\n\n\n \n \nStellen Sie sich folgende Situation vor: Eine Leserin Ihres Magazins\, Fachmediums oder Ihrer Zeitung sucht nach Orientierung zu einem Thema\, das Ihr Redaktionsteam seit Jahren journalistisch aufarbeitet. Sie fragt ChatGPT und bekommt eine Antwort\, in der Sie als Medium nicht vorkommen.Warum ist das so? Denn es gibt kein schlechtes Google-Ranking und auch kein Algorithmus-Problem. Dennoch existiert Ihr Medium in diesem relevanten Moment schlicht nicht.In genau dieser Situation befinden sich momentan viele Verlage und Medienhäuser- meist\, ohne es zu merken. Denn die meisten Verlagshäuser und Medienunternehmen messen noch immer ausschließlich Google-Traffic und organische Reichweite. Die Frage\, wie sichtbar die eigene Marke in KI-generierten Antworten ist\, stellen sie sich noch nicht.Als GEO-Spezialist und Sparringspartner für Verlage und Medienhäuser erlebe ich in Gesprächen mit Verlagsteams regelmäßig\, dass es eine unangenehme Überraschung gibt\, wenn das eigene Titel-Portfolio bei ChatGPT oder Gemini [zum ersten Mal abgefragt wird. Manchmal taucht man auf\, oft aber nicht. Und wenn doch\, stimmt häufig nicht\, was die KI dort aufführt.Darum geht es in diesem Artikel. \n \nWas sich beim Thema Suche verändert\, und warum Verlage besonders betroffen sindGoogle dominiert die Suche seit 25 Jahren weshalb Verlage und Medienhäuser ihre Digitalstrategie darauf ausgerichtet haben: mit SEO\, Content-Optimierung und Traffic-Metriken. Das Spielfeld war klar – nun nicht mehr.Seit 2023 gibt es ein zweites Spielfeld\, auf dem immer mehr Spielzeit stattfindet\, ohne dass Verlage das Geschehen systematisch beobachten.ChatGPT hat Anfang 2026 die Marke von 900 Millionen wöchentlichen Nutzerinnen und Nutzern überschritten. Google‘s AI Overviews erreichen über zwei Milliarden Menschen. In Deutschland nutzen schätzungsweise 20 bis 24 Millionen Menschen monatlich ChatGPT\, also fast jede dritte erwachsene Person. All diese Menschen stellen keine Suchanfragen mehr. Sie führen Gespräche. Und sie bekommen auf ihre Fragen Antworten und keine Linklisten.Für Verlage bedeutet das zwei Dinge. \n \nErstens: Der Traffic aus klassischer Google-Suche geht zurück\, zum Teil massiv\, denn AI Overviews (AIO) beantworten Fragen direkt\, meist ohne\, dass noch auf tiefergehende Quellen geklickt wird. AIOs sind zwar nicht immer ausdifferenziert\, aber gerade für schnelle Fragen zwischendurch reicht vielen Nutzern die Zusammenfassung. Wer als Verlag auf Klickvolumen angewiesen ist\, spürt die Folgen bereits seit einiger Zeit deutlich.Zweitens: Es entsteht ein neuer Kanal\, in dem Markenbekanntheit\, Themenautorität und Vertrauen verhandelt werden. Dieser Kanal heißt GEO (Generative Engine Optimization).Nehmen wir zur Veranschaulichung zwei konkrete Szenarien aus dem Verlagsalltag: \n \nSzenario 1\, Fachmedium und Zielgruppenrecherche: Eine Marketingleiterin aus der Pharmabranche sucht ein Fachmedium für die nächste Anzeigenkampagne. Sie fragt ChatGPT: „Welche Fachmagazine für Apothekerinnen und Apotheker sind in Deutschland relevant?“ Sie bekommt eine Liste mit Titeln\, kurzen Einordnungen und Reichweiten. Welche Titel dort auftauchen\, hängt nicht mehr allein von Google-Rankings ab\, sondern davon\, wie konsistent und glaubwürdig die jeweilige Medienmarke in den Quellen vertreten ist\, die das Sprachmodell kennt. \nSzenario 2\, Verlag als Wissensgeber: Eine Leserin eines Publikumsmagazins hat eine komplexe Frage zum Titelthema der letzten Ausgabe. Sie fragt Copilot statt Google. Wenn das Magazin in der Copilot-Antwort als kompetente Quelle auftaucht\, entstehen bei der Leserin Wiedererkennung und Vertrauen\, auch ohne\, dass sie weiterklickt. Erscheint das Magazin nicht in den Ergebnissen\, können Wettbewerber oder eine generische Informationsseite für diesen Moment die Deutungshoheit übernehmen.In beiden Fällen entscheidet GEO darüber\, wer in dem Moment der Orientierungssuche präsent ist\, der den weiteren Weg des Konsumenten oder der Leserin bestimmt. \n \nZwei Kanäle\, zwei LogikenSEO und GEO werden gerne als zwei Versionen desselben Werkzeugs behandelt. Das sind sie nicht! Hier liegt ein eklatanter Denkfehler\, den ich in fast jedem Erstgespräch korrigiere.SEO ist ein Performance-Kanal\, das heißt jemand sucht aktiv\, gibt einen Begriff ein und klickt. Absicht – Klick – Messung – Conversion. Die Logik ist transaktional und direkt messbar.GEO hingegen ist ein Brand-Kanal. Wer in einer KI-Antwort erwähnt wird\, wird nicht angeklickt\, sondern wahrgenommen. Die Wirkung entsteht früher in der Nutzungsreise\, bereits in der Phase\, in der schon Orientierung gesucht wird\, aber noch keine konkrete Absicht formuliert ist. Das ist die Phase\, in der Medienhäuser traditionell stark sind. Genau dort greift GEO.Für Verlage bedeutet das: Wer in KI-Antworten als kompetente und verlässliche Quelle zu einem Thema erscheint\, baut Vertrauen auf\, noch bevor die eigentliche Nutzungsentscheidung getroffen wird. Das entspricht in der Wirkung klassischer Markenarbeit\, die aber auf einem neuen Kanal stattfindet.Das bedeutet auch für die interne Planung in den Verlagen: GEO gehört nicht ins Performance-Budget\, sondern ins Brand-Budget mit eigenen Brand-Metriken und Brand-Geduld.Trotzdem gilt: GEO ersetzt SEO nicht. Wer bei Google an Sichtbarkeit verliert\, verliert parallel in ChatGPT. Denn ChatGPT und Microsoft Copilot nutzen zwar Bing als primäre Datenquelle\, Bing bewertet aber ähnliche Qualitätssignale wie Google. Saubere Technik\, starker Content und nachweisbare Expertise sind also die Basis für beides – SEO und GEO. \nDer strukturelle Vorteil von Verlagen\, und wie man ihn nutztVerlage und Medienhäuser haben gegenüber den meisten anderen Branchen einen echten GEO-Vorteil: Sie produzieren bereits großen Mengen an thematisch fokussiertem\, fundiert recherchiertem Content. Genau das ist das Rohmaterial\, aus dem Sprachmodelle mit Vorliebe zitieren. Dieser Vorteil ist aber kein Automatismus. Er muss aktiviert werden. \n \nThemenautorität sichtbar machen Sprachmodelle denken nicht in Keywords\, sondern in Entitäten und Themenfeldern. Wer zu einem Thema dauerhaft\, präzise und belegbar publiziert\, wird als zuständige und vertrauensvolle Stimme erkannt. Für Verlage heißt das: Das redaktionelle Profil muss digital auch als Entität erkennbar sein\, nicht nur als Ansammlung von Artikeln. Daher sollte die erste Maßnahme nach dem Lesen dieses Artikels sein: Prüfen Sie\, wie Ihr Verlag und Ihre wichtigsten Titel auf Wikipedia\, Wikidata\, in Branchenverzeichnissen und auf LinkedIn beschrieben sind. Stimmen die Beschreibungen mit Ihrem tatsächlichen Themenfeld und Ihrer Reichweite überein? Inkonsistenz ist einer der häufigsten Gründe\, warum Medienmarken in KI-Antworten fehlen oder falsch eingeordnet werden. \nContent\, der zitiert werden kannSprachmodelle extrahieren Textabschnitte\, sogenannte Chunks\, die eine Frage direkt und präzise beantworten. Langer\, gut recherchierter Fließtext allein reicht dafür nicht.Drei Regeln aus meiner Praxis: \n\nDie Kernaussage gehört in die ersten 150 Wörter. Nicht als Einleitung\, sondern als direkte Antwort auf eine Frage\, die Nutzerinnen und Nutzer stellen könnten.\nAbsätze sollten 60 bis 80 Wörter umfassen. In sich geschlossene\, extrahierbare Einheiten sind für Sprachmodelle leichter zu verarbeiten als lange Fließtextblöcke.\nBelegbare Aussagen schlagen allgemeine Einordnungen. Eigene Studiendaten\, Zitate aus Interviews\, konkrete Zahlen: genau das\, was guten Journalismus ausmacht\, ist für GEO wertvoller als jeder Kommentar ohne Belege.\n\nBing nicht unterschätzen \n\nDass ChatGPT und Microsoft Copilot ihre Quellen primär aus Bing und nicht aus Google ziehen\, überrascht viele. Rund 87 Prozent der von ChatGPT verwendeten Quellen entsprechen den Top-10-Ergebnissen bei Bing. Bing hat in Deutschland zwar nur rund 5 bis 6 Prozent Marktanteil\, wer aber dort nicht präsent ist\, fehlt in einer der wichtigsten Quellen für KI-Antworten. Quick win: Registrieren Sie daher – am besten noch heute – Ihre wichtigsten Domains in den Bing Webmaster Tools und überprüfen Sie\, ob alle relevanten Seiten indexiert sind. Das dauert etwa 20 Minuten und schließt eine Lücke\, die die meisten Verlage noch haben.Was messen\, wenn klassische Klick-Metriken nicht mehr ausreichen?Der Traffic-Rückgang durch AI Overviews ist deutlich messbar. Weniger messbar\, aber ebenso real\, ist der Sichtbarkeitsgewinn oder -verlust auf dem GEO-Kanal. Einige relevante Kennzahlen für Verlage: \nØ  Citation Rate: Wie oft tauchen Ihre Titel beirelevanten Themenabfragen in KI-Antworten auf? Definieren Sie ein Set von 15bis 20 Prompts\, die Ihre Zielgruppe typischerweise stellt. Fragen Sie dieseregelmäßig ab\, manuell oder mit Tools wie Otterly.AI\, Peec AIoder Rankscale\, und dokumentieren Sie die Ergebnisse. \nØ  Sentiment und Genauigkeit: Analysieren Sie nichtnur ob Sie erwähnt werden\, sondern auch wie. Werden Ihre Titel mit den Themenassoziiert\, für die sie stehen? Werden Reichweiten und Zielgruppen korrektbeschrieben? Für Werbevermarkter ist das besonders relevant\, denn was ChatGPTüber Ihr Medium sagt\, beeinflusst möglicherweise bald auch Mediapläne. \nØ  AI-referred Traffic in GA4: Mit einemRegex-Filter im Session-Report lässt sich der Traffic aus ChatGPT\, Perplexity\,Gemini\, Copilot und anderen Quellen segmentieren und beobachten. Der Anteil desTraffics aus diesen Quellen wächst. Es lohnt sich\, ihn schon heute zu messen. \nWas als nächstes kommt\, und warum es für Verlage besonders relevant ist \n\n\nDie nächste Stufe nach der KI-Suche sind AI Agents: also eigenständig agierende Systeme\, die im Auftrag von Nutzerinnen und Nutzern recherchieren\, vergleichen und Entscheidungen vorbereiten. Gartner prognostiziert\, dass bis 2028 rund 90 Prozent aller B2B-Transaktionen durch solche Agents vorbereitet oder vermittelt werden.Für Verlage bedeutet das nicht nur\, dass die eigene Marke von Agents gefunden werden muss. Es bedeutet auch\, dass Mediaplanung\, Anzeigenbuchung und Zielgruppenrecherche künftig durch Agents laufen könnten\, die ihre Quellen aus denselben Datenräumen ziehen\, in denen GEO heute entschieden wird. \nWer jetzt nicht als verlässliche\, klar positionierte Medienmarke in diesen Datenräumen präsent ist\, riskiert\, aus automatisierten Prozessen herauszufallen\, still und ohne Benachrichtigung.\n\n \n\n \n \nFazit: Drei Fragen für heuteStatt einer weiteren Zusammenfassung lassen Sie mich mit drei konkreten Fragen schließen\, die Sie zeitnah – am besten noch heute\, für sich und Ihren Verlag beantworten sollten: \n \n\n\n\n\n\n1. Fragen Sie ChatGPT nach Ihrem Verlag und Ihren wichtigsten Titeln: Tauchen Sie auf? Stimmt\, was dort steht? Werden Sie für die richtigen Themen und Zielgruppen genannt? \n\n2. Wissen Sie\, welche Fragen Ihre Leserinnen und Leser sowie Ihre Werbekundinnen und Werbekunden an KI-Assistenten stellen\, und sind Ihre Inhalte so aufgebaut\, dass sie als Antwort in Frage kommen?3. Sind Ihre wichtigsten Domains bei Bing indexiert und der AI-Traffic in GA4 bereits messbar gemacht? \n \n \n\nVerlage\, die diese drei Fragen heute mit Ja beantworten können\, haben gegenüber dem Wettbewerb bereits einen Vorsprung\, der schon in 18 Monaten nur noch schwer aufzuholen sein wird. |
URL:https://mvfp-akademie.de/event/fokus-auf-google-gemini-effizienzgewinne-fuer-redaktion-marketing-produkt/
LOCATION:Die Durchführung erfolgt DIGITAL!
CATEGORIES:Fachübergreifend,IT und Digital,KI,Marketing,Redaktion
ATTACH;FMTTYPE=image/jpeg:https://mvfp-akademie.de/wp-content/uploads/2026/02/Header-Website-Google-Gemini-High-Quality.jpg
END:VEVENT
BEGIN:VEVENT
DTSTART;VALUE=DATE:20261103
DTEND;VALUE=DATE:20261105
DTSTAMP:20260511T164017
CREATED:20260427T130231Z
LAST-MODIFIED:20260428T083449Z
UID:57770-1793664000-1793836799@mvfp-akademie.de
SUMMARY:Oslo Innovation Tour
DESCRIPTION:Von Patrick Klingberg\, Digitaler Architekt \n \n\n  \nExperte für KI im Marketing\, GEO-Spezialist und Sparringspartner für Verlage und Medienhäuser\n\n \nKey Takeaways \n \n\n\n\n\n\n\n\n\nGEO (Generative Engine Optimization) ist für Verlage und Medienhäuser doppelt relevant: als Sichtbarkeitskanal für die eigene Marke und als Thema\, das ihre Werbekunden bewegt.\n\n\n\n \n\n\n\nSEO ist ein Performance-Kanal. GEO ist ein Brand-Kanal. Beide folgen unterschiedlichen Logiken und brauchen unterschiedliche Strategien.\n\n\n\n \n\n\n\nGEO wirkt früher in der Nutzungsreise\, also schon bevor jemand aktiv sucht; wenn die Person noch Orientierung sucht.\n\n\n\n \n\n\n\nVerlage haben gegenüber anderen Branchen einen strukturellen Vorteil bei GEO\, wenn sie ihn gezielt nutzen.\n\n\n\n \n\n\n\nErste Maßnahmen lassen sich direkt umsetzen\, ohne großen Einsatz von Ressourcen. Stichwort: Quick wins.\n\n\n\n \n \nStellen Sie sich folgende Situation vor: Eine Leserin Ihres Magazins\, Fachmediums oder Ihrer Zeitung sucht nach Orientierung zu einem Thema\, das Ihr Redaktionsteam seit Jahren journalistisch aufarbeitet. Sie fragt ChatGPT und bekommt eine Antwort\, in der Sie als Medium nicht vorkommen.Warum ist das so? Denn es gibt kein schlechtes Google-Ranking und auch kein Algorithmus-Problem. Dennoch existiert Ihr Medium in diesem relevanten Moment schlicht nicht.In genau dieser Situation befinden sich momentan viele Verlage und Medienhäuser- meist\, ohne es zu merken. Denn die meisten Verlagshäuser und Medienunternehmen messen noch immer ausschließlich Google-Traffic und organische Reichweite. Die Frage\, wie sichtbar die eigene Marke in KI-generierten Antworten ist\, stellen sie sich noch nicht.Als GEO-Spezialist und Sparringspartner für Verlage und Medienhäuser erlebe ich in Gesprächen mit Verlagsteams regelmäßig\, dass es eine unangenehme Überraschung gibt\, wenn das eigene Titel-Portfolio bei ChatGPT oder Gemini [zum ersten Mal abgefragt wird. Manchmal taucht man auf\, oft aber nicht. Und wenn doch\, stimmt häufig nicht\, was die KI dort aufführt.Darum geht es in diesem Artikel. \n \nWas sich beim Thema Suche verändert\, und warum Verlage besonders betroffen sindGoogle dominiert die Suche seit 25 Jahren weshalb Verlage und Medienhäuser ihre Digitalstrategie darauf ausgerichtet haben: mit SEO\, Content-Optimierung und Traffic-Metriken. Das Spielfeld war klar – nun nicht mehr.Seit 2023 gibt es ein zweites Spielfeld\, auf dem immer mehr Spielzeit stattfindet\, ohne dass Verlage das Geschehen systematisch beobachten.ChatGPT hat Anfang 2026 die Marke von 900 Millionen wöchentlichen Nutzerinnen und Nutzern überschritten. Google‘s AI Overviews erreichen über zwei Milliarden Menschen. In Deutschland nutzen schätzungsweise 20 bis 24 Millionen Menschen monatlich ChatGPT\, also fast jede dritte erwachsene Person. All diese Menschen stellen keine Suchanfragen mehr. Sie führen Gespräche. Und sie bekommen auf ihre Fragen Antworten und keine Linklisten.Für Verlage bedeutet das zwei Dinge. \n \nErstens: Der Traffic aus klassischer Google-Suche geht zurück\, zum Teil massiv\, denn AI Overviews (AIO) beantworten Fragen direkt\, meist ohne\, dass noch auf tiefergehende Quellen geklickt wird. AIOs sind zwar nicht immer ausdifferenziert\, aber gerade für schnelle Fragen zwischendurch reicht vielen Nutzern die Zusammenfassung. Wer als Verlag auf Klickvolumen angewiesen ist\, spürt die Folgen bereits seit einiger Zeit deutlich.Zweitens: Es entsteht ein neuer Kanal\, in dem Markenbekanntheit\, Themenautorität und Vertrauen verhandelt werden. Dieser Kanal heißt GEO (Generative Engine Optimization).Nehmen wir zur Veranschaulichung zwei konkrete Szenarien aus dem Verlagsalltag: \n \nSzenario 1\, Fachmedium und Zielgruppenrecherche: Eine Marketingleiterin aus der Pharmabranche sucht ein Fachmedium für die nächste Anzeigenkampagne. Sie fragt ChatGPT: „Welche Fachmagazine für Apothekerinnen und Apotheker sind in Deutschland relevant?“ Sie bekommt eine Liste mit Titeln\, kurzen Einordnungen und Reichweiten. Welche Titel dort auftauchen\, hängt nicht mehr allein von Google-Rankings ab\, sondern davon\, wie konsistent und glaubwürdig die jeweilige Medienmarke in den Quellen vertreten ist\, die das Sprachmodell kennt. \nSzenario 2\, Verlag als Wissensgeber: Eine Leserin eines Publikumsmagazins hat eine komplexe Frage zum Titelthema der letzten Ausgabe. Sie fragt Copilot statt Google. Wenn das Magazin in der Copilot-Antwort als kompetente Quelle auftaucht\, entstehen bei der Leserin Wiedererkennung und Vertrauen\, auch ohne\, dass sie weiterklickt. Erscheint das Magazin nicht in den Ergebnissen\, können Wettbewerber oder eine generische Informationsseite für diesen Moment die Deutungshoheit übernehmen.In beiden Fällen entscheidet GEO darüber\, wer in dem Moment der Orientierungssuche präsent ist\, der den weiteren Weg des Konsumenten oder der Leserin bestimmt. \n \nZwei Kanäle\, zwei LogikenSEO und GEO werden gerne als zwei Versionen desselben Werkzeugs behandelt. Das sind sie nicht! Hier liegt ein eklatanter Denkfehler\, den ich in fast jedem Erstgespräch korrigiere.SEO ist ein Performance-Kanal\, das heißt jemand sucht aktiv\, gibt einen Begriff ein und klickt. Absicht – Klick – Messung – Conversion. Die Logik ist transaktional und direkt messbar.GEO hingegen ist ein Brand-Kanal. Wer in einer KI-Antwort erwähnt wird\, wird nicht angeklickt\, sondern wahrgenommen. Die Wirkung entsteht früher in der Nutzungsreise\, bereits in der Phase\, in der schon Orientierung gesucht wird\, aber noch keine konkrete Absicht formuliert ist. Das ist die Phase\, in der Medienhäuser traditionell stark sind. Genau dort greift GEO.Für Verlage bedeutet das: Wer in KI-Antworten als kompetente und verlässliche Quelle zu einem Thema erscheint\, baut Vertrauen auf\, noch bevor die eigentliche Nutzungsentscheidung getroffen wird. Das entspricht in der Wirkung klassischer Markenarbeit\, die aber auf einem neuen Kanal stattfindet.Das bedeutet auch für die interne Planung in den Verlagen: GEO gehört nicht ins Performance-Budget\, sondern ins Brand-Budget mit eigenen Brand-Metriken und Brand-Geduld.Trotzdem gilt: GEO ersetzt SEO nicht. Wer bei Google an Sichtbarkeit verliert\, verliert parallel in ChatGPT. Denn ChatGPT und Microsoft Copilot nutzen zwar Bing als primäre Datenquelle\, Bing bewertet aber ähnliche Qualitätssignale wie Google. Saubere Technik\, starker Content und nachweisbare Expertise sind also die Basis für beides – SEO und GEO. \nDer strukturelle Vorteil von Verlagen\, und wie man ihn nutztVerlage und Medienhäuser haben gegenüber den meisten anderen Branchen einen echten GEO-Vorteil: Sie produzieren bereits großen Mengen an thematisch fokussiertem\, fundiert recherchiertem Content. Genau das ist das Rohmaterial\, aus dem Sprachmodelle mit Vorliebe zitieren. Dieser Vorteil ist aber kein Automatismus. Er muss aktiviert werden. \n \nThemenautorität sichtbar machen Sprachmodelle denken nicht in Keywords\, sondern in Entitäten und Themenfeldern. Wer zu einem Thema dauerhaft\, präzise und belegbar publiziert\, wird als zuständige und vertrauensvolle Stimme erkannt. Für Verlage heißt das: Das redaktionelle Profil muss digital auch als Entität erkennbar sein\, nicht nur als Ansammlung von Artikeln. Daher sollte die erste Maßnahme nach dem Lesen dieses Artikels sein: Prüfen Sie\, wie Ihr Verlag und Ihre wichtigsten Titel auf Wikipedia\, Wikidata\, in Branchenverzeichnissen und auf LinkedIn beschrieben sind. Stimmen die Beschreibungen mit Ihrem tatsächlichen Themenfeld und Ihrer Reichweite überein? Inkonsistenz ist einer der häufigsten Gründe\, warum Medienmarken in KI-Antworten fehlen oder falsch eingeordnet werden. \nContent\, der zitiert werden kannSprachmodelle extrahieren Textabschnitte\, sogenannte Chunks\, die eine Frage direkt und präzise beantworten. Langer\, gut recherchierter Fließtext allein reicht dafür nicht.Drei Regeln aus meiner Praxis: \n\nDie Kernaussage gehört in die ersten 150 Wörter. Nicht als Einleitung\, sondern als direkte Antwort auf eine Frage\, die Nutzerinnen und Nutzer stellen könnten.\nAbsätze sollten 60 bis 80 Wörter umfassen. In sich geschlossene\, extrahierbare Einheiten sind für Sprachmodelle leichter zu verarbeiten als lange Fließtextblöcke.\nBelegbare Aussagen schlagen allgemeine Einordnungen. Eigene Studiendaten\, Zitate aus Interviews\, konkrete Zahlen: genau das\, was guten Journalismus ausmacht\, ist für GEO wertvoller als jeder Kommentar ohne Belege.\n\nBing nicht unterschätzen \n\nDass ChatGPT und Microsoft Copilot ihre Quellen primär aus Bing und nicht aus Google ziehen\, überrascht viele. Rund 87 Prozent der von ChatGPT verwendeten Quellen entsprechen den Top-10-Ergebnissen bei Bing. Bing hat in Deutschland zwar nur rund 5 bis 6 Prozent Marktanteil\, wer aber dort nicht präsent ist\, fehlt in einer der wichtigsten Quellen für KI-Antworten. Quick win: Registrieren Sie daher – am besten noch heute – Ihre wichtigsten Domains in den Bing Webmaster Tools und überprüfen Sie\, ob alle relevanten Seiten indexiert sind. Das dauert etwa 20 Minuten und schließt eine Lücke\, die die meisten Verlage noch haben.Was messen\, wenn klassische Klick-Metriken nicht mehr ausreichen?Der Traffic-Rückgang durch AI Overviews ist deutlich messbar. Weniger messbar\, aber ebenso real\, ist der Sichtbarkeitsgewinn oder -verlust auf dem GEO-Kanal. Einige relevante Kennzahlen für Verlage: \nØ  Citation Rate: Wie oft tauchen Ihre Titel beirelevanten Themenabfragen in KI-Antworten auf? Definieren Sie ein Set von 15bis 20 Prompts\, die Ihre Zielgruppe typischerweise stellt. Fragen Sie dieseregelmäßig ab\, manuell oder mit Tools wie Otterly.AI\, Peec AIoder Rankscale\, und dokumentieren Sie die Ergebnisse. \nØ  Sentiment und Genauigkeit: Analysieren Sie nichtnur ob Sie erwähnt werden\, sondern auch wie. Werden Ihre Titel mit den Themenassoziiert\, für die sie stehen? Werden Reichweiten und Zielgruppen korrektbeschrieben? Für Werbevermarkter ist das besonders relevant\, denn was ChatGPTüber Ihr Medium sagt\, beeinflusst möglicherweise bald auch Mediapläne. \nØ  AI-referred Traffic in GA4: Mit einemRegex-Filter im Session-Report lässt sich der Traffic aus ChatGPT\, Perplexity\,Gemini\, Copilot und anderen Quellen segmentieren und beobachten. Der Anteil desTraffics aus diesen Quellen wächst. Es lohnt sich\, ihn schon heute zu messen. \nWas als nächstes kommt\, und warum es für Verlage besonders relevant ist \n\n\nDie nächste Stufe nach der KI-Suche sind AI Agents: also eigenständig agierende Systeme\, die im Auftrag von Nutzerinnen und Nutzern recherchieren\, vergleichen und Entscheidungen vorbereiten. Gartner prognostiziert\, dass bis 2028 rund 90 Prozent aller B2B-Transaktionen durch solche Agents vorbereitet oder vermittelt werden.Für Verlage bedeutet das nicht nur\, dass die eigene Marke von Agents gefunden werden muss. Es bedeutet auch\, dass Mediaplanung\, Anzeigenbuchung und Zielgruppenrecherche künftig durch Agents laufen könnten\, die ihre Quellen aus denselben Datenräumen ziehen\, in denen GEO heute entschieden wird. \nWer jetzt nicht als verlässliche\, klar positionierte Medienmarke in diesen Datenräumen präsent ist\, riskiert\, aus automatisierten Prozessen herauszufallen\, still und ohne Benachrichtigung.\n\n \n\n \n \nFazit: Drei Fragen für heuteStatt einer weiteren Zusammenfassung lassen Sie mich mit drei konkreten Fragen schließen\, die Sie zeitnah – am besten noch heute\, für sich und Ihren Verlag beantworten sollten: \n \n\n\n\n\n\n1. Fragen Sie ChatGPT nach Ihrem Verlag und Ihren wichtigsten Titeln: Tauchen Sie auf? Stimmt\, was dort steht? Werden Sie für die richtigen Themen und Zielgruppen genannt? \n\n2. Wissen Sie\, welche Fragen Ihre Leserinnen und Leser sowie Ihre Werbekundinnen und Werbekunden an KI-Assistenten stellen\, und sind Ihre Inhalte so aufgebaut\, dass sie als Antwort in Frage kommen?3. Sind Ihre wichtigsten Domains bei Bing indexiert und der AI-Traffic in GA4 bereits messbar gemacht? \n \n \n\nVerlage\, die diese drei Fragen heute mit Ja beantworten können\, haben gegenüber dem Wettbewerb bereits einen Vorsprung\, der schon in 18 Monaten nur noch schwer aufzuholen sein wird. |
URL:https://mvfp-akademie.de/event/oslo-innovation-tour/
CATEGORIES:Touren
ATTACH;FMTTYPE=image/jpeg:https://mvfp-akademie.de/wp-content/uploads/2026/04/Header-Oslo-Tour-Website-1200x300-px-High-Quality.jpg
END:VEVENT
BEGIN:VEVENT
DTSTART;TZID=Europe/Berlin:20261112T093000
DTEND;TZID=Europe/Berlin:20261112T130000
DTSTAMP:20260511T164017
CREATED:20250828T074151Z
LAST-MODIFIED:20260417T095355Z
UID:54811-1794475800-1794488400@mvfp-akademie.de
SUMMARY:KI-Audio-Strategien für Verlage: Wer nur vorliest\, der verliert
DESCRIPTION:Von Patrick Klingberg\, Digitaler Architekt \n \n\n  \nExperte für KI im Marketing\, GEO-Spezialist und Sparringspartner für Verlage und Medienhäuser\n\n \nKey Takeaways \n \n\n\n\n\n\n\n\n\nGEO (Generative Engine Optimization) ist für Verlage und Medienhäuser doppelt relevant: als Sichtbarkeitskanal für die eigene Marke und als Thema\, das ihre Werbekunden bewegt.\n\n\n\n \n\n\n\nSEO ist ein Performance-Kanal. GEO ist ein Brand-Kanal. Beide folgen unterschiedlichen Logiken und brauchen unterschiedliche Strategien.\n\n\n\n \n\n\n\nGEO wirkt früher in der Nutzungsreise\, also schon bevor jemand aktiv sucht; wenn die Person noch Orientierung sucht.\n\n\n\n \n\n\n\nVerlage haben gegenüber anderen Branchen einen strukturellen Vorteil bei GEO\, wenn sie ihn gezielt nutzen.\n\n\n\n \n\n\n\nErste Maßnahmen lassen sich direkt umsetzen\, ohne großen Einsatz von Ressourcen. Stichwort: Quick wins.\n\n\n\n \n \nStellen Sie sich folgende Situation vor: Eine Leserin Ihres Magazins\, Fachmediums oder Ihrer Zeitung sucht nach Orientierung zu einem Thema\, das Ihr Redaktionsteam seit Jahren journalistisch aufarbeitet. Sie fragt ChatGPT und bekommt eine Antwort\, in der Sie als Medium nicht vorkommen.Warum ist das so? Denn es gibt kein schlechtes Google-Ranking und auch kein Algorithmus-Problem. Dennoch existiert Ihr Medium in diesem relevanten Moment schlicht nicht.In genau dieser Situation befinden sich momentan viele Verlage und Medienhäuser- meist\, ohne es zu merken. Denn die meisten Verlagshäuser und Medienunternehmen messen noch immer ausschließlich Google-Traffic und organische Reichweite. Die Frage\, wie sichtbar die eigene Marke in KI-generierten Antworten ist\, stellen sie sich noch nicht.Als GEO-Spezialist und Sparringspartner für Verlage und Medienhäuser erlebe ich in Gesprächen mit Verlagsteams regelmäßig\, dass es eine unangenehme Überraschung gibt\, wenn das eigene Titel-Portfolio bei ChatGPT oder Gemini [zum ersten Mal abgefragt wird. Manchmal taucht man auf\, oft aber nicht. Und wenn doch\, stimmt häufig nicht\, was die KI dort aufführt.Darum geht es in diesem Artikel. \n \nWas sich beim Thema Suche verändert\, und warum Verlage besonders betroffen sindGoogle dominiert die Suche seit 25 Jahren weshalb Verlage und Medienhäuser ihre Digitalstrategie darauf ausgerichtet haben: mit SEO\, Content-Optimierung und Traffic-Metriken. Das Spielfeld war klar – nun nicht mehr.Seit 2023 gibt es ein zweites Spielfeld\, auf dem immer mehr Spielzeit stattfindet\, ohne dass Verlage das Geschehen systematisch beobachten.ChatGPT hat Anfang 2026 die Marke von 900 Millionen wöchentlichen Nutzerinnen und Nutzern überschritten. Google‘s AI Overviews erreichen über zwei Milliarden Menschen. In Deutschland nutzen schätzungsweise 20 bis 24 Millionen Menschen monatlich ChatGPT\, also fast jede dritte erwachsene Person. All diese Menschen stellen keine Suchanfragen mehr. Sie führen Gespräche. Und sie bekommen auf ihre Fragen Antworten und keine Linklisten.Für Verlage bedeutet das zwei Dinge. \n \nErstens: Der Traffic aus klassischer Google-Suche geht zurück\, zum Teil massiv\, denn AI Overviews (AIO) beantworten Fragen direkt\, meist ohne\, dass noch auf tiefergehende Quellen geklickt wird. AIOs sind zwar nicht immer ausdifferenziert\, aber gerade für schnelle Fragen zwischendurch reicht vielen Nutzern die Zusammenfassung. Wer als Verlag auf Klickvolumen angewiesen ist\, spürt die Folgen bereits seit einiger Zeit deutlich.Zweitens: Es entsteht ein neuer Kanal\, in dem Markenbekanntheit\, Themenautorität und Vertrauen verhandelt werden. Dieser Kanal heißt GEO (Generative Engine Optimization).Nehmen wir zur Veranschaulichung zwei konkrete Szenarien aus dem Verlagsalltag: \n \nSzenario 1\, Fachmedium und Zielgruppenrecherche: Eine Marketingleiterin aus der Pharmabranche sucht ein Fachmedium für die nächste Anzeigenkampagne. Sie fragt ChatGPT: „Welche Fachmagazine für Apothekerinnen und Apotheker sind in Deutschland relevant?“ Sie bekommt eine Liste mit Titeln\, kurzen Einordnungen und Reichweiten. Welche Titel dort auftauchen\, hängt nicht mehr allein von Google-Rankings ab\, sondern davon\, wie konsistent und glaubwürdig die jeweilige Medienmarke in den Quellen vertreten ist\, die das Sprachmodell kennt. \nSzenario 2\, Verlag als Wissensgeber: Eine Leserin eines Publikumsmagazins hat eine komplexe Frage zum Titelthema der letzten Ausgabe. Sie fragt Copilot statt Google. Wenn das Magazin in der Copilot-Antwort als kompetente Quelle auftaucht\, entstehen bei der Leserin Wiedererkennung und Vertrauen\, auch ohne\, dass sie weiterklickt. Erscheint das Magazin nicht in den Ergebnissen\, können Wettbewerber oder eine generische Informationsseite für diesen Moment die Deutungshoheit übernehmen.In beiden Fällen entscheidet GEO darüber\, wer in dem Moment der Orientierungssuche präsent ist\, der den weiteren Weg des Konsumenten oder der Leserin bestimmt. \n \nZwei Kanäle\, zwei LogikenSEO und GEO werden gerne als zwei Versionen desselben Werkzeugs behandelt. Das sind sie nicht! Hier liegt ein eklatanter Denkfehler\, den ich in fast jedem Erstgespräch korrigiere.SEO ist ein Performance-Kanal\, das heißt jemand sucht aktiv\, gibt einen Begriff ein und klickt. Absicht – Klick – Messung – Conversion. Die Logik ist transaktional und direkt messbar.GEO hingegen ist ein Brand-Kanal. Wer in einer KI-Antwort erwähnt wird\, wird nicht angeklickt\, sondern wahrgenommen. Die Wirkung entsteht früher in der Nutzungsreise\, bereits in der Phase\, in der schon Orientierung gesucht wird\, aber noch keine konkrete Absicht formuliert ist. Das ist die Phase\, in der Medienhäuser traditionell stark sind. Genau dort greift GEO.Für Verlage bedeutet das: Wer in KI-Antworten als kompetente und verlässliche Quelle zu einem Thema erscheint\, baut Vertrauen auf\, noch bevor die eigentliche Nutzungsentscheidung getroffen wird. Das entspricht in der Wirkung klassischer Markenarbeit\, die aber auf einem neuen Kanal stattfindet.Das bedeutet auch für die interne Planung in den Verlagen: GEO gehört nicht ins Performance-Budget\, sondern ins Brand-Budget mit eigenen Brand-Metriken und Brand-Geduld.Trotzdem gilt: GEO ersetzt SEO nicht. Wer bei Google an Sichtbarkeit verliert\, verliert parallel in ChatGPT. Denn ChatGPT und Microsoft Copilot nutzen zwar Bing als primäre Datenquelle\, Bing bewertet aber ähnliche Qualitätssignale wie Google. Saubere Technik\, starker Content und nachweisbare Expertise sind also die Basis für beides – SEO und GEO. \nDer strukturelle Vorteil von Verlagen\, und wie man ihn nutztVerlage und Medienhäuser haben gegenüber den meisten anderen Branchen einen echten GEO-Vorteil: Sie produzieren bereits großen Mengen an thematisch fokussiertem\, fundiert recherchiertem Content. Genau das ist das Rohmaterial\, aus dem Sprachmodelle mit Vorliebe zitieren. Dieser Vorteil ist aber kein Automatismus. Er muss aktiviert werden. \n \nThemenautorität sichtbar machen Sprachmodelle denken nicht in Keywords\, sondern in Entitäten und Themenfeldern. Wer zu einem Thema dauerhaft\, präzise und belegbar publiziert\, wird als zuständige und vertrauensvolle Stimme erkannt. Für Verlage heißt das: Das redaktionelle Profil muss digital auch als Entität erkennbar sein\, nicht nur als Ansammlung von Artikeln. Daher sollte die erste Maßnahme nach dem Lesen dieses Artikels sein: Prüfen Sie\, wie Ihr Verlag und Ihre wichtigsten Titel auf Wikipedia\, Wikidata\, in Branchenverzeichnissen und auf LinkedIn beschrieben sind. Stimmen die Beschreibungen mit Ihrem tatsächlichen Themenfeld und Ihrer Reichweite überein? Inkonsistenz ist einer der häufigsten Gründe\, warum Medienmarken in KI-Antworten fehlen oder falsch eingeordnet werden. \nContent\, der zitiert werden kannSprachmodelle extrahieren Textabschnitte\, sogenannte Chunks\, die eine Frage direkt und präzise beantworten. Langer\, gut recherchierter Fließtext allein reicht dafür nicht.Drei Regeln aus meiner Praxis: \n\nDie Kernaussage gehört in die ersten 150 Wörter. Nicht als Einleitung\, sondern als direkte Antwort auf eine Frage\, die Nutzerinnen und Nutzer stellen könnten.\nAbsätze sollten 60 bis 80 Wörter umfassen. In sich geschlossene\, extrahierbare Einheiten sind für Sprachmodelle leichter zu verarbeiten als lange Fließtextblöcke.\nBelegbare Aussagen schlagen allgemeine Einordnungen. Eigene Studiendaten\, Zitate aus Interviews\, konkrete Zahlen: genau das\, was guten Journalismus ausmacht\, ist für GEO wertvoller als jeder Kommentar ohne Belege.\n\nBing nicht unterschätzen \n\nDass ChatGPT und Microsoft Copilot ihre Quellen primär aus Bing und nicht aus Google ziehen\, überrascht viele. Rund 87 Prozent der von ChatGPT verwendeten Quellen entsprechen den Top-10-Ergebnissen bei Bing. Bing hat in Deutschland zwar nur rund 5 bis 6 Prozent Marktanteil\, wer aber dort nicht präsent ist\, fehlt in einer der wichtigsten Quellen für KI-Antworten. Quick win: Registrieren Sie daher – am besten noch heute – Ihre wichtigsten Domains in den Bing Webmaster Tools und überprüfen Sie\, ob alle relevanten Seiten indexiert sind. Das dauert etwa 20 Minuten und schließt eine Lücke\, die die meisten Verlage noch haben.Was messen\, wenn klassische Klick-Metriken nicht mehr ausreichen?Der Traffic-Rückgang durch AI Overviews ist deutlich messbar. Weniger messbar\, aber ebenso real\, ist der Sichtbarkeitsgewinn oder -verlust auf dem GEO-Kanal. Einige relevante Kennzahlen für Verlage: \nØ  Citation Rate: Wie oft tauchen Ihre Titel beirelevanten Themenabfragen in KI-Antworten auf? Definieren Sie ein Set von 15bis 20 Prompts\, die Ihre Zielgruppe typischerweise stellt. Fragen Sie dieseregelmäßig ab\, manuell oder mit Tools wie Otterly.AI\, Peec AIoder Rankscale\, und dokumentieren Sie die Ergebnisse. \nØ  Sentiment und Genauigkeit: Analysieren Sie nichtnur ob Sie erwähnt werden\, sondern auch wie. Werden Ihre Titel mit den Themenassoziiert\, für die sie stehen? Werden Reichweiten und Zielgruppen korrektbeschrieben? Für Werbevermarkter ist das besonders relevant\, denn was ChatGPTüber Ihr Medium sagt\, beeinflusst möglicherweise bald auch Mediapläne. \nØ  AI-referred Traffic in GA4: Mit einemRegex-Filter im Session-Report lässt sich der Traffic aus ChatGPT\, Perplexity\,Gemini\, Copilot und anderen Quellen segmentieren und beobachten. Der Anteil desTraffics aus diesen Quellen wächst. Es lohnt sich\, ihn schon heute zu messen. \nWas als nächstes kommt\, und warum es für Verlage besonders relevant ist \n\n\nDie nächste Stufe nach der KI-Suche sind AI Agents: also eigenständig agierende Systeme\, die im Auftrag von Nutzerinnen und Nutzern recherchieren\, vergleichen und Entscheidungen vorbereiten. Gartner prognostiziert\, dass bis 2028 rund 90 Prozent aller B2B-Transaktionen durch solche Agents vorbereitet oder vermittelt werden.Für Verlage bedeutet das nicht nur\, dass die eigene Marke von Agents gefunden werden muss. Es bedeutet auch\, dass Mediaplanung\, Anzeigenbuchung und Zielgruppenrecherche künftig durch Agents laufen könnten\, die ihre Quellen aus denselben Datenräumen ziehen\, in denen GEO heute entschieden wird. \nWer jetzt nicht als verlässliche\, klar positionierte Medienmarke in diesen Datenräumen präsent ist\, riskiert\, aus automatisierten Prozessen herauszufallen\, still und ohne Benachrichtigung.\n\n \n\n \n \nFazit: Drei Fragen für heuteStatt einer weiteren Zusammenfassung lassen Sie mich mit drei konkreten Fragen schließen\, die Sie zeitnah – am besten noch heute\, für sich und Ihren Verlag beantworten sollten: \n \n\n\n\n\n\n1. Fragen Sie ChatGPT nach Ihrem Verlag und Ihren wichtigsten Titeln: Tauchen Sie auf? Stimmt\, was dort steht? Werden Sie für die richtigen Themen und Zielgruppen genannt? \n\n2. Wissen Sie\, welche Fragen Ihre Leserinnen und Leser sowie Ihre Werbekundinnen und Werbekunden an KI-Assistenten stellen\, und sind Ihre Inhalte so aufgebaut\, dass sie als Antwort in Frage kommen?3. Sind Ihre wichtigsten Domains bei Bing indexiert und der AI-Traffic in GA4 bereits messbar gemacht? \n \n \n\nVerlage\, die diese drei Fragen heute mit Ja beantworten können\, haben gegenüber dem Wettbewerb bereits einen Vorsprung\, der schon in 18 Monaten nur noch schwer aufzuholen sein wird. |
URL:https://mvfp-akademie.de/event/ki-audio-strategien-fuer-verlage-wer-nur-vorliest-der-verliert/
LOCATION:Die Durchführung erfolgt DIGITAL!
CATEGORIES:KI
ATTACH;FMTTYPE=image/jpeg:https://mvfp-akademie.de/wp-content/uploads/2025/08/Header-WebSeminar-Audio-KI-High-Quality.jpg
END:VEVENT
END:VCALENDAR